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Firefox 82.0 und Firefox ESR 78.4.0 sind fertig

Meldung von doelf, Dienstag der 20.10.2020, 18:21:56 Uhr

Mozilla hat den finalen Firefox 82 veröffentlicht und im Gegensatz zur Beta-Version werden jetzt auch einige Änderungen und Verbesserungen genannt. Dieses Update kümmert sich zudem um sieben Sicherheitslücken, von denen vier als hochgradig gefährlich gelten. Zwei Schwachstellen sind von mittlerer Schwere und die siebte ist harmloser Natur. Zeitgleich wurde der Firefox ESR 78.4.0 veröffentlicht.

Verbesserungen rund um Videos
Die Schaltfläche Picture-In-Picture, welche in Videos angezeigt wird, sobald der Mauszeiger über diesen schwebt, hat ein neues Design und eine neue Position im unteren Drittel des rechten Bildrands erhalten. Unter macOS lässt sie sich nun auch mit dem Tastaturkürzel Option + Befehl + Umschalten + Rechte Klammer aufrufen. Unter Windows kommt DirectComposition für die Hardware-basierte Dekodierung von Videos zum Einsatz, was die CPU- und GPU-Nutzung reduziert und somit den Stromverbrauch senkt.

Deutlich kürzere Wartezeiten
Die Ladezeiten von Webseiten, die ein Layout auf Basis der CSS-Eigenschaft Flexbox verwenden, wurden um zwanzig Prozent verkürzt. Auch die Wiederherstellung der vorherigen Sitzung konnten Mozillas Entwickler merklich beschleunigen - die Leistungsgewinne sollen hier bei 17 Prozent liegen. Unter Windows öffnen sich neue Fenster um rund zehn Prozent schneller als bisher und der neue Compositor namens WebRender wurde dort für weitere Grafiklösungen freigegeben.

Optimierungen für Vorlese-Anwendungen
Screenreader-Funktionen, welche Absätze melden, funktionieren in der neuen Version endlich wie gewünscht. Zuvor wurden irrtümlich die Zeilen ausgegeben. Auch die Möglichkeit zum automatischen Eintragen von Kreditkarteninformationen in Formulare lässt sich mit Screenreader-Werkzeugen verwenden, zudem werden Druck-Dialogfehler für ungültige Formulareinträge nun an die Screenreader weitergereicht.

Nur für Entwickler
Die Farbauswahl bei Input-Tags des Typs color lässt sich unter Windows nun auch mit der Tastatur bedienen und das Sandbox-Attribut des Iframe-Elements unterstützt ab sofort Tokens des Typs allow-downloads. Zuvor wurden automatische Downloads in Iframes gar nicht abgefangen. Für Input-Tags des Typs file wurde das Pseudoelement ::file-selector-button hinzugefügt und appearance: button lässt sich nur noch auf Schaltflächen anwenden. Die Pseudoklasse :is() und :where() lassen sich nun auch dann noch verwenden, wenn sich eine ungültige Auswahl in der Auswahlliste befindet. Die proprietäre Pseudoklasse :-moz-user-disabled wurde entfernt, die Media-Session-API ist indes standardmäßig aktiviert.

In den Entwicklerwerkzeugen lassen sich vom Server gesendete Ereignisse mithilfe des Netzwerkmonitors überprüfen, dessen Nachrichtenfenster mit dem Antwortfenster zusammengeführt wurde. Nutzt man Document.execCommand() für verschachtelte bzw. rekursive Aufrufe, erzeugt dies den Wert falsch als Antwort. Wird Element.setPointerCapture() mit einer falschen Zeigerkennung verwendet, kommt als Fehlercode neuerdings NotFoundError statt InvalidPointerId. Um einen Domain-übergreifenden Datenabgriff zu vermeiden, wird die Eigenschaft window.name beim Laden von Webseiten einer anderen Domain mit einer leeren Zeichenkette überschrieben. Bei Rückkehr über die Zurück-Taste wird der ursprüngliche Wert wiederhergestellt. Add-on-Entwickler können mit Hilfe der Methoden tabs.captureTab() und tabs.captureVisibleTab() nun nicht nur den sichtbaren Bereich des gewünschten Tabs erfassen, sondern auch einen rechteckigen Bereich vorgeben.

Wichtig: Die Unterstützung für die macOS-Versionen 10.9, 10.10 und 10.11 wurde beendet, weshalb die Besitzer von älteren Macs zum Firefox 78 ESR wechseln sollten. Über den Firefox 78 ESR werden die Nutzer von macOS 10.9, 10.10 und 10.11 noch ein Jahr lang mit frischen Sicherheits-Updates versorgt.

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