Arbeitsspeicher: Der Preisverfall geht ungebremst weiter
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Arbeitsspeicher: Der Preisverfall geht ungebremst weiter

Meldung von doelf, Donnerstag der 09.05.2019, 20:09:05 Uhr

Die Preise für Arbeitsspeicher sind am DRAM-Spot-Markt in Taiwan binnen Monatsfrist abermals um bis zu 16 Prozent gefallen und wieder waren die DDR4-Chips mit 8Gb Speicherkapazität besonders stark unter Druck. Aber auch für die ohnehin sehr günstigen DDR3-Chips ging es nochmal 15,5 Prozent nach unten.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 3,793 US-Dollar auf den Tisch legen. Binnen Monatsfrist ist dieser Kurs um 16,34 Prozent abgestürzt, nachdem er bereits im Vormonat um 16,85 Prozent eingebrochen war. Der Preisverfall hatte sich zuvor immer stärker beschleunigt (März: -8,23%; Februar: -6,45%; Januar: -4,57%; Dezember: -3,72%), so dass wir im Vergleich zu Mai 2018 einen Preisverfall um 57,29 Prozent sehen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 2,159 US-Dollar. Im Laufe der vergangenen vier Wochen hat dieser Kurs nur um 7,81 Prozent nachgegeben, nachdem er zwischen März und April um 15,6 Prozent gefallen war. Der Preisverfall war hier stets geringer (März: -7,72%; Februar: -0,43%; Januar: -2,49%; Dezember: -3,01%) als bei den 8Gb-Chips und der Vergleich mit Mai 2018 offenbart einen Kursrückgang um "nur" 47,86 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,623 US-Dollar gezahlt. Hier hat sich der Kursrutsch nach 9,9 Prozent von März auf April wieder beschleunigt und liegt nun bei 15,51 Prozent. Auch diese Chips haben über die vergangenen Monate kräftig an Wert verloren (März: -11,94%; Februar: -5,80%; Januar: -5,34%; Dezember: -5,86%) und kosten heute 51,90 Prozent weniger als vor zwölf Monaten. Zudem gibt es hier die meisten GiB pro Euro.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1194 US-Dollar wert und notierte damit um 0,33 Prozent schwächer als Anfang April. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 5,66 Prozent eingebüßt, was den Preisvorteil etwas schmälert.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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