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Flash-Speicher: Die Preise fallen weiter

Meldung von doelf, Sonntag der 06.10.2019, 23:20:14 Uhr

Während der Handelskonflikt zwischen Japan und Südkorea die Kurse für Arbeitsspeicher im Juli in die Höhe schießen ließ, blieben die Auswirkungen auf die Flash-Chips moderat. Inzwischen sinken die Flash-Preise am Spot-Markt in Taiwan wieder auf breiter Front, denn es gibt nach wie vor ein Überangebot.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man am Freitag durchschnittlich 2,339 US-Dollar auf den Tisch legen. Dies bedeutet einen Rückgang um 3,71 Prozent im Vergleich zu Anfang September, nachdem der Kurs von Juli auf August um 5,33 Prozent gestiegen war. Im Jahresverlauf ist der Preis dieser Chips um 19,15 Prozent gesunken.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,185 US-Dollar, was einem Preisrutsch um 9,71 Prozent entspricht. Von Juli auf August hatte sich dieser Speichertyp um 15,37 Prozent verteuert und letzten Monat stagnierte der Kurs mit einem minimalen Aufschlag von 0,46 Prozent. Momentan sind diese Chips um 3,75 Prozent teurer als im Oktober 2018.

Wer statt MLC die Variante TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) für seine Produkte einkauft, bekommt 256 Gb schon für 2,886 US-Dollar (-1,06%). Der Kurs der TLC-Chips ist schon seit Monaten sehr konstant (September: -0,92%; August: -0,30%; Juli: -0,71%; Juni: -0,03%; Mai: +2,06%; April: -0,34%). TLC-Chips sind bei Schreibzugriffen langsamer als MLC (2 Bit pro Zelle) oder SLC (1 Bit pro Zelle), da immer drei Bit gelöscht und dann neu geschrieben werden müssen. Wir beobachten die Preisentwicklung dieser Chips erst seit März 2019.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Freitag war ein Euro zum Handelsschluss 1,0979 US-Dollar wert und notierte damit um 0,5 Prozent schwächer als Anfang September. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 4,65 Prozent eingebüßt. Da in den meisten Produkten TLC-Chips zum Einsatz kommen, sind die Preise nach wie vor sehr günstig. Man kann bei SSDs, Speicherkarten und USB-Sticks folglich bedenkenlos zugreifen, wobei die Preise auf lange Sicht weiter fallen werden.

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