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Alphabet (Google): Gute Zahlen verlieren gegen Sex und zu hohe Erwartungen

Meldung von doelf, Freitag der 26.10.2018, 15:32:36 Uhr

Alphabet, die Dachgesellschaft von Google, hat im dritten Quartal 2018 beachtliche 9,192 Milliarden US-Dollar verdient. Netto. Dies entspricht einer Steigerung um 36,54 Prozent. Dazu kommt ein Umsatz in Höhe von 33,740 Milliarden US-Dollar. Dieser ist um 21,49 Prozent angewachsen. Die Börse reagierte dennoch unwirsch und wertete die Aktie um 4,59 Prozent ab.

Gier und Sex lassen Aktie fallen
Am Gewinn je Anteil dürfte es nicht gelegen haben, denn dieser hat mit 13,06 US-Dollar und einem Zuwachs um 36,47 Prozent ebenfalls neue Höhen erklommen. Objektiv betrachtet, bewegt sich Alphabet seit geraumer Zeit auf einem sehr hohen Niveau und liefert dennoch immer wieder Zuwachsraten im zweistelligen Bereich. Doch das reicht den Investoren nicht, denn sie hatten noch größere Sprünge erwartet. Aber es gibt auch hausgemachte Probleme: Alphabets Vorstandschef Sundar Pichai hat in einem offenen Brief an die Beschäftigten des Unternehmens eingestanden, dass man sich im Laufe der vergangenen beiden Jahre aufgrund sexuellen Fehlverhaltens von 48 Mitarbeitern trennen musste. Darunter hätten sich 13 Führungskräfte befunden. Pichai reagierte damit auf einen Bericht der "New York Times", die den Android-Erfinder Andy Rubin als einen der Übeltäter ausgemacht haben will.

Zurück zu den Zahlen
33,594 Milliarden US-Dollar (+21,48%) bzw. 99,57 Prozent des Alphabet-Umsatzes wurde von Google generiert, nur 146 (+24,79%) stammen aus den übrigen Geschäftsbereichen, welche Alphabet als "Wetten" bezeichnet. Während Google operativ 9,490 Milliarden US-Dollar (+10,58%) verdient hat, haben die Wetten 727 Millionen US-Dollar (+11,85%) in den Sand gesetzt. In der Summe ist das operative Ergebnis um 6,78 Prozent auf 8,310 Milliarden US-Dollar gestiegen und insbesondere dieser Wert dürfte den Anlegern die Laune verhagelt haben. Ebenfalls bedenklich: Mit Werbung auf Fremdseiten konnte Google lediglich 4,900 Milliarden US-Dollar (+12,85%) generieren, während die eigenen Internetseiten mit 24,054 Milliarden US-Dollar einen fünfmal höheren Umsatz erwirtschaftet haben. Zudem fällt der Zuwachs dort mit 21,96 Prozent wesentlich höher aus, so dass dieses Missverhältnis immer weiter auseinander klafft.

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