Werbung
Amazon.de VISA-Karte: Jetzt mit 40 € Startgutschrift


Vorsicht: Neue Welle gefälschter Intel-CPUs

Meldung von doelf, Mittwoch der 22.04.2020, 14:11:15 Uhr

Betrüger haben eine neue Welle gefälschter Intel-CPUs auf diverse Handelsplattformen inklusive AliExpress und Amazon losgelassen. Teilweise wurde die Beschriftung auf den Hitzeblechen der Prozessoren manipuliert, teilweise die vorhandene einfach überklebt und zuweilen fehlte den gefälschten CPUs sogar der Chip unter dem Heatspreader. Zuletzt wurden sogar Intel selbst solche Fälschungen untergeschoben.

Gefälschte CPUs: Seit Jahren ein Problem
Die Masche ist nicht neu und plagt die IT-Branche seit Jahren: Früher nahm man billige CPUs eine Serie (z.B einen Celeron), entfernte die eingravierte Aufschrift und ritzte eine neue ein, die ein teureres Modell (z.B. einen Core i7) suggerierte. Der Käufer bekam hierbei zumindest einen passenden Prozessor, wenn auch nicht den, für den er bezahlt hatte. Dann wurden die Betrüger dreister und verwendeten gebrauchte CPUs aus älteren Baureihen. Da die gefälschte Aufschrift nun nicht mehr zur Bauform dieser Prozessoren passte, bestand nun die Gefahr, dass die Käufer die Fälschung nicht sofort erkennen und beim Einsetzen den Sockel ihres Mainboards beschädigen. Solche Fälschungen wurden auch jetzt wieder entdeckt und einige sogar von Amazon selbst verkauft.

Aufwertung per Aufkleber oder ganz ohne Innenleben
Eine neue Klasse der Dreistigkeit zeigt sich bei Fälschungen, wo nur noch ein Aufkleber für die neue Beschriftung verwendet wurde. Diese Aufkleber sind gut genug, um bei einem flüchtigen Blick nicht gleich bemerkt zu werden. Sollte ein solcher Prozessor dann auch noch in den Sockel passen und funktionsfähig sein, gibt es in Folge eines Hitzestaus eine ziemliche Sauerei. Wir hatten das einige Male gesehen, wenn CPU-Kühler mitsamt der Schutzfolie für ihre Bodenplatte auf einer CPU verbaut wurden. Aber auch das lässt sich noch steigern: Aktuell sind Fälschungen im Umlauf, die tatsächlich in die beworbenen Sockel passen, aber nur aus der Platine und dem Hitzeblech bestehen. Dazwischen fehlt der Chip, also die eigentliche CPU!

Sogar RMA-Austausch über Intel versucht
Der Gipfel der Dreistigkeit wurde zuletzt erreicht, als Händler gefälschte Prozessoren ohne jegliches Innenleben zum Garantieaustausch an Intel China schickten. Laut Intel sehen die Fälschungen täuschend echt aus und werden aktuell in großer Zahl in den Markt gedrückt. Das lohnt sich, denn Intel selbst kann den Bedarf gerade so decken, so dass die Fälschungen nicht einmal zu Spottpreisen platziert werden müssen. Intel geht rechtlich gegen die beteiligten Händler vor, doch die chinesischen Behörden haben jahrelanges Training darin, solche Betrüger zu ignorieren.

Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]