Neu von MSI

Beta: WLAN-Mesh für die FRITZ!Box

reported by doelf, Mittwoch der 28.06.2017, 22:45:08 Uhr

Mesh bedeutet Gitter oder Masche und ist der neueste Hype im Bereich der kabellosen Netzwerke. Und während immer mehr Anbieter spezielle Mesh-Router samt Verteilerknoten auf den Markt bringen, rüstet AVM seine FRITZ!Boxen und Repeater mit Mesh-Funktionalität nach. Aktuell befindet sich die Software allerdings noch im Beta-Test.

Wozu braucht man überhaupt ein Mesh-Netzwerk, wenn man die Reichweite wesentlich preiswerter über traditionelle Repeater ausbauen kann? Nun, gegen den Repeater sprechen mehrere Punkte: Zum einen ist die Konfiguration bei vielen Repeatern ein Krampf und zum anderen muss ihr Standort sehr sorgfältig gewählt werden. Steht der Repeater zu weit vom Router weg, ist das Signal zwischen Router und Repeater schwach und die Übertragung damit langsam. Hinzu kommt, dass der Repeater einerseits die Signale vom Router empfangen und andererseits die Daten der mit ihm verbundenen Geräte an den Router weiterleiten muss. Auch das mindert den Datendurchsatz. Dennoch: Für kleinere Wohnungen oder Häuser reicht die Kombination aus Router und Repeater oftmals aus, wobei die Datenrate von Raum zu Raum schwanken wird.

Eine Mesh-Konfiguration verspricht hingegen ein besonders engmaschiges WLAN-Netz, welches an allen Stelle die bestmögliche Empfangsqualität bietet und das die Wege der Daten optimiert. Die tatsächliche Abdeckung der Mesh-Netze hängt von der Zahl der Knoten- bzw. Zugangspunkte ab und je dichter man das Netz spannt, desto teurer wird die Anschaffung. Und natürlich stellt sich auch bei Mesh-Lösungen die Frage, wie die einzelnen Knoten miteinander kommunizieren. Gibt es ein zusätzliches Funkmodul oder eine Power-LAN-Brücke? Oder handelt es sich letztendlich doch nur um aufgebrezelte Repeater zu deutlich höheren Preisen? Die aktuell am Markt befindlichen Mesh-Lösungen gehen da genauso unterschiedlich vor, wie sich ihre Preise spannen. Alle teilen sich indes das Versprechen einer besonders einfachen Konfiguration für das gesamte WLAN-Netz.

Bei AVM ist die Kopplung mehrerer FRITZ!Boxen schon lange möglich und auch gut dokumentiert. Die verknüpften Router bieten einen gemeinsamen Hauptzugang mit identischer SSID (der Name des WLAN-Netzes) und identischen Passwort, so dass die Übergabe zwischen den Routern in der Regel sauber funktioniert. Gleiches gilt für den gemeinsamen Gastzugang. Auch die Nachtschaltung, die automatische Kanalwahl und das Bandsteering zur Nutzung des optimalen WLAN-Bands hatte AVM bereits in seine Router-Firmware integriert. Zu den Neuerungen der nun veröffentlichten Beta-Firmware (FRITZ! Labor) gehören eine optimierte WLAN-Leistung für den Mesh-Betrieb sowie eine grafische Mesh-Übersicht. Zudem kann man die Beta-Firmware nun auch ohne Klimmzüge auf die kompatiblen Repeater von AVM aufspielen, um diese ebenfalls ins Mesh zu holen.

Die Beta-Firmware mit Mesh-Unterstützung ist für drei Router, die FRITZ!Boxen 7490, 7580 und 7590, erhältlich. Wurden die Router aktualisiert, kann man die Beta-Firmware in einem zweiten Schritt auch auf den FRITZ!WLAN Repeater 1750E und den FRITZ!Powerline 1240E aufspielen. Da es sich bei FRITZ! Labor um eine Firmware im Beta-Test handelt, ist Vorsicht geboten. Beta-Firmware ist noch nicht ausgereift und kann Probleme verursachen, weshalb man von einem Einsatz in Produktivumgebungen absehen sollte.

Download: FRITZ! Labor für WLAN Mesh

Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]