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Opera erschwert Angriffe auf Prozessoren

reported by doelf, Dienstag der 23.01.2018, 12:06:46 Uhr

Opera 50.0.2762.67 liegt zum Download bereit und die neue Version des norwegischen Webbrowsers enthält erste Maßnahmen, welche Angriffe auf CPU-Schwachstellen erschweren sollen. Ähnlich wie beim Firefox 57.0.4 setzen auch Operas Entwickler bei der Javascript-Funktion performance.now() an.

Da die Angriffe auf die Spekulative Ausführung (Speculative Execution) nur dann funktionieren, wenn der Angreifer eine genaue Zeitmessung durchführen kann, hatte man bei Mozilla die Schärfe für die Funktion performance.now() von 5 auf 20 Mikrosekunden angehoben. Bei Opera 50.0.2762.67 wurde die Präzision sogar auf 100 Mikrosekunden reduziert und zudem eine gewisse Unschärfe integriert. Den SharedArrayBuffer, der beim Firefox deaktiviert wurde, um einen weiteren Weg für eine genauere Zeitmessung zu versperren, erwähnt Opera nicht. Man plane aber weitere Maßnahmen für Opera 51, erklärt Kornelia Mielczarczyk in ihrem Blog-Beitrag. Darüber hinaus behebt Opera 50.0.2762.67 auch Fehler im Windows-Installer.

Die Neuerungen von Opera 50
Anfang Januar hatte Opera 50.0.2762.45 den weltweit ersten Schutz vor Webseiten, die ohne Erlaubnis mit der Rechenleistung ihrer Besucher nach Kryptowährungen suchen, eingeführt. Hierzu wurde der Werbeblocker um die Option "NoCoin" erweitert. Zugleich bedient Opera den Trend, indem die Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum, Litecoin) in den Währungsrechner integriert wurden. Webseiten können neuerdings ganz einfach als PDF-Dokument abgespeichert werden. Die Möglichkeit, eine Webseite in ein PDF-Dokument zu drucken, gibt es ebenfalls noch. Letztere sorgt für das beste Druckbild, während beim Speichern ein exaktes Abbild des Browser-Inhalts generiert wird. Bei der Verwendung des integrierten VPN-Klienten werden Websuchen wie Google, Bing oder Yandex ausgespart, damit die Suchmaschinen Sprache und Standort berücksichtigen können. Wer das nicht will, kann über eine Suche im Privatmodus die VPN-Nutzung auch für Suchmaschinen erzwingen.

Allerlei Neuerungen gab es im Bereich VR: Operas VR Player unterstützt jetzt die Oculus Rift. Da es im VR-Bereich noch keine Container-Formate gibt, versucht Opera per JavaScript das jeweilige Format automatisch zu erkennen. Ebenfalls praktisch: Eine neue Schaltfläche erleichtert das Verlassen der Virtuellen Realität. Falls die Verarbeitung der Videoformate VP8 und VP9 nicht von der Hardware übernommen wird, greift nun ein Software-Decoder - die Installation zusätzlicher Erweiterungen entfällt. Ebenfalls hinzugekommen sind die Chromecast-Unterstützung, über die man Videos, Tabs oder auch den ganzen Bildschirminhalt übertragen kann. Unter macOS laufen Videos flüssiger, gleichzeitig wurden die CPU-Last und der Speicherbedarf reduziert, was letztendlich auch den Akku schont. Das Kontextmenü der Tabs wurde umsortiert und beim Absturz gehen nicht mehr alle Seiten der laufenden Sitzung verloren. Unter der Haube von Opera 50 steckt Chromium 63.0.3239.108.

Download: Opera 50.0.2762.67

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