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Windows 10 November 2019 Update (Version 1909) ist da

Meldung von doelf, Freitag der 15.11.2019, 17:41:49 Uhr

Das Windows 10 November 2019 Update (Version 1909) ist verfügbar, sofern man danach sucht. Und es ist auch blitzschnell installiert, sofern auf dem PC die Version 1903 läuft und sich die monatlichen Updates auf dem aktuellen Stand (November 2019) befinden. Und es macht auch nichts kaputt, da Microsoft den Unterbau weitgehend unangetastet lässt und sich auf Fehlerkorrekturen beschränkt hat.

Windows 10 Updates: Ein problematisches Thema
Bei früheren Versionssprüngen hatte uns Windows 10 regelmäßig damit genervt, dass das vorhandene Betriebssystem wie bei Mobilgeräten komplett ersetzt wurde. Dateien, Programme und Einstellungen sollten dabei übernommen werden, doch das funktionierte häufig suboptimal. So wurden vom Benutzer bewusst abgeschaltete Funktionen wie der Schnellstart (verursacht Datenverluste bei der Nutzung unterschiedlicher Betriebssysteme sowie Abstürze aufgrund inkompatibler Hardware) oder das Einspielen von Treiber-Updates über das System (insbesondere bei älterer Hardware landeten immer wieder falsche oder funktionell stark eingeschränkte Treiber auf dem PC) regelmäßig reaktiviert und damit längst umschiffte Fehler wiederbelebt. Darüber hinaus gab es immer wieder Probleme mit bestimmten Programmen sowie Datenverluste, wenn der Nutzer es gewagt hatte, einen vom System vordefinierten Ordner mit den vom System zur Verfügung gestellten Werkzeugen zu verschieben. Benutzer mit langsamer Internetverbindung (bei mir zu Hause unglaubliche 2 Mbit/s) durften zudem über die GiB-großen Downloads fluchen.

Diesmal läuft alles kurz und schmerzlos
Der Schritt von Windows 10 Version 1903 zur Version 1909 verzichtet auf das Einspielen eines neuen Betriebssystems, stattdessen wird nur ein winziger Patch installiert. Dies funktioniert, weil sich die Änderungen längst auf dem PC befinden - Microsoft hatte sie mit den monatlichen Updates heruntergeladen und muss diese jetzt nur noch aktivieren. Es folgt ein Neustart und die heimische Installation hat den Stand 1909 erreicht. Aktuell sehen Microsofts Planungen vor, neue Betriebssystemversionen beim Frühjahrs-Update als Komplettpaket auszuliefern. Dieser Frühjahrsputz befreit den PC von Altlasten und Datenmüll, nimmt größere Änderungen vor und spielt neue Funktionen ein. Künftige Herbst-Updates sollen indes mehr dem Feinschliff dienen und wie diesmal als simple Update-Pakete dargereicht werden. Diese Strategie erscheint uns sinnvoll und sollte Microsoft dabei helfen, den Update-Frust der vergangenen Monate zu bekämpfen.

Vorerst keine automatische Installation
Hinzu kommt, dass Microsoft die Version 1909 bisher nicht automatisch installiert. Selbst wenn man die "Einstellungen" öffnet und unter "Update und Sicherheit" eine Update-Suche anstößt, meldet Windows 10 lediglich die Verfügbarkeit des November 2019 Updates als "Optionales Update". Erst wenn der Benutzer auf "Jetzt herunterladen und installieren" klickt, beginnt der Update-Prozess. Man bekommt die neue Version somit nicht aufgezwungen und auch nicht unfreiwillig untergeschoben, sondern kann sich ganz entspannt zurücklehnen und etwaige Berichte über Fehler und Probleme abwarten.

Windows 10 November 2019 Update

Wir haben die Version 1909 bisher auf einem Ryzen-Notebook (Baujahr 2018), einem Laptop mit Intels Haswell (Baujahr 2013) sowie auf zwei alten Desktops mit Intels Lynnfield (2009) und AMDs Phenom II (ebenfalls 2009) installiert und konnten dabei keinerlei Probleme feststellen. Nach einem Neustart ist die Version 1909 aktiv, jedoch haben wir auf keinem System den von anderen Publikationen gezeigten Einrichtungsbildschirm gesehen. Eventuell wird dieser nur angezeigt, wenn ein Microsoft-Konto verwendet wird. Die von uns getesteten Systeme nutzen ausschließlich lokale Benutzerkonten.

Auch als Image-Datei verfügbar
Wer Windows 10 neu aufspielen will oder muss, bekommt die Version 1909 auch als Image-Datei zur Erstellung einer DVD oder eines USB-Mediums. Dies funktioniert über das bekannte Media Creation Tool, auf dessen Webseite Microsoft zwar noch vom "May 2019 Update" spricht, doch der verknüpfte Download verweist bereits auf die aktuelle Version (MediaCreationTool1909.exe).

Die spärlichen Neuerungen
Das Windows 10 November 2019 Update umfasst Änderungen beim Energiemanagement für bestimmte Prozessoren sowie eine neue Rotationsrichtlinie für CPU-Kerne. Microsoft verspricht sich hiervon einen geringeren Energieverbrauch sowie eine höhere Leistung und auch eine bessere Stabilität. Fünf Korrekturen sollen das Arbeiten mit Containern flexibler machen und als Diebstahlschutz wurde die "Windows Defender-Anmelde Informationssperre" für ARM64-Geräte aktiviert. Unternehmen können zudem über die "Windows 10 in S-Modus"-Richtlinie herkömmliche Win32-Apps (Desktop) von Microsoft InTune erlauben. Über die Sprachausgabe und andere Hilfstechnologien kann neuerdings der Status der Fn-Taste abgefragt werden.

Öffnet man das Kalender-Flyout über die Datums- und Zeitanzeige der Task-Leiste, kann man direkt von dort aus neue Termine eintragen. Die Suche im Explorer berücksichtigt nun auch OneDrive-Inhalte und Sprachassistenten von Drittherstellern sollen auf dem Sperrbildschirm funktionieren. Der Klang, welcher auf frisch eingegangene Benachrichtigungen hinweist, lässt sich deaktivieren. Über die Schaltfläche "Benachrichtigungen verwalten" am oberen Rand des Info-Centers gelangt man zur Rubrik "Benachrichtigungen und Aktionen" in den Einstellungen. Um das Burger-Menü in der Startleiste zu erweitern, reicht es den Mauszeiger darüber schweben zu lassen, was uns einen Klick erspart.

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