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Fast fertig: Firefox 67.0 Finalkandidat 1

Meldung von doelf, Dienstag der 14.05.2019, 10:19:40 Uhr

In sieben Tagen, also am 21. Mai 2019, soll die finale Fassung des Firefox 67.0 veröffentlicht werden. Dazu passend gibt es nun einen ersten Finalkandidaten, der allerdings noch nicht an die Beta-Tester ausgeliefert wird. Ursprünglich hatte Mozilla den Firefox 67 für heute terminiert, doch aufgrund der kürzlichen Add-on-Probleme verzögert sich die Freigabe um eine Woche.

WebRender soll aktiviert werden
Ende 2017 wechselte der stabile Firefox auf die Multi-Prozess-Engine Quantum, verschlankte seine Optik und warf alte Schnittstellen für Erweiterungen über Bord. Der Compositor (Setzer), welche Webseiten für die Anzeige aufbereitet, läuft seither in einem eigenen Prozess. Diese Multi-Prozess-Architektur wurde in den vergangenen Monaten immer weiter ausgebaut und optimiert, was dem Firefox auch gut bekommen ist. Wir haben bei der täglichen Arbeit immer 50 bis 100 Tabs offen, dennoch läuft der Webbrowser zuverlässig und flott. Doch die Entwicklung steht niemals still und so wurde auch der nächste Entwicklungsschritt schon damals vorbereitet und kann seit Mitte 2017 in den Nightly-Versionen des Browsers getestet werden: WebRender.

Bei WebRender handelt es sich um einen komplett neu entwickelten Compositor, der in Mozillas Programmiersprache Rust entstanden ist und dessen Code sich viel stärker auf den Grafikprozessor konzentriert. Man kann diese Lösung am ehesten mit einer 3D-Engine für Spiele vergleichen, von der sich Mozilla nochmals mehr Leistung und Stabilität verspricht. WebRender war auf der experimentellen Servo-Engine entstanden und wird seit 2017 in die Gecko-Engine des Firefox übertragen. In den Beta-Versionen ist WebRender seit Firefox 64 für Desktop-GPUs von NVIDIA unter Windows 10 standardmäßig aktiviert und mit dem Firefox 67.0 soll diese Freigabe für die stabile Windows-Version erfolgen. Abseits von NVIDIA kann man WebRender auf eigenes Risiko über about:config anschalten. Der Schlüssel heißt gfx.webrender.enabled.

Weitere Neuerungen
Tabs kann man neuerdings über das Kontextmenü (rechte Maustaste) anheften. Über die Einstellung "Seitenelemente blockieren" lässt sich die Ausführung von Code, der auf Kosten des Benutzers nach Krypto-Währungen schürft oder zur eindeutigen Identifizierung des Benutzers dient (Fingerprinting), unterbinden. Es gibt ein neues Werkzeugleisten-Menü für das Firefox-Konto, welches den geräteübergreifenden Datenaustausch transparenter machen soll. Hier wird auch das Avatar-Bild des Benutzers angezeigt. Für die Zwei-Faktor-Authentifizierung wird die FIDO-U2F-API freigeschaltet und die Registrierung von Google-Konton ermöglicht.

Die gespeicherten Zugangsdaten sind nun leichter erreichbar: Sie finden sich im Hauptmenü unter "Logins and Passwords", wobei dieser Eintrag bis zur finalen Version noch übersetzt werden dürfte. Insbesondere Entwickler wird es freuen, dass man man nun verschiedene Installationen des Firefox nebeneinander laufen lassen kann. Eher auf normale Nutzer zielt ein Schutz vor der Installation veralteter Versionen, da dies zu Datenverlusten und Stabilitätsproblemen führen kann. Erweiterungen wird der Zugriff auf private Fenster nun standardmäßig verwehrt, was die Sicherheit und den Datenschutz verbessert. Man kann diese Freigabe aber manuell erteilen.

Download: Firefox 67.0 Finalkandidat 1

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