AMD Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 21.4.1 WHQL

Meldung von doelf, Donnerstag der 22.04.2021, 23:45:19 Uhr

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Nach nur einem Monat hat AMD einen neuen WHQL-zertifizierten Grafiktreiber veröffentlicht. Die Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 21.4.1 WHQL kümmert sich nicht nur um diverse Probleme, sondern hat auch einige Neuerungen mit an Bord. Darunter finden sich der Absturzverhinderer Crash Defender, ein neuer Link-Client mit vielen Verbesserungen für Streams und Aufnahmen sowie Überarbeitungen der Radeon Software.

Die Neuerungen
Ein völlig neuer Link-Client für Windows ermöglicht das Streamen von Spielen und des Desktops an andere PCs mit Radeon-Grafik. Über die Funktion Link Game kann man nicht nur zusammen auf einem einzelnen PC spielen, sondern auch gemeinsam PC-Probleme analysieren. Die überarbeitete Streaming-Technologie verbessert die Qualität und senkt die Latenzen, sie unterstützt nun 4k-Streams mit bis zu 144 fps. Ebenfalls neu ist eine automatische Anpassung der Streaming-Qualität an die Bandbreite der Internetverbindung. Die Einstellungen für Streams und Aufnahmen wurden in einem Tab zusammengefasst, ein neuer Streaming-Wizard hilft bei der Ersteinrichtung. Ebenfalls überarbeitet wurde der Szenen-Editor. Wer mehrere Anzeigegeräte verwendet, kann erstmals das für Streams oder Aufzeichnungen zu verwendende Gerät auswählen. Die Eyefinity-Unterstützung wurde auf die Notebook-CPUs der Baureihen Ryzen Mobile 4000 und Mobile 5000 ausgeweitet.

Bei der Installation der Radeon Software besteht neuerdings die Auswahl zwischen einer vollständigen Installation, einer minimalen Variante und der Beschränkung auf den reinen Grafiktreiber. Für neuere Grafikkartenmodelle wurde ein lebhaftes Farbprofil (Vivid) ergänzt und es wurden auch Anpassungen für drei gängige Formen der Farbfehlsichtigkeit hinzugefügt. Die Suchfunktion soll besser funktionieren, Navigationsschaltflächen erleichtern den Wechsel zwischen den Tabs und im Game-Tab finden sich nun statistische Informationen für die Spiele. Ergänzt wurden zudem Schalter zum Aktivieren und Deaktivieren des eingebauten Web-Browsers und aller Tastenkürzel. Im Leistungs-Tuning wurden Messwerte für Prozessoren ergänzt und der Metrik-Tab wurde optisch sowie funktional aufgewertet. Mit dem neuen Crash Defender will AMD Abstürze und Systemhänger unterbinden und für Microsoft PlayReady wurde AV1-Decoding integriert.

Behobene Fehler
AMD konnte endlich ein Helligkeitsflackern in mehreren Spielen beseitigen, welches bei randloser Vollbilddarstellung in Verbindung mit aktiviertem Radeon FreeSync auftrat. Die Kompatibilität zwischen Grafikkarten der Baureihe Radeon RX 6000 und hochauflösenden TV-Geräten mit hoher Bildwiederholrate wurde verbessert und beim Zusammentreffen von Cyberpunk 2077 mit der Leistungsdatenüberlagerung verzichten diese Karten auf eine flackernde Anzeige. SteamVR läuft mit den Radeon-RX-500-Modellen ohne Programmabstürze, Änderungen in der Leistungsoptimierung werden zuverlässiger übernommen und die globalen Leistungseinstellungen überschreiben keine Spiele-spezifischen Profile mehr. CPU-lastige Aufgaben oder Spiele ziehen die Grafikleistung nicht mehr unerwartet deutlich herunter und auch Leistungseinbrüche aufgrund von Radeon Chill konnten behoben werden. Letztere traten auf, wenn sich ein Spiel über längere Zeit im Leerlauf befand.

Ungelöste Probleme
Läuft Cyberpunk 2077 mit Ray-Tracing auf einer Karte der Baureihe Radeon RX 6000, kann es zu Darstellungsfehlern bei den Schatten kommen. Weiterhin leiden diese Modelle unter flackernden Texturen bei den Bäumen in Disco Elysium. Werden Aufnahme oder Streaming genutzt, sollte man kein Anzeigegerät anschließen oder entfernen (Hot-Plugging), da dies zum Absturz der Radeon Software führen kann. Leistungsauswertung und Protokollfunktion melden sinnfreie oder viel zu hohe Taktraten für den Speicher, auch die Temperaturangaben für den Ryzen 5 1600 sind falsch. Ryzen Master kann nicht immer initialisiert werden, manchmal fehlen auch die Schaltflächen zum Ausführen und Herunterladen. Wenn Ryzen Master nach der Treiber-Installation nicht erkannt wird, ist ein Neustart des Systems erforderlich. Dieses Vorgehen hilft auch, wenn Radeon FreeSync nach einem Task-Wechsel aus dem Tritt gerät und Leistungsdefizite verursacht. Zwei weitere Probleme warten schon länger auf eine Lösung: Die Baureihe Radeon RX Vega reagiert zuweilen mit Flackern auf Bildschirme, deren Auflösungen und/oder Bildwiederholraten stark voneinander abweichen, und beim Einsatz von Enhanced Sync ist weiterhin Vorsicht geboten, da diese Option in einigen Kombinationen zu einer schwarzen Anzeige führen kann.

Kompatible Grafiklösungen und Betriebssysteme
AMD bietet diesen Treiber für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 und 7 an, unterstützt werden diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook), dazu kommen die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs und Ryzen-Prozessoren. Wer noch einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss zur Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 greifen.

Download: AMD Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 21.4.1 WHQL

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