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AMD: Neuer Treiber für "Red Dead: Redemption II"

Meldung von doelf, Mittwoch der 06.11.2019, 16:10:40 Uhr

AMD hat seinen Grafiktreiber Radeon Software Adrenalin 2019 Edition auf die optionale Version 19.11.1 aktualisiert, welche für die PC-Version des Wild-West-Spiels "Red Dead: Redemption II" empfohlen wird. Zudem wurde die Unterstützung für den OpenGL-Nachfolger Vulkan abermals weiter ausgebaut.

Neuerungen für Vulkan
Für Vulkan vermeldet AMD sechs neue Erweiterungen sowie das Feature-Bit "Clustered Subgroup Operations":

  • VK_KHR_timeline_semaphore: Diese Erweiterung führt einen neuen Semaphor-Typ ein, der eine ganzzahlige Nutzlast verwendet, um einen Punkt auf einer Zeitleiste zu identifizieren. Über diese Erweiterung lassen sich der Semaphor sowie der Warte-/Signaloperationen des Hosts und des Geräts abfragen.
  • VK_KHR_shader_clock: Diese Erweiterung ermöglicht es einem Shader, einen in Echtzeit oder monoton inkrementierten Zähler auf Untergruppenebene oder Geräteebene abzufragen.
  • VK_KHR_shader_subgroup_extended_types: Über diese Erweiterung werden uneinheitliche Gruppenoperationen in SPIR-V als 8, 16 bzw. 64 Bit Ganzzahlen oder 16 Bit Gleitkommazahlen sowie entsprechende Vektoren unterstützt.
  • VK_KHR_pipeline_executable_properties: Über diese Erweiterung können Applikationen wie Debugging- und Leistungswerkzeuge Eigenschaften und Statistiken zum Pipeline-Kompilierungsprozess abfragen.
  • VK_KHR_spirv_1_4: Diese Erweiterung ermöglicht die Verwendung von SPIR-V 1.4-Shader-Modulen, die wiederum eine einfachere Übersetzung von Hochsprachen in spirv ermöglichen.
  • VK_EXT_subgroup_size_control: Mit dieser Erweiterung wurde die Möglichkeit zur Steuerung von Untergruppengrößen implementiert, indem sie eine variierende Untergruppengröße zulässt und auch eine erforderliche Untergruppengröße definiert. Zudem wurde die optionale Funktion zum Zulassen vollständiger Berechnungsuntergruppen aktiviert.
  • Clustered Subgroup Operations: Über dieses Feature-Bit können Aufrufe Cluster-Operationen wie add, mul, min, max, and, or, xor zwischen Partitionen einer Untergruppe ausführen. Solche Operationen werden nur innerhalb der Untergruppenaufrufe innerhalb einer Partition ausgeführt.

Behobene Fehler
Das Spiel "The Outer Worlds" konnte beim Aufruf des Inventars abstürzen, auch wurden die Charakter-Modelle dort fehlerhaft angezeigt. Diese Probleme hat AMD ebenso behoben wie eine Limitierung der Framerate auf 60 fps, welche im Zusammenspiel mit bestimmten Vulkan-Spielen auftrat. Der Verbindungsaufbau zum Live-Streaming mit Twitch lässt sich wieder über die Radeon Einstellungen aufrufen und beim OBS-Streaming unterschlägt der AMF-Codec keine Frames mehr.

Ungelöste Probleme
Der Wechsel der HDR-Einstellung ist mit Vorsicht zu genießen, sofern Radeon ReLive aktiviert ist, denn diese Kombination kann das System instabil werden lassen. Wird die Leistungsdatenüberlagerung (Performance Metrics Overlay) genutzt, verursacht deren Anzeige bei bestimmten Spielen und Applikationen ein Flackern. Wird die Überlagerung für Leistungsdaten aktiviert, stimmen die Werte für die VRAM-Auslastung nicht immer. Ist HDR in Windows aktiviert, verursacht der Aufruf der Radeon-Überlagerung zuweilen einen Fokusverlust bei Spielen. Einige Titel werden sogar minimiert.

Werden Spiele in Full-HD-Auflösung (1080p) mit niedrigen Grafikeinstellungen gespielt, fühlt sich die Radeon RX 5700 mitunter unterfordert und gerät ins Stottern. Wenn jemand an einer Radeon RX 5700 mehrere Anzeigegeräte betreibt, zeigt zuweilen keines davon etwas an, nachdem die Grafikkarte aus dem Schlaf- oder Ruhemodus geholt wurde. FreeSync-Displays mit einer Bildwiederholrate von 240 Hz bereiten der Baureihe Radeon RX 5700 ebenfalls Probleme, die sich in Form von Bildhaklern offenbaren. Bleiben noch die erhöhten Speichertaktraten, welche die Radeon VII zuweilen im Leerlauf bzw. bei der Anzeige des Desktops anlegt - ein Bug, der uns seit Monaten begleitet.

Unterstützte Betriebssysteme und Grafiklösungen
Die Radeon Software Adrenalin 2019 Edition 19.11.1 gibt es für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 und 7. Sie unterstützt diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook), dazu kommen die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs sowie die Ryzen-Prozessoren mit Vega-Grafik (Desktop und Notebook). Wer einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss sich mit der Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 begnügen. Für moderne Grafikprozessoren werden allerdings gar keine 32-Bit-Treiber geboten.

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