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Corona-Warn-App: Probleme unter iOS und Android behoben

Meldung von doelf, Donnerstag der 13.08.2020, 14:07:04 Uhr

Mit dem Update der deutschen Corona-Warn-App auf die Version 1.2.0 wurden im Zusammenspiel mit den überarbeiteten Google Play Diensten, welche die ENF-Schnittstelle (Exposure Notification Framework) auf die Version 1.5 bringen, weitere Maßnahmen gegen nonkonformes Energiemanagement auf Android-Smartphones getroffen. Und Apple hat gestern endlich iOS 13.6.1 freigegeben, welches die auf etlichen iPhones seit einem Monat hängende Risiko-Ermittlung repariert.

Android: Corona-Warn-App 1.2.0 hilft gegen exzessives Energiemanagement
Android-Telefone von Herstellern wie Samsung, Huawei und dessen Tochter Honor hatten das Energiemanagement entgegen Googles Vorgaben derart modifiziert, dass Apps nicht mehr dauerhaft im Hintergrund laufen konnten. Auch die Corona-Warn-App wurde ohne Rückfrage geschlossen, so dass es nicht mehr zum Datenabgleich mit dem zentralen Server kam und die Übermittlung der erfassten Kontakte und der bestätigten Infektionen unterblieb. Als erste Maßnahme wurde die App in der Version 1.1.1 vom 23. Juli 2020 mit einer Möglichkeit versehen, die Priorisierte Hintergrundaktivität über einen Schalter in den Einstellungen freizugeben. Apps mit dieser Berechtigung sollten eigentlich nicht mehr vom Betriebssystem geschlossen werden, doch es gab weiterhin Ausnahmen. Um diese kümmert sich die am 10. August 2020 veröffentlichte App-Version 1.2.0, die im Zusammenspiel mit der Programmierschnittstelle Exposure Notification Framework (ENF) 1.5 dafür sorgt, dass die App nach spätestens 24 Stunden neu gestartet wird und somit einmal täglich einen Datenabgleich vornehmen kann. Um die aktuelle ENF-Version zu erhalten, reicht ein Update der Google Play Dienste aus.

iOS 13.6.1 repariert die Risiko-Ermittlung
Mit der Veröffentlichung von iOS 13.6 am 15. Juli 2020 hatte Apple die Risiko-Ermittlung auf etlichen iPhones geschossen. Apples Betriebssystem behauptete fälschlicher Weise, dass Covid-19-Bewegungsaufzeichnungen In deiner Region nicht verfügbar seien. Manche Nutzer konnten das Problem durch eine Neuinstallation der App lösen und ein anderer Ansatz bestand darin, die Bewegungsaufzeichnungen vor dem Update auf iOS 13.6 zu deaktivieren und erst im Anschluss wieder einzuschalten. Das Problem: In beiden Fällen gingen die bereits erfassten Kontaktereignisse verloren. Dies gilt auch für einen Workaround, den Apple zwischenzeitlich veröffentlicht hatte - ein Konfigurationsprofil zum Zurücksetzen der Bewegungsaufzeichnungen. Dieses musste der Nutzer von Hand herunterladen und aufspielen. Obwohl Apple zeitnah eine Lösung erarbeitet hatte, verging ein Monat bis zur Veröffentlichung von iOS 13.6.1 am 12. August 2020. Und in der Zwischenzeit war die Kontaktverfolgung auf den betroffenen Geräten inaktiv.

Corona-Warn-App 1.2.1 behebt Startprobleme unter iOS
Während die Probleme mit dem Energiemanagement unter Android den Smartphone-Herstellern anzulasten sind und Apple die Risiko-Ermittlung beim Update auf iOS 13.6 verbockt hatte, darf man die Startprobleme der App-Version 1.2.0 unter iOS den App-Entwicklern zuweisen. Diese haben jedoch prompt reagiert und bereits einen Tag später (am 12. August 2020) die Corona-Warn-App 1.2.1 für iOS nachgereicht. Man würde sich wünschen, dass Apple, Samsung, Huawei oder Honor eine ähnliche Reaktionsschnelle an den Tag legen würden.

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