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Firefox 57.0: Dritter Release Candidate verfügbar

reported by doelf, Freitag der 10.11.2017, 14:44:00 Uhr

Mit der Version 57 (Beiname: Quantum) will Mozilla den Firefox Mitte November komplett umkrempeln und sich zu Gunsten der Umstellung auf eine schnelle Multiprozess-Architektur von alten Erweiterungen trennen. Auch ein neues Design, ein neues Theme-System und weitere Bauteile der Quantum-Engine wird der Firefox 57 bringen. Inzwischen ist ein dritter Release Candidate verfügbar.

Nach dem Start des Firefox 57 fällt zunächst das Photon-Design (siehe Bildschirmfoto) auf, welches dem Webbrowser eine neue, reduzierte Optik bringt, ohne dabei das grundlegende Bedienkonzept zu verändern. Die auffälligste Neuerung ist das komplett überarbeitete Menü, welches statt auf große Symbole nun auf eine textliche Auflistung setzt. Diese neue Menüdarstellung ist viel übersichtlicher, aber weniger für Touch-Eingaben geeignet. Die Icons für "Neu laden" und "Startseite" wurden nach links zwischen die Navigationspfeile und die Adressleiste verlagert, es gibt aber weiterhin getrennte Adress- und Suchfelder.

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Auf den zweiten Blick wird man feststellen, dass viele ältere Add-ons deaktiviert wurden. Ein besonders prominentes Opfer war in unserem Fall NoScript (siehe Bildschirmfoto), doch auch die meisten Video-Downloader sind betroffen. Ab dem Firefox 57 sind einzig Erweiterungen des Typs WebExtension erlaubt, denn diese verwenden eine klar definierte Schnittstelle, während ältere Add-on-Varianten uneingeschränkten Zugriff auf alle Teile des Firefox hatten und somit ein Risiko für dessen Sicherheit und Stabilität darstellen können. Das Hauptproblem ist allerdings die neue Multiprozess-Architektur, deren breite Einführung von den alten Add-ons ausgebremst wird. Ein klarer Schnitt ist folglich notwendig.

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Nachdem der Quantum-Compositor im April 2017 den Anfang gemacht hatte, ziehen weitere Bestandteile der Next-Generation-Engine Quantum in den Firefox ein: Das Quantum-DOM (DOM = Document Object Model) soll die von Hintergrund-Tabs generierte Last vermindern und den Firefox reaktionsschneller machen, während das neue CSS-System stärker mit Parallelisierung arbeitet. Für den größten Leistungsschub soll allerdings der neue Renderer sorgen, welcher viel stärker auf den Grafikchip setzt. Hierbei dürfte auch spannend sein, ob von der Verlagerung der Last von der CPU auf die GPU auch die Akkulaufzeiten mobiler Geräte profitieren können.

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Abseits der Quantum-Engine hat der Firefox den Umgang mit Zeit- und Datumseingaben gelernt (siehe Bildschirmfoto) und asynchrones Autoscrolling sorgt jetzt immer für ein flüssiges Bildschirmrollen (wie bei Verwendung eines Mausrads). Unter Linux wird strengeres Sandboxing (Level 3) unterstützt und das Drücken der mittleren Maustaste auf Seiteninhalte springt nicht mehr standardmäßig zu den URLs. Die Schaltfläche zum Teilen von Inhalten (Papierflugzeug) wurde entfernt, kann aber über die Erweiterung "Share Backported" zurückgeholt werden.

Download: Firefox 57 (Quantum) RC 3

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