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Kolumne: Wir brauchen einen Freedom-Day!

Meldung von doelf, Freitag der 19.11.2021, 13:46:47 Uhr

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Liebe Leser, ein Freedom-Day ist in unserem Lande lange überfällig! Und es geht mir dabei nicht um die Freiheit, mir die Maske herunterzureißen, um sie dem nächstbesten Passanten in seine verhüllte Fresse zu schleudern. Und es geht mir auch nicht um die Freiheit, den Mitarbeitern in Krankenhäusern und Kliniken durch Impfverweigerung den Stinkefinger der Missachtung entgegenzurecken. Es geht mir um die Freiheit jedes Einzelnen, seinen Verstand einzuschalten und praktischen Überlebenswillen zu praktizieren, um uns alle vom Diktat des Virus zu befreien.

CoronaliniJa, wir leben fraglos in einer Corona-Diktatur. Doch entgegen der Behauptungen von Spinnern jeglicher Couleur wird diese Diktatur weder von Bill Gates noch von der Regierung oder Reptiloiden geführt. Bill Gates hat nämlich etwas Besseres zu tun, die Reptiloiden leiden an einer chronischen Existenzinsuffizienz und weder unsere geschäftsführende Regierung noch ihre Möchtegern-Nachfolger haben derzeit irgendetwas im Griff. Tatsächlich leiden auch die Politiker aller Lager an einem akuten Freiheitsmangel und unterwerfen sich alleine dem Willen ihres Parteibuchs, statt nach Wissen und Gewissen abzustimmen. Wir sitzen in einem Zug, der mit Volldampf auf einen Abgrund zu rast, während sich der Lokführer mit dem Schaffner darüber streitet, ob der vor zwei Stunden passierte Baum eine Hainbuche oder eine Stieleiche war. Zugleich werfen beide dem Botaniker in der ersten Reihe des vordersten Wagens vor, bei der Benennung des Baumes undeutlich genuschelt zu haben, obwohl jeder andere Passagier ganz deutlich die Worte Welch wunderschöne Rosskastanie vernommen hatte.

Die jetzige Situation hat etwas Comic-Haftes und wäre auf absurd überspitzte Weise witzig, wenn es nicht um Menschenleben gehen würde. Und im echten Leben bleiben Menschen nach ihrem Versterben für immer und ewig tot, was dann auch die Grenzen des Comic-Vergleichs markiert. Trotzdem streiten sich die Politiker darüber, ob die aktuell herrschende epidemische Lage von nationaler Tragweite auch weiterhin so bezeichnet werden darf, oder man sie zum 25. November 2021 in etwas weniger griffigeres umbenennen soll, beispielsweise in epidemische Lage von landesweiter Tragweite in ausnahmslos allen Bundesländern. Man leistet sich Lagerkämpfe um Änderungen am Infektionsschutzgesetz, als ob neue Formulierungen das Corona-Virus verscheuchen würden. Die Ampel-Gang erklärt Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverbote zum Tabu und will, dass alle Schulen offen bleiben, selbst wenn sich alle Schüler und alle Lehrer in Quarantäne befänden. Die beleidigten Leberwürst_Innen der CDU und CSU erachten solche Schritte indes als notwendig und überfällig, hatten in den vergangenen Wochen und Monaten aber nicht einmal den Versuch gemacht, sie anzuwenden. Dogmatische Wortklaubereien haben den Pragmatismus, der uns bisher ganz passabel durch die Krise geführt hatte, abgelöst. Und in großen Teilen der Bevölkerung schwindet jegliches Verständnis für ein solches Laientheater.

Schuld am orientierungslosen Herumgeeiere der Politik sollen die Experten sein, die sich einmal mehr geirrt hätten. Dabei hatten genau diese Experten schon vor Monaten vor der aktuellen Situation gewarnt und von der Politik Maßnahmen gefordert. Die zu geringe Impfquote war ebenso klar zu erkennen wie der Bedarf an Booster-Impfungen oder die Sinnhaftigkeit von Luftfilteranlagen für Schulen und Hochschulen. Auch dass mit dem kalten, nassen Herbstwetter alljährlich die Erkältungssaison startet, sollte selbst den allergrößten Dumpfbacken bewusst gewesen sein. Nur passiert ist nichts, da man sich im Wahlkampf befand und zur Motivation des Wahlvolkes lieber Lockerungen verkündete. Endlich wieder reisen, endlich wieder feiern, endlich wieder leben als gäbe es kein Morgen. Dieses Morgen war heute schon gestern und nun blicken wir verständnislos nach Berlin und zeigen mit unseren anklagenden Fingern auf die da oben. Dabei sollten wir uns lieber an die eigene Nase fassen, denn es ist unser eigenes Verhalten, mit dem wir unser Infektionsrisiko maßgeblich beeinflussen können.

Wer möglichst glimpflich durch die nächsten Monate kommen möchte, sollte geimpft und geboostert sein, selbst wenn diese Wortschöpfung meine Fußnägel kräuseln lässt. Zudem sollte man große, dichte Menschenansammlungen meiden und seine Maske weder unter der Nase noch über dem Penis tragen, sondern als Bedeckung für Mund und Nase. Denn wer keinen praktischen Überlebenswillen demonstriert, könnte der Evolution auffallen und die macht beim Anblick von eklatanten Schwachstellen bekanntlich kurzen Prozess. Was uns zurück zur eingangs postulierten Corona-Diktatur bringt, in der einzig und alleine das Corona-Virus den Ton angibt. Und die einzige Waffe, die unserem Widerstand im Freiheitskampf bisher zur Verfügung steht, ist die Impfung. Und der Verstand, sofern wir bereit sind, diesen zu benutzen. Nach wie vor sind keine wirksamen Medikamente zugelassen und wenn man erst einmal auf der Intensivstation liegt, stehen die Chancen nicht schlecht, diese in einem Leichenwagen zu verlassen. Und wer jetzt von den Nebenwirkungen der Impfstoffe schwadroniert, sollte in Zukunft nie wieder ein Schmerzmittel einnehmen und seine Blutdrucksenker umgehend verbrennen, denn deren Beipackzettel führen mindestens genauso viele Schrecken auf.

Ja, noch hat man in Deutschland die Freiheit, sich gegen eine Impfung zu entscheiden. Man hat auch die Freiheit, sich gegen einen Toilettenbesuch zu entscheiden, egal wie sehr es drückt. In beiden Beispielen sollte man aber auch an die anderen denken, die leiden müssen, wenn es dann zu spät ist. Seien es die eigenen Angehörigen, Kinder für die es noch keinen Impfstoff gibt oder die Mitarbeiter der Krankenhäuser und Kliniken, die am Ende versuchen, auch den allerstursten Mitbürgern das Leben zu retten. Nur so meine Meinung...

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