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Arbeitsspeicher wird wieder billiger

Meldung von doelf, Samstag der 02.05.2020, 17:38:54 Uhr

Nachdem uns 2019, abgesehen von einem kurzen Anstieg im Juli, stetig fallende DRAM-Preise gebracht hatte, startete das erste Quartal von 2020 mit saftigen Aufschlägen von rund 30 Prozent. Doch der COVID-19-Ausbruch hatte im März für eine Trendwende gesorgt, die sich im Laufe des April verfestigen konnte: Der Arbeitsspeicher wird wieder billiger!

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man am Donnerstag - am 1. Mai war der Handel wegen des Feiertags geschlossen - 3,320 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Preisrutsch von 8,72 Prozent binnen Monatsfrist entspricht. Nach sich abschwächenden Aufschlägen von 12,56, 11,03, 3,79, und 2,08 Prozent in den Vormonaten scheint die Kehrtwende nun vollzogen zu sein. Der aktuelle Kurs liegt um 20,86 Prozent über dem Tiefstand von Anfang Dezember 2019, zugleich aber auch um 12,47 Prozent unter dem Preis, der noch vor einem Jahr verlangt worden war.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,980 US-Dollar. Bei diesen Chips hatten wir schon Anfang April einen Rückgang um 4,51 Prozent notiert, diesmal ist der Kurs um weitere 6,47 Prozent gefallen. Viele Käufer waren aufgrund der steigenden Kurse auf die kleineren Chips ausgewichen, doch deren Preise wurden zunehmend unattraktiver. Die 4Gb-DDR4-Chips kosten derzeit 20,36 Prozent mehr als Anfang Dezember 2019, liegen aber noch um 8,33 Prozent unter dem Preis von Mai 2019.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,665 US-Dollar gezahlt, was einem Preisrückgang um 5,93 Prozent entspricht. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (6,39%, 9,39% und 11,61%), war es Anfang April zu einem Einbruch um 9,28 Prozent gekommen. Zieht man den Tiefstand von Dezember 2019 heran, beläuft sich der Aufschlag auf 10,85 Prozent. Die Chips sind zudem um 2,59 Prozent teurer als im Vorjahresmonat.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1065 US-Dollar wert und notierte damit um 1,93 Prozent stärker als Anfang April 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 1,20 Prozent eingebüßt. Solange die Corana-Krise anhält, erwarten wir einen negativen Einfluss auf das Konsumverhalten und somit auch volle DRAM-Lager. Und volle Lager bedeuten fallende Preise.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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