Neu von MSI

LibreOffice 5.4 ist fertig

reported by doelf, Samstag der 29.07.2017, 15:57:32 Uhr

LibreOffice 5.4 ist fertig und liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Wer bereits den dritten Veröffentlichungskandidaten installiert hat, muss die Installationspakete nicht erneut herunterladen, denn diese sind Bit für Bit identisch. LibreOffice 5.4 beseitigt nicht nur 379 Fehler, sondern bringt auch viele neue Funktionen wie eine bessere Unterstützung für Signaturen, Formatierungshilfen und Pivot-Charts.

Writer:
Die Unterstützung für AutoText, welche bisher auf .dot- und .doc-Dateien beschränkt war, wird mit LibreOffice 5.4 auf .dotx und .dotm ausgeweitet. Im Kontextmenü gibt es die neuen Einträge "Bereich bearbeiten" und "Fuß- und Endnote", welche natürlich nur zur Verfügung stehen, wenn man in einen entsprechenden Bereich klickt. Im Menü "Ansicht" ist unter "Symbolleisten" ein neuer Eintrag namens "Formatierungen (Formatvorlagen)" verfügbar. Passend dazu gibt es den neuen Eintrag "Vorlagen" ganz unten im Kontextmenü.

Listen

Der völlig veraltete Web-Wizard wurde entfernt, der normale HTML-Export ist hiervon nicht betroffen. Über den Menüpunkt "Wasserzeichen" unter "Format" kann man eigene Wasserzeichen erstellen. Diese bestehen aus einem Text in einer beliebigen Schrift, zudem lassen sich Textfarbe, Winkel und Transparenz definieren. Listen, ob mit Aufzählungszeichen oder Nummerierung, bleiben beim Kopieren und Einfügen besser erhalten. Dies gilt für die Aufzählungszeichen sowie für das Einrücken der einzelnen Einträge.

Listen

Calc:
ZellschutzIst in den "Optionen" für "Allgemeine Berechnungen" die Auswahl "Genauigkeit wie angezeigt" aktiv, muss man sich auf deren Umsetzung auch verlassen können. Dies war bisher leider nicht immer der Fall, weshalb hier nachgebessert wurde. Der Benutzer kann die Priorität für die Regeln zur "Bedingten Formatierung" ändern, Calc merkt sich die Einstellungen für den CSV-Export und in der Werkzeugleiste gibt es ein Vorhängeschloss-Symbol, mit dem sich Zellen sperren lassen. Bei geschützten Tabellen ist es neuerdings möglich, Spalten und Zeilen hinzuzufügen und diese auch wieder zu entfernen. Die geschützten Zellen bleiben dabei unangetastet. Ebenfalls neu sind die Möglichkeit, alle Kommentare anzuzeigen, zu verbergen oder zu löschen, sowie die Funktion ROUNDSIG, welche das Runden auf eine vorgegebene Anzahl von Stellen ermöglicht. Calc akzeptiert nun auch negative Jahreszahlen gemäß ISO 8601.

Impress:
Über das Tastaurkürzel Strg + M lassen sich neue Folien einfügen. Wenn man Objekte dupliziert (Umschalten + F3), merkt sich der Eingabedialog die zuvor verwendeten Werte. Zudem lassen sich hier jetzt auch Bruchzahlen für den Drehwinkel eingeben, dabei werden zwei Nachkommastellen berücksichtigt. Der PlaceWare-Exportfilter wurde aus Impress entfernt.

Charts:
Pivot-Charts stehen seit 2014 auf der Wunschliste der LibreOffice-Nutzer, nun sind sie erstmals verfügbar. Während Pivot-Tabellen schon seit langer Zeit unterstützt werden, war bei deren Auswertung in Form von Diagrammen bisher lästige Handarbeit angesagt. Die Einführung von Pivot-Charts beendet dieses Elend, denn jegliche Änderung an einer Pivot-Tabelle wird sofort vom daraus generierten Diagramm übernommen. Die Pivot-Charts werden mit Hilfe eines Assistenten aus vorhandenen Pivot-Tabellen erstellt.

Dateifilter:
Beim .xlsx-Export wurden Probleme mit der Ab- und Aufrundungsfunktion behoben und beim XML-Import wurde die Rowset-Eigenschaft (ADO) ergänzt. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für das Web-Query-Format (.iqy) und es gibt zahlreiche Verbesserungen für Vektorgrafiken des Typs EMF+, welches von zahlreichen Microsoft-Formaten (.doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt) genutzt wird. Zur Anzeige eingefügter PDF-Bilder greift LibreOffice 5.4 auf pdfium zurück und beim PDF-Export aus Writer und Impress heraus werden nun auch verknüpfte sowie eingebettete Videos berücksichtigt.

Signaturen:
Unter Linux kann man ab sofort OpenPGP-Schlüssel zum Signieren von ODF-Dokumenten verwenden und der Status der Signaturen wird generell mit farbigen Informationsleisten visualisiert. Auf diese Weise lässt sich sofort erkennen, ob eine Signatur ungültig oder fehlerhaft ist. Neben RSA- und DSA-Schlüsseln unterstützt LibreOffice nun auch ECDSA - allerdings nur unter Linux und macOS. Das dort verwendete NSS-Backend hat hierfür Korrekturen erhalten, während CryptoAPI unter Windows mit ECDSA nach wie vor rein gar nichts anfangen kann.

Weitere Änderungen:
Nach Rücksprache mit den Benutzern wurde die Standard-Farbpalette überarbeitet. Gestrichen wurde die Unterstützung für Mac OS X 10.8, neue Mindestanforderung für Mac-Nutzer ist somit die Version 10.9. Bei den Sprachen sind Mandschurisch und das damit verwandte Xibenisch hinzugekommen.

Download: LibreOffice 5.4

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