MSI GTX 1070 Ti Gaming

Linux Mint 18.3 (Sylvia) ist fertig

reported by doelf, Mittwoch der 29.11.2017, 13:20:36 Uhr

Die Linux-Distribution Mint 18.3 (Sylvia) liegt in den beiden Geschmacksrichtungen Cinnamon und MATE zum Download bereit. Bei Linux Mint 18.3 handelt es sich, genau wie beim zugrunde liegenden Ubuntu 16.04, um eine Version mit Langzeitunterstützung (Long Term Support), die bis ins Jahr 2021 mit Updates versorgt werden soll.

Bild

Neuer Software Manager mit Flatpak-Unterstützung
Beide Varianten machen den Sprung auf den Linux-Kernel 4.10.0-38 nebst Firmware-Paket 1.157.13. Während die Desktop-Umgebung Cinnamon auf die Version 3.6 (bisher 3.4) aktualisiert wurde, bleibt es bei MATE 1.18. Als Star von Linux Mint 18.3 bezeichnen die Entwickler den neuen Software Manager. Einst eine wichtige Innovation dieser Distribution, hatte der Software Manager zuletzt etwas Staub angesetzt. Daher gab es eine optische Überarbeitung inklusive der Portierung auf GTK3. Die neue Version läuft im User-Mode, so dass erst bei der Installation oder Entfernung eines Softwarepakets das Passwort benötigt wird. Beliebte Applikationen wie Spotify, WhatsApp, Skype, Google Earth, Steam oder Minecraft finden sich als Empfehlungen nun gleich auf der Startseite. Dass der neue Software Manager dreimal schneller startet, könnte am Verzicht auf Webkit liegen. Hinzugekommen ist auch eine Flatpak-Unterstützung. Flatpak ermöglicht die Verwendung von Software, die nicht mit der laufenden Version von Linux Mint kompatibel ist. Diese Programme oder Spiele werden isoliert in einer eigenen Umgebung ausgeführt, lassen sich aber ebenso komfortabel wie andere Applikationen über den Software-Manager installieren.

Bild

Backup Tool, Timeshift und weitere Neuerungen
Beinahe vollständig neu geschrieben wurde auch das Backup Tool. Dieses sichert das Benutzerverzeichnis in einem TAR-Archiv und kann die Daten auch wiederherstellen. Weiterhin ist es möglich, eine Liste der installierten Software zu speichern. Die Software läuft ebenfalls im User-Mode ohne Passworteingabe und profitiert in Hinblick auf die Geschwindigkeit insbesondere beim Packen vom neuen Code. Als Ergänzung zum Backup Tool kümmert sich Timeshift um die Sicherung des Betriebssystems. Über System-Snapshots kann man so leicht zu früheren Systemzuständen zurückkehren - auch zu älteren Mint-Versionen. Mit System Reports gibt es ein neues Werkzeug zur Fehleranalyse, es liefert wertvolle Informationen über Software-Abstürze sowie Hardware- oder Treibeprobleme. Für letztere soll System Reports auch konkrete Lösungsvorschläge und bekannte Workarounds präsentieren. Neue Optionen für den Anmeldebildschirm ermöglichen die automatische Anmeldung, Redshift passt die Farbwiedergabe des Bildschirms an die Tageszeit an und die integrierte Rechtschreibprüfung wurde für die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Russisch verbessert.

Bild

Neu in Cinnamon 3.6
Cinnamon 3.6 ermöglicht die Verwendung von GNOME Online Accounts, über die sich Dienste wie Google Drive und OwnCloud im Dateimanager Nemo einbinden lassen. Nemo-Erweiterungen können direkt über den Plugins-Dialog konfiguriert werden, sofern sie die hierzu benötigten Daten übergeben. Standardmäßig kommt für Touch-Pads nun der Treiber Libinput (xserver-xorg-input-libinput) zum Einsatz, bisher wurde der Treiber von Synaptics verwendet. Auf diesen fällt Mint Cinnamon auch zurück, wenn Libinput entfernt wird. Komplett überarbeitet wurde die Konfiguration von Cinnamon Spices, die neben Themen auch Erweiterungen, Applets und Desklets umfassen. Größe (25%, 33% oder 50% der Anzeigefläche) und Position (oben oder unten) der Bildschirmtastatur lassen sich neuerdings konfigurieren, zudem soll das dynamische Einblenden beim Fokussieren von Eingabefeldern (AT-SPI) zuverlässiger funktionieren. HiDPI, also die Unterstützung hochauflösender Displays, ist erstmals standardmäßig aktiviert. Hierfür wurden der Software Manager und Software Sources nach GTK3 portiert. Über LibXapp können Applikationen dem Windows-Manager ihren Arbeitsfortschritt melden, damit dieser visualisiert werden kann. In Cinnamons Eingabefelder lassen sich Texte durch einen Klick auf die mittlere Maustaste einfügen, das Netzwerk-Applet hat eine Schaltfläche zum Aktualisieren der verfügbaren WLAN-Netze erhalten und die Fensterliste berücksichtigt ab sofort auch andere Arbeitsbereiche. Natürlich beseitigt Cinnamon 3.6 auch zahlreiche Fehler, bringt optischen Feinschliff und Leistungsgewinne sowie eine Vervollständigung für eine Vielzahl von Übersetzungen.

Download: Linux Mint 18.3 (Sylvia)

Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]