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Wine 3.0 ist fertig

reported by doelf, Montag der 22.01.2018, 19:48:42 Uhr

Wine, die kostenlose Laufzeitumgebung, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, unter POSIX-kompatiblen Betriebssysteme wie Linux ermöglicht, liegt in der finalen Version 3.0 zum Download bereit. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Unterstützung für Direct3D 10 und 11 sowie ein APK-Paket für Android inklusive Grafik- und Audiotreiber.

Wine 3.0 beherrscht Compute- und Tessellation-Shader sowie einen Großteil der Befehle der Shader-Modelle 4 und 5. Das Zusammenführen mehrerer Threads aus Direct3D-Befehlen zu einem einzelnen Rendering-Thread wird aktuell für eine höhere Genauigkeit genutzt, dient zugleich aber auch als Basis für zukünftige Leistungsoptimierungen. Wer Grafikchips von AMD oder Intel mit den Mesa-OpenGL-Treibern nutzt, muss den Registrierungsschlüssel "MaxVersionGL" nicht mehr setzen, damit Direct3D 10 und 11 genutzt werden. Generell werden mehr Direct3D-kompatible Grafikkarten unterstützt und auch hinsichtlich Direct2D und DirectWrite gibt es etliche Optimierungen.

Komplett neu ist die Möglichkeit, aus Wine ein APK-Paket für Android zu bauen. Dieses verhält sich wie eine normale Android-App und umfasst vollständige Grafik- und Audiotreiber. Aufgrund von Beschränkungen in der Fensterverwaltung von Android läuft Wine dort immer bildschirmfüllend. Eine weitere Einschränkung, die Android vorgibt: Der Grafiktreiber unterstützt nur OpenGL ES statt des vollwertigen OpenGL. Aus diesem Grund gibt es auch noch kein Direct3D, doch das soll sich bis zur nächsten Vollversion ändern.

Standardmäßig läuft Wine 3.0 nicht als Windows XP sondern als Windows 7. Der SafeDllSearchMode ist standardmäßig aktiviert und serielle sowie parallele Schnittstellen werden automatisch erstellt. Dank einer Reduzierung der Server-Aufrufe konnte die asynchrone I/O-Leistung gesteigert werden und die TWAIN-Bibliothek ermöglicht nun die Auswahl des gewünschten Scanners. Diverse Optimierungen wie neue Mauszeiger und überarbeitete Dialoge ermöglichen eine saubere Darstellung auf hochauflösenden Bildschirmen. Eingabegeräte gemäß der USB-HID-Spezifikation werden automatisch erkannt und aktiviert, es gibt AES-Verschlüsselung und die Unterstützung für ARM64 wurde ebenfalls ausgebaut.

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