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LibreOffice 7.0.1 ist fertig

Meldung von doelf, Donnerstag der 03.09.2020, 15:24:12 Uhr

LibreOffice 7.0 wurde diesen Monat fertiggestellt, doch der große Versionssprung hat leider auch etliche Probleme im Schlepptau. Erste Korrekturen bringt das soeben für Windows, macOS und Linux freigegebene Update auf die Version 7.0.1. Dieses entspricht dem zweiten Veröffentlichungskandidaten Bit für Bit und wer diesen bereits verwendet, muss die Installationspakete nicht erneut herunterladen.

Nachdem wir in der Generation 6 jeden Beta-Test mitgemacht hatten, erwies sich LibreOffice 7.0 zwischen Mai und Juli als ziemlich wackelige Angelegenheit. Immer wieder gab es Fehler, Ungereimtheiten und Abstürze, die jeden Gedanken an einen Produktiveinsatz zunichte machten. Mit den Veröffentlichungskandidaten wurde es etwas besser, doch selbst die finale Fassung weist noch einige offensichtliche Macken auf. Beispielsweise kann man Lesezeichen in LibreOffice 7.0 weder inline noch über den Lesezeichendialog löschen. In LibreOffice 7.0.1 wurde zumindest das Inline-Löschen repariert, doch im Lesezeichendialog ist die Schaltfläche Löschen nach wie vor inaktiv.

Lesezeichen löschen schwer gemacht

Gerade dieses Problem verwundert, schließlich hatten die Entwickler einen Schreibschutz für Lesezeichen als Neuerung eingeführt. Und da hätten wir schon erwartet, dass jemand prüft, ob dieser sich auch wieder lösen lässt. Andere Bugs sind weniger offensichtlich: Beim Speichern von .DOCX-Dokumenten im .ODT-Format gingen alle Bilder verloren, sofern man die Änderungsverfolgung versteckte. Auch dies wurde gerichtet. Im Gegensatz zum ersten Release Candidate lässt sich das finale LibreOffice 7.0.1 nicht nur ohne Fehlermeldung installieren, sondern im Anschluss auch starten. Eine kleine Rechtschreibschwäche ist derweil geblieben: Geht doch etwas schief, kann man versuchen die Installation zu Raparieren.

Raparier das bitte mal!

Insgesamt umfasst dieses Update 79 Korrekturen, darunter 15 Maßnahmen gegen potentielle Absturzursachen. So neigt die Bürosoftware beim Rückgängigmachen von Aktionen, insbesondere dem Einfügen von Tabellen oder Sektionen, zu Instabilitäten. Auch wenn Rückgängig und Wiederherstellen aufeinanderfolgen wird es riskant. Das Verbinden horizontaler Tabellenzellen lässt die Textverarbeitung Writer abfliegen (nur GTK3), vor dem Aufruf der Druckvorschau sollte man lieber abspeichern und selbst ein Klick auf den Menüeintrag Über LibreOffice wird zuweilen mit einem Crash quittiert. Gleiches gilt für Doppelklicks auf Schriftarten in der Design-Seitenleiste oder beim Öffnen der 3D-Ansicht für ein Diagramm.

Probleme mit MS-Office-Dokumenten

Eigentlich sollte LibreOffice 7.0 die Kompatibilität zu Microsofts Dateiformaten verbessern, doch unsere ersten Versuche verliefen enttäuschend. Mit LibreOffice 7.0.1 sieht es ein wenig besser aus: 14 Probleme mit .DOCX-Dokumenten, drei Fehler beim Verarbeiten von .PPTX-Präsentationen und ein Bug beim Speichern von .XLSX-Tabellen wurden behoben. Dennoch kann man nicht behaupten, dass das Layout erhalten bleibt. Wer LibreOffice im Produktiveinsatz verwendet, sollte vorerst bei der Generation 6.4 bleiben. LibreOffice 7.0 dürfte noch zwei, drei Updates benötigen, bis der Großteil der Schnitzer beseitigt ist. Dabei bietet LibreOffice 7.0 durchaus interessante Neuerungen.

Download:

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