Neu von MSI

Ubuntu 17.04 (Zesty Zapus) ist fertig

reported by doelf, Sonntag der 16.04.2017, 00:24:18 Uhr

Mit Ubuntu 17.04 (Zesty Zapus) läutet Canonical den Abschied von seiner Benutzeroberfläche Unity ein, denn mit der für 2018 geplanten Version 18.04 LTS wird Ubuntu wieder auf Gnome setzen. Ubuntu 17.04 kann indes keinen verlängerten Support-Zeitraum (LTS) vorweisen, es wird nur bis Januar 2018 mit Updates versorgt werden. All jene, denen das zu kurz ist, sollten bei Ubuntu 16.04 LTS bleiben. Dies gilt auch für 32-Bit PowerPCs, denn diese Plattform wird nicht mehr unterstützt.

Ubuntu 17.04 verwendet einen Kernel der Baureihe 4.10 und verwendet systemd für die Auflösung von DNS-Adressen. Bei neuen Installationen kommt eine Auslagerungsdatei anstatt einer Swap-Partition zum Einsatz. Für Drucker, die IPP Everywhere oder Apple AirPrint unterstützen, werden keine spezifischen Treiber mehr benötigt. Auch einige Modelle, die PDF, Postscript oder PCL beherrschen, können ab jetzt ohne Treiber genutzt werden. Ob die Drucker über USB oder das Netzwerk verbunden sind, spielt dabei keine Rolle. Die Kalender-App von Ubuntu Desktop hat jetzt eine Wochenübersicht, LibreOffice wurde auf die Version 5.3 aktualisiert und die Gnome-Apps sind größtenteils in der Version 3.24 enthalten (Ausnahmen: Nautilus 3.20, Terminal 3.20, Evolution 3.22 und Software 3.22). Beim Ubuntu Server sind Qemu 2.8, Libvirt 2.5, LXD 2.12 (GPU-Passthrough inklusive NVIDIAs CUDA, neue Storage-API), DPDK 16.11.1 und OpenStack Ocata mit an Bord.

Dank des Kernel 4.10 bringt Ubuntu 17.04 auch weitere Optimierungen für AMDs Ryzen und verbessert die Leistung von Intels aktueller Turbo-Boost-Generation. Für Grafiklösungen von NVIDIA gibt es neue Nouveau-DRM-Treiber, die den Grafikchip GP106 (GeForce 1060), Boost-Taktraten, Multi-Stream-Transport über den DisplayPort sowie Atomic-Mode-Setting für Bildschirmausgaben unterstützen. Zudem kann der Treiber die Beleuchtung bestimmter Grafikkarten steuern. Beim AMDGPU-DRM-Treiber wurde die Energieverwaltung verbessert und die Lüfterdrehzahl lässt sich nun über hwmon auslesen. Erstmals werden auch die kommenden Polaris-12-GPUs unterstützt. Intels Grafiktreiber behebt HDMI-Probleme beim Skylake sowie Fehler rund um DisplayPort-Audio. Der VC4-DRM-Treiber des Raspberry Pi hat die Textur-Komprimierung ETC1 und Fragment Shader Threading gelernt und in Freedrenos MSM-DRM-Treiber steckt grundlegende Unterstützung für Qualcomms Grafikkerne der Adreno A500-Serie.

Download:

Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]