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Firefox 70.0.1 behebt drei Probleme

Meldung von doelf, Samstag der 02.11.2019, 13:58:16 Uhr

Das erste Update für den Firefox 70 kümmert sich um drei Probleme, von denen keines sicherheitsrelevant ist. Unter anderem wurde die Version des Video-Codecs OpenH264 für macOS Catalina 10.15 auf die Nummer 1.8.1.1 angehoben, damit dieser neu installiert wird und danach wieder funktionsfähig ist.

Zuvor wurde der Firefox 70.0 zusammen mit OpenH264 1.8.1 ausgeliefert, doch diese Version des Codes war bereits in vorherigen Versionen von Firefox enthalten. Diese hatten allerdings das Quarantäne-Attribut für den Codec nicht entfernt, so dass er von macOS Catalina 10.15 blockiert wurde. Der Firefox 70.0 entfernt das Attribut beim Download, doch damit dies funktioniert, musste zunächst die Versionsnummer des Video-Codecs auf 1.8.1.1 angehoben werden. Ansonsten sind OpenH264 1.8.1 und 1.8.1.1 völlig identisch. Eine weitere Korrektur sorgt dafür, dass die Titelzeile des Browsers im Vollbildmodus nicht mehr verschwindet. Hiervon waren macOS 10.14 und 10.15 betroffen. Der dritte Fehler betrifft LSNG (LocalStorage NextGen) und verhinderte auf einigen Webseiten das dynamische Laden von JavaScript. Als Workaround wurde LSNG deaktiviert.

Werfen wir nun noch einen Blick auf die Änderungen und Verbesserungen, welche der Firefox 70 im Allgemeinen bringt:

Privatsphäre und Sicherheit
Der erweiterte Schutz vor Aktivitätenverfolgung ist beim Firefox nun Standard. Dieser blockiert Skripte zur Aktivitätenverfolgung durch soziale Netzwerke, Cookies zur seitenübergreifenden Aktivitätenverfolgung, Inhalte zur Aktivitätenverfolgung in privaten Fenstern sowie heimliche Digitalwährungsberechner (Krypto-Miner). Zudem zeigt der Firefox nun an, ob eine Webseite den Standort des Benutzers abfragt. Im Firefox 70 wurden 13 Sicherheitslücken geschlossen, von denen einige auch die Version 68 mit Langzeitunterstützung (ESR) betreffen. Diese wurde auf den Stand 68.2 aktualisiert. Als kritisch wurden einige intern gefundene Speicherfehler in den beiden Browser-Ausgaben eingestuft, dazu kommen drei hochgefährliche Schwachstellen, acht von mittlerer Schwere sowie ein vergleichsweise harmloses Problem.

Der neue Baseline-Interpreter
Mit dem Baseline-Interpreter beschleunigt Mozilla die Verarbeitung von JavaScript um zwei bis zehn Prozent und reduziert zugleich den Speicherbedarf ein wenig. JavaScript-lastige Webseiten sollen hierdurch um bis zu acht Prozent schneller laden. In der Pipeline befindet sich der neue Baseline-Interpreter zwischen dem C++ Interpreter und Baseline JIT (Just in Time) und umfasst Elemente seiner beiden Nachbarn. Er führt sämtliche Bytecode-Anweisungen mit einer festen Interpreter-Schleife aus. Darüber hinaus verwendet der Baseline-Interpreter Inline-Caches, um die Leistung zu verbessern und Typinformationen zu erfassen.

Leistungs- und Effizienzverbesserungen
Der neue Compositor namens WebRender, den Mozilla zunächst für Grafiklösungen von NVIDIA und im Anschluss auch für AMDs Grafikchips freigeschaltet hatte, wurde nun auch für Desktop-Systeme mit einer iGPU von Intel in Verbindung mit "geringer Auflösung" (bis zu 1.920 x 1.200 Pixel) aktiviert. WebRender wurde in Mozillas Programmiersprache Rust entwickelt und setzt viel stärker auf den Grafikprozessor, was in erster Linie Geschwindigkeitsvorteile bringt. Ein wesentlich effizienterer Compositor beschleunigt die Seitenladezeiten unter macOS um bis zu 22 Prozent und senkt darüber hinaus den Stromverbrauch deutlich. Beim der Wiedergabe von Videoinhalten konnte der Ressourcen-Verbrauch unter macOS um bis zu 37 Prozent reduziert werden.

Benutzeroberfläche und Bedienung
Die internen Seiten des Firefox beherrschen nun auch den Dark-Mode und die Werkzeugleiste für das Firefox-Konto wurde komplett überarbeitet. Das Firefox-Konto hat ein eigenes Symbol erhalten, welches auch Zugriff auf die Firefox-Dienste Monitor und Send gewährt. Gibt es neue Mitteilungen rund um den Firefox, taucht ein Icon in Form eines Geschenkpaketes in der Symbolleiste auf. Die Übernahme von in Chrome gespeicherten Passwörtern funktioniert nach Windows nun auch unter macOS. Unverschlüsselt über HTTP übertragene Webseiten werden über ein durchgestrichenes Schloss signalisiert, dessen Farbe generell von grün zu grau geändert wurde. Bei unter- bzw. überstrichenem Text werden die Linien vor Glyphen unterbrochen, um die Lesbarkeit zu verbessern.

Für Entwickler
Wenn Entwickler die Barrierefreiheit über die Entwicklertools testen, bezieht diese Prüfung nun auch die Tastatur mit ein. Ist WebRender aktiv, lässt sich auch die Bedienbarkeit bei reduzierter Farbstärke kontrollieren. Der Inspector graut inaktive CSS-Deklarationen aus und informiert per Tooltip darüber, warum dies geschieht. Probleme kann es geben, wenn für eine Eigenschaft eines Themas ein Alias verwendet wurde, da dies nicht mehr unterstützt wird.

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