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Microsoft: Fetter Verdienst trotz fetter Fehler

Meldung von doelf, Donnerstag der 25.10.2018, 14:44:37 Uhr

Obwohl sich Microsoft inzwischen mehr auf die Optik als die Funktion seiner Produkte zu konzentrieren scheint, verdienen sich die Redmonder eine goldene Nase. Am 30. September 2018 endete für Microsoft bereits das erste Quartal des fiskalischen Jahres 2019 und dieses brachte gut ein Drittel mehr Nettogewinn als der Vorjahreszeitraum.

Die Geschäftszahlen
Beginnen wir mit dem Umsatz, der um 18,53 Prozent auf 29,084 Milliarden US-Dollar geklettert ist. Weit deutlicher, nämlich um 29,15 Prozent, ist der operative Gewinn gestiegen. Er lag im abgeschlossenen Vierteljahr bei 9,955 Milliarden US-Dollar. Ein Plus von 34,18 Prozent sehen wir beim Nettogewinn, welcher sich auf 8,824 Milliarden US-Dollar beläuft. Bleibt noch der Gewinn je Aktie, der mit 1,14 US-Dollar um 35,71 Prozent zulegen konnte. Microsoft profitiert hierbei von den gesunkenen Steuern in den USA: Obwohl der Gewinn vor Steuern um 28,02 Prozent gestiegen ist, blieben die Steuerrücklagen (-0,78%) beinahe unverändert.

Die Geschäftsfelder
Betrachten wir die drei Geschäftsfelder, so bleibt "More Personal Computing" mit einem Umsatz von 10,746 Milliarden US-Dollar (+14,59%) die Nummer 1. Es folgen "Productivity and Business Processes" mit 9,771 Milliarden US-Dollar (+18,61%) und "Intelligent Cloud" mit 8,567 Milliarden US-Dollar (+23,76%). Hinsichtlich des operativen Gewinns dominiert "Productivity and Business Processes" mit 3,881 Milliarden US-Dollar (+29,11%) vor "More Personal Computing" mit 3,143 Milliarden US-Dollar (+22,53%). Dicht dahinter folgt "Intelligent Cloud" mit 2,931 Milliarden US-Dollar und einem Gewinnsprung von 37,15 Prozent.

Cloud läuft, Windows nicht
Dies zeigt sich auch beim Blick auf einzelne Produkte: Der mit Azure generierte Umsatz ist um 76 Prozent in die Höhe geschossen und Dynamics 365 verzeichnete ein Plus von 51 Prozent. Aber auch bei Spielen (Gaming: +44%; Xbox Software und Dienste: +36%) und LinkedIn (+33%) ist Microsoft überdurchschnittlich stark gewachsen. Schlusslicht bleibt das OEM-Geschäft mit Windows, bei dem der Umsatz nur um magere drei Prozent zulegen konnte. Das passt zu den aktuellen Problemen mit Windows 10 Version 1809 und Server 2019, die aufgrund von Datenverlusten wenige Tage nach ihrer Veröffentlichung wieder zurückgerufen wurden.

Ausblick und Reaktion der Börse
Für das zweite Quartal 2019 erwartet Microsoft einen Umsatz zwischen 31,9 Milliarden und 32,7 Milliarden US-Dollar. Bestenfalls würde diese Spanne die 28,92 Milliarden US-Dollar des Vorjahreszeitraums um 13,08 Prozent übertreffen, schlimmstenfalls läge die Steigerung immerhin noch bei 10,31 Prozent. Bei den Anlegern kamen diese Zahlen recht gut an: Aktuell liegt die Microsoft-Aktie mit einem Plus von 3,61 Prozent bei 106,01 US-Dollar.

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