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Neustart: Der Firefox 57.0 ist da!

reported by doelf, Montag der 13.11.2017, 16:46:42 Uhr

Mit der Version 57 (Beiname: Quantum) wagt Mozilla den Neustart beim Firefox: Basierend auf der Multi-Prozess-Engine Quantum läuft der neue Feuerfuchs deutlich schneller und stabiler, wirft hierzu aber auch alte Erweiterungen über Bord. Es gibt auch ein neues Design und ein neues Theme-System, welche den Entwicklungssprung visuell aufbereiten.

Nach dem Start des Firefox 57 fällt zunächst das Photon-Design (siehe Bildschirmfoto) auf, welches dem Webbrowser eine neue, reduzierte Optik bringt, ohne dabei das grundlegende Bedienkonzept zu verändern. Die auffälligste Neuerung ist das komplett überarbeitete Menü, welches statt auf große Symbole nun auf eine textliche Auflistung setzt. Diese neue Menüdarstellung ist viel übersichtlicher, aber weniger für Touch-Eingaben geeignet. Die Icons für "Neu laden" und "Startseite" wurden nach links zwischen die Navigationspfeile und die Adressleiste verlagert, es gibt aber weiterhin getrennte Adress- und Suchfelder.

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Auf den zweiten Blick wird man feststellen, dass viele ältere Add-ons deaktiviert wurden. Ein besonders prominentes Opfer ist in unserem Fall NoScript (siehe Bildschirmfoto), doch auch etliche Video-Downloader sind betroffen. Ab dem Firefox 57 sind einzig Erweiterungen des Typs WebExtension erlaubt, denn diese verwenden eine klar definierte Schnittstelle, während ältere Add-on-Varianten uneingeschränkten Zugriff auf alle Teile des Firefox hatten und somit ein Risiko für dessen Sicherheit und Stabilität darstellen können. Das Hauptproblem ist allerdings die neue Multiprozess-Architektur, deren breite Einführung von den alten Add-ons ausgebremst wird. Ein klarer Schnitt ist folglich notwendig.

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Nachdem der Quantum-Compositor im April 2017 den Anfang gemacht hatte, ziehen weitere Bestandteile der Next-Generation-Engine Quantum in den Firefox ein: Das Quantum-DOM (DOM = Document Object Model) soll die von Hintergrund-Tabs generierte Last vermindern und den Firefox reaktionsschneller machen, während das neue CSS-System stärker mit Parallelisierung arbeitet. Für den größten Leistungsschub sorgt allerdings der neue Renderer, welcher viel stärker auf den Grafikchip setzt. Hierbei dürfte spannend sein, ob die Akkulaufzeiten mobiler Geräte von der Verlagerung der Last von der CPU auf die GPU tatsächlich profitieren können.

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Abseits der Quantum-Engine hat der Firefox den Umgang mit Zeit- und Datumseingaben gelernt (siehe Bildschirmfoto) und asynchrones Autoscrolling sorgt jetzt immer für ein flüssiges Bildschirmrollen (wie bei Verwendung eines Mausrads). Unter Linux wird strengeres Sandboxing (Level 3) unterstützt und das Drücken der mittleren Maustaste auf Seiteninhalte springt nicht mehr standardmäßig zu den URLs. Die Schaltfläche zum Teilen von Inhalten (Papierflugzeug) wurde entfernt, kann aber über die Erweiterung "Share Backported" zurückgeholt werden.

Download: Firefox 57 (Quantum)

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