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Arbeitsspeicher: COVID-19 bremst Preisanstieg

Meldung von doelf, Freitag der 03.04.2020, 14:57:53 Uhr

Nachdem uns 2019, abgesehen von einem kurzen Anstieg im Juli, stetig fallende DRAM-Preise gebracht hatte, startete das erste Quartal von 2020 mit saftigen Aufschlägen von rund 30 Prozent. Der COVID-19-Ausbruch hat diesen Trend im März gestoppt, denn während für das Home-Office neue PCs gekauft wurden, legten viele Firmen ihre IT-Bestellungen aufgrund der ungewissen Wirtschaftslage erst einmal auf Eis.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8 musste man heute 3,637 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Anstieg um 2,08 Prozent seit Anfang März 2020 entspricht. Nach Aufschlägen von 12,56, 11,03 und 3,79 Prozent in den drei Vormonaten hat sich die Teuerung allerdings weiter verlangsamt. Der aktuelle Kurs liegt um 32,40 Prozent über dem Tiefstand von Anfang Dezember 2019, zugleich aber auch um 19,78 Prozent unter dem Preis, der noch vor einem Jahr verlangt worden war.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 2,117 US-Dollar. Nach Aufschlägen von 9,00, 16,17 und 6,43 Prozent zwischen Januar und März 2020 bedeutet dies einen Rückgang um 4,51 Prozent. Viele Käufer waren aufgrund der steigenden Kurse auf die kleineren Chips ausgewichen, doch deren Preise wurden immer unattraktiver. Die 4Gb-DDR4-Chips kosten derzeit 28,69 Prozent mehr als Anfang Dezember 2019, liegen aber noch um 9,61 Prozent unter dem Preis von April 2019.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,770 US-Dollar gezahlt, was einem Preisrutsch um 9,28 Prozent entspricht. Bei den DDR3-Chips hatte sich der Kursanstieg zwischen Januar und März 2020 immer weiter beschleunigt (6,39%, 9,39% und 11,61%), weshalb man diesen Einbruch als Trendwende interpretieren darf. Zieht man den Tiefstand von Dezember 2019 heran, beläuft sich der Aufschlag auf 17,84 Prozent. Die Chips sind aber um 7,86 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,0856 US-Dollar wert und notierte damit um 2,50 Prozent schwächer als Anfang März 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 3,11 Prozent eingebüßt. Solange die Corana-Krise anhält, erwarten wir einen negativen Einfluss auf das Konsumverhalten und somit auch volle DRAM-Lager. Und volle Lager bedeuten fallende Preise.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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