Neu von MSI

OpenMandriva Lx 3.0.2 ist fertig

reported by doelf, Mittwoch der 21.06.2017, 17:36:33 Uhr

OpenMandriva ist der von der Community entwickelte Nachfolger der kommerziellen Linux-Distribution Mandriva. Das Betriebssystem, welches sich primär an Desktop-Nutzer richtet, wird seit Dezember 2012 unter der Leitung der OpenMandriva Association entwickelt. Seit heute ist die neueste Version OpenMandriva Lx 3.0.2 verfügbar, welche auf dem Kernel 4.11.3 basiert.

Der "Budget Fair Queueing Storage-I/O Scheduler" (BFQ) soll die Schnittstellen beschleunigen und dank "Ultra Kernel Samepage Merging" (UKSM) soll der Arbeitsspeicher effizienter genutzt werden. Neben Xorg 1.19.3 ist auch Wayland 1.12.0 mit an Bord, wobei neben Weston, der Referenzimplementierung des Wayland-Compositors, auch KDE Plasma 5.9.5 "out of box" unterstützt wird. Die Kombination aus Wayland und Plasma sei aber noch experimentell und nicht für den tagtäglichen Einsatz geeignet, merken die Entwickler hierzu an. KDE Plasma 5.9.5 umfasst hier das KDE-Framework 5.33.0, die KDE-Applications 17.04.0 sowie Qt 5.8.0. Falls Plasma für die heimische Hardware zu fordernd sein sollte, bieten sich Xfce4 und LXQt 0.11.0 als leichtgewichtige Alternativen an. LXQt ist der Nachfolger von LXDE, mit dem der Wechsel vom inzwischen veralteten GUI-Toolkit GTK+2 zu Qt5 vollzogen wird. Ein Wechsel auf GTK+3 war für die LXDE-Entwickler nicht in Frage gekommen, da dieses zu hohe Anforderungen an die Hardware stellt.

OpenMandriva hat den Standard-Compiler gewechselt und verwendet nun LLVM/clang 4.0.1 statt GCC. Nach Angaben der Entwickler ist LLVM/clang schneller, benötigt weniger Arbeitsspeicher und erzeugt besseren Objekt-Code. In Hinblick auf die Anwendungen werden LibreOffice 5.3.3, der Media-Player SMPlayer inklusive LAME für die MP3-Unterstützung (die Patente auf MP3 sind kürzlich ausgelaufen) sowie die Webbrowser Qupzilla 2.1.2 (auf Qt5-Basis), Firefox 53.0.2 und Chromium 58.0.3029.110 geboten. Für Spieler gibt es PlayOnLinux und das Steam-Paket kann nachträglich installiert werden. Die Druckerunterstützung wird über Cups 2.1.3 und Ghostscript 9.19 realisiert, die Audio-Ausgabe über ALSA 1.1.4 und Pulseaudio 10.0. Zur Virtualisierung stehen Qemu, Docker und VirtualBox bereit. Mit einigen Grafikkarten von AMD, namentlich genannt wird die Radeon HD 7770, kann es Probleme geben: Wenn man beispielsweise nur einen schwarzen Bildschirm sieht, hilft der Eintrag "xorg.blacklist=ati" in der Kommandozeile von Grub2. Bisher ist OpenMandriva Lx 3.0.2 nur für x86-Architekturen (32 und 64 Bit) erhältlich.

Download: OpenMandriva Lx 3.0.2

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