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Windows 10 Insider Preview Build 16232 für PC und Build 15228 für Mobile

reported by doelf, Montag der 03.07.2017, 20:22:32 Uhr

Seit ein paar Tagen liegen neue Builds von Windows 10 für Insider im Fast-Ring bereit. Für PCs gibt es den Build 16232 und für Smartphones den Build 15228, wobei die unterschiedlichen Nummern unterstreichen, dass sich die beiden Entwicklungsstände hinsichtlich OneCore immer noch unterscheiden. Alle wesentlichen Neuerungen drehen sich diesmal um das Thema Sicherheit.

Der Mobile-Build 15228
Kommen wir zunächst zum Mobile-Build 15228, denn dieser ist schnell abgehandelt: Benachrichtigungen über eingegangene SMS und Kalendereinträger werden nun wieder an alle Tracker von Fitbit weitergeleitet und die Bluetooth-Anbindung für Wearables von Garmin wurde verbessert. Es konnte vorkommen, dass die Kamera während der Vorschau und Aufnahme einen um 30 Prozent erhöhten Stromverbrauch verursachte. Dieser Bug wurde ebenso beseitigt wie ein Wiedergabefehler beim Abspielen von Videos im Querformat und Abstürze bei Verwendung der Foto-App. Auch generell will Microsoft die Stabilität verbessert haben und berichtet von der Korrektur der häufigsten Absturzursachen. Hatte ein Administrator ActiveSyncCSP zum Bereitstellen von E-Mail-Konten auf Geräten mit Windows 10 Creators Update verwendet, ohne ein gültiges Passwort bereitzustellen, wurde das E-Mail-Konto von Servern mit einer begrenzten Zahl von Anmeldeversuchen ausgesperrt. Dies soll jetzt nicht mehr vorkommen.

PC-Build 16232: Die Sicherheit
Beim Windows 10 Insider Preview Build 16232 geht es, wie eingangs angekündigt, nur um das Thema Sicherheit. Bei Windows 10 Enterprise sorgt der Windows Defender Application Guard (WDAG) dafür, dass Applikationen abgekapselt in sogenannten Sandkisten laufen. Für den Edge-Browser hatte dies bisher den Nachteil, dass Lesezeichen, Cookies und Passwörter am Ende der Sitzung gelöscht wurden. Nun bleiben diese Daten für zukünftige Edge-Sitzungen erhalten (Data Persistence), während der Host auch weiterhin nicht auf sie zugreifen kann. Zur Aktivierung der "Data Persistence" muss eine entsprechende Gruppenrichtlinie erstellt werden, standardmäßig ist diese Option deaktiviert.

Data Persistence

Eine weitere Neuerung ist die "Exploit Protection", welche sich im "Windows Defender Security Center" in der Rubrik "App & Browser" befindet. Sie dient als Nachfolger für die optionale Software "Enhanced Mitigation Experience Toolkit" (EMET), welche unter Profis sehr beliebt ist, von normalen Benutzern aber kaum wahrgenommen wird. Microsoft wird EMET zum 31. Juli 2018 einstellen und dessen Funktionalität in Windows integrieren. Momentan kann man das Laden potentiell gefährlicher Bilder und das Ausführen verdächtiger Funktionen unterbinden. Weiterhin ist es möglich, die Speicherverwürfelung (Address Space Layout Randomization, kurz: ASLR) für Bilder zu erzwingen. Diese drei Maßnahmen erschweren es Angreifern, eigenen Code einzuschleusen und diesen gezielt anzuspringen.

Exploit Protection

Insbesondere gegen Verschlüsselungs- und Löschtrojaner soll die neue Zugriffskontrolle für Ordner helfen. Für geschützte Ordner wird eine Liste mit Apps hinterlegt, welche die darin befindlichen Daten verändern dürfen. Versucht eine andere Software diese Daten zu verändern, erscheint eine Warnung. Standardmäßig schützt Windows 10 die vier Ordner "Dokumente", "Bilder", "Videos" und "Desktop", weitere Verzeichnisse kann man manuell ergänzen. Es ist allerdings nicht möglich, die von Hause aus geschützten Ordner zu entsperren. Auch Netzwerkfreigaben und zugeordnete Laufwerke werden unterstützt, man kann aber noch keine Umgebungsvariablen oder Platzhalter verwenden.

Zugriffskontrolle

PC-Build 16232: Fehler
Zuweilen scheitert das Update auf den Windows 10 Insider Preview Build 16232 mit dem Fehler-Code 0x80070643, bisher kann Microsoft hierfür noch keine Lösung anbieten. Dafür ist es nun nicht mehr notwendig, den .NET-Framework 3.5 vor dem Update zu entfernen. Eine Absturzschleife von ctfmon.exe bei Texteingaben im Startmenü und in UWP-Apps wurde beseitigt. Word 2016 stürzt nicht mehr ab, wenn man eine Stifteingabe vornehmen will, und Spiele wie "Mass Effect 3" verkraften nun wieder einen Task-Wechsel. Die Batterieanzeige funktioniert derzeit nicht bei allen Notebooks und einige UWP-Apps, darunter Twitter, fliegen gleich beim Start ab. Zum Abschluss noch ein genereller Hinweis bezüglich der vorinstallierten Apps: Diese lassen sich vorläufig nicht mehr über den Windows Store aktualisieren, damit alle Tester mit dem selben Versionsstand arbeiten.

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