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Microcode-Updates: Microsoft erweitert Windows-Patch auf ältere CPUs

reported by doelf, Donnerstag der 26.04.2018, 18:14:38 Uhr

Seit Anfang Januar 2018 sind die Meltdown- und Spectre-Angriffe auf Schwachstellen in CPU-Designs bekannt, doch UEFI- bzw. BIOS-Updates für betroffene Computer gibt es bisher kaum. Und diese sind auch nicht notwendig, da auch die Betriebssysteme in der Lage sind, die notwendigen Microcode-Updates nachzuladen. Doch während Linux dies schon seit Wochen tut, hinkt Microsoft noch hinterher. Mit einem neuen Update schützt Windows 10 nun zumindest alle Core-i-Modelle ab dem Jahr 2013.

Seit dem 28. Februar 2018 bietet Microsoft das Update KB4090007, welches die wichtigen Microcode-Updates von Intel enthält, zum Download an. Anfangs unterstützte KB4090007 allerdings nur die Prozessoren der Skylake-Familie (ab 2015). Erst Mitte März wurden auch Microcode-Updates für die Baureihen "Kaby Lake" (ab 2016) und "Coffee Lake" (ab 2017) eingepflegt. Die dritte Überarbeitung des Updates, welche auf den 24. April 2018 datiert, umfasst nun auch Microcode-Updates für Broadwell (ab 2014) und Haswell (ab 2013).

Es bleibt derweil das Problem, dass KB4090007 ausschließlich für Windows 10 Version 1709 (32/64 Bit) erhältlich ist. Microsoft wird das Update sicherlich auch mit Windows 10 Version 1803 ausliefern, doch ältere Windows-Versionen werden vermutlich leer ausgehen. Zudem bleiben CPUs der Baureihen Ivy Bridge (ab 2012), Sandy Bridge (ab 2011), Westmere (ab 2009) und Nehalem (ab 2008) zumindest vorläufig ungeschützt. Dabei ist zu beachten, dass Intel die Entwicklung von Microcode-Updates für einige Modelle, die vor 2011 auf den Markt kamen, eingestellt hat.

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