Tesco legt seine Tablet-Altlasten lahm
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Tesco legt seine Tablet-Altlasten lahm

Meldung von doelf, Montag der 25.03.2019, 13:37:25 Uhr

Wer zwischen 2013 und 2015 ein Hudl-Tablet der britischen Handelskette Tesco gekauft hatte und dieses noch verwendet, sollte das Gerät nicht auf den Auslieferungszustand zurücksetzen und auch keinen Versuch unternehmen, eine neue Android-Version einzuspielen. Ansonsten verwandelt sich das Tablet in Elektroschrott.

Tesco, Großbritanniens größte Handelskette, hatte im September 2013 ein eigenes Tabelt auf den Markt gebracht. Das von Wistron produzierte Geräte bot zum Preis von 119 Pfund ein 7 Zoll (18 cm) großes Display mit 1.440 x 900 Bildpunkten, einem 4-Kern-Prozessor (Rockchip RK3188), 1 GiB Arbeitsspeicher und 16 GB Flash-Speicher. Als Betriebssystem diente Android 4.1 (Jelly Bean). Innerhalb eines halben Jahres wurden rund 500.000 Hudl-Tablets verkauft.

Dieser Erfolg führte zu einer zweiten Generation, die im Oktober 2014 auf den Markt kam, Fertigungspartner war diesmal Pegatron. Mit 8,3 Zoll (21 cm), 1.920 x 1.200 Bildpunkten, dem Intel 4-Kern-Atom Z3735D und 2 GiB Arbeitsspeicher ist dieses Tablet auch heute noch alltagstauglich, zumal sich die 16 GB Flash-Speicher per Micro-SD-Karte um bis zu 128 GB erweitern lassen. Ausgeliefert wurde das Hudl 2 mit Android 4.4 (KitKat), es gibt aber auch ein Upgrade auf Android 5.1 (Lollipop).

Nur ein Jahr später, im Oktober 2015, stellte Tesco den Verkauf der Tablets ein und legte die Marke "Hudl" auf Eis. Der Handelskonzern war aufgrund neuer Mitbewerber (Aldi und Lidl) massiv unter Druck geraten und hatte sich selbst ein Sparprogramm verordnet. Die technische Unterstützung wollte Tesco allerdings fortführen. Auch heute laufen die Hudl-Server noch, doch das ist für die Nutzer eher ein Problem: Wie der Guardian berichtet, schließen sie Tablets mit Android 4.x dauerhaft ab.

Dieser Fehler existiert seit Januar 2019 und konnte noch nicht behoben werden. Wer versucht, sein Hudl auf den Auslieferungszustand zurücksetzen, verwandelt das Tablet in Elektroschrott. Offenbar wird Android 4.x von den Servern nicht mehr korrekt unterstützt. Zwar bietet das Hudl 2 nach wie vor ein Upgrade auf Android 5.1 an, doch auch dieses endet mit einem defekten Gerät. Gegenüber der Zeitung erklärte Tesco, dass man an dem Problem arbeite. Eine Warnung an die Kunden erfolgte derweil nicht.

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