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AMD: Neuer Treiber bringt VR- und 8K-Optimierungen

reported by doelf, Donnerstag der 06.04.2017, 09:46:29 Uhr

AMDs neuer Grafiktreiber Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.4.1 bringt den Polaris-10-GPUs Unterstützung für Valves "Asynchronous Reprojection" (SteamVR, HTC Vive) und schaltet "Asynchronous Spacewarp" (Oculus Rift) für die R9-Modelle frei. Die 8K-Ausgabe wurde ebenfalls verbessert und AMD hat auch wieder ein paar Fehler korrigiert.

"Asynchronous Spacewarp" (ASW) steht seit der Treiberversion 16.10.1 für die Polaris-10-Modelle Radeon RX 480 und RX 470 zur Verfügung, mit der Version 17.4.1 werden nun auch die Baureihen Radeon R9 Fury, Radeon R9 390 und Radeon R9 290 unterstützt. ASW ist immer aktiv und greift ein, wenn das System nicht mit den Bildern hinterher kommt. Aus dem zuvor gezeigten Bild und den aktuellen Positionsdaten berechnet ASW ein Zwischenbild, was als Füllmaterial verwendet wird, um geringe Frameraten zu verschleiern. Auf diese Weise können 50 statt der geforderten 90 fps ausreichen, um ein Spiel flüssig darzustellen.

Valves Gegenentwurf für SteamVR nennt sich "Asynchronous Reprojection". Bisher war die "Asynchronous Reprojection" Grafikkarten von NVIDIA vorbehalten, mit dem Treiber 17.4.1 bringt AMD nun zumindest Unterstützung für die Modelle Radeon RX 480 und Radeon RX 470. Im Gegensatz zu ASW lässt sich "Asynchronous Reprojection" deaktivieren (unter dem Menüpunkt "Leistung"). Auch bei "Asynchronous Reprojection" wird das vorherige Bild angepasst und nochmals angezeigt. Bisher hatte Valve die Framerate im Falle übersprungener Bilder von 90 auf 45 fps halbiert ("Interleaved Reprojection"), doch damit wirkt die VR-Darstellung weniger flüssig.

Für DisplayPorts der Generation 1.4 hat AMD HBR3 freigeschaltet. HBR3 bezeichnet eine Datenrate von 25,92 GBit/s bei Verwendung von vier Leitungen. Bei verlustfreier Übertragung reicht das für 5.120 x 2.880 Bildpunkte (5K), während mit verlustbehafteten Kompressionsverfahren auch 7.680 x 4.320 Pixel (8K) möglich sind. Für die 8K-Ausgabe mit 30 Hz reicht jetzt ein einzelnes Kabel aus. Werden zwei Kabel verwendet, sind 60 Hz möglich.

Behobene Probleme
Bei der Installation eines neuen Treibers über die Radeon Einstellungen, sollen diese nicht mehr Einfrieren. Weiterhin konnte AMD das Flackern, welches auf einigen FreeSync-Bildschirmen bei der Vollbildanzeige im rahmenlosen Fenster auftritt, beheben. "Tom Clancy's Ghost Recon Wildlands" soll auf Multi-GPU-Konfigurationen keine Leistungsdefizite mehr erleiden und das Abziehen externer XConnect-Grafiklösungen keine Systemhänger mehr verursachen.

Ungelöste Probleme
"Counter-Strike: Global Offensive" und "World of Warcraft" flackern beim ersten Aufruf nach einem Systemstart sofern FreeSync genutzt wird. Beendet man das Spiel und startet es erneut, ist das Flackern verschwunden. Einige Anwendungen leiden weiterhin unter Leistungseinbrüchen, wenn AMD FreeSync für rahmenlose Vollbild-Applikationen genutzt wird. Die Radeon Einstellungen können abstürzen, wenn das Benutzerkonto nach dem Aktivieren bzw. Deaktivieren von AMD CrossFire gewechselt wird. Für einige Spiele gehen Änderungen der Applikationsprofile nach einer Abmeldung des Benutzers oder einem Neustart verloren und der Radeon WattMan übernimmt die Einstellungen für einige Grafikkarten der Baureihe Radeon R9 390 nicht. Auch Radeon ReLive, AMDs hauseigene Alternative zu NVIDIAs ShadowPlay hat noch mit einer handvoll Probleme zu kämpfen.

Unterstützte Hardware
Als stabiler Treiber gilt weiterhin die Version 17.2.1, den neuen Treiber umschreibt AMD hingegen als "Optional". Früher nannte das Unternehmen solche Treiber "Hotfix" und davor "Beta". AMDs Crimson ReLive Edition 17.4.1 unterstützt GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 bzw. Radeon HD 7700M, aber keine APUs. Die AMD Radeon Pro Software Enterprise verbleibt auf dem Versionsstand 17.Q1 vom 26. Januar 2017. Hinsichtlich der Betriebssysteme werden Windows 10 (32/64-Bit), Windows 8.1 (64-Bit) und Windows 7 (32/64-Bit) bedient, wobei es die 32-Bit-Treiber nicht für alle Karten gibt.

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