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Rollout: Windows 10 Version 1809 soll jetzt alltagstauglich sein

Meldung von doelf, Mittwoch der 19.12.2018, 17:45:34 Uhr

Obwohl bisher nur ein Teil der Probleme beseitigt wurde, bewertet Microsoft das pannengeplagte Windows 10 Version 1809 seit Montag als fertig zur Auslieferung. Zumindest für jene Benutzer, die mutig genug sind, unter "Einstellungen", "Windows Update" auf die Schaltfläche "Nach Updates suchen" zu drücken.

Computer, die eine Grafiklösung von Intel oder ältere Grafikchips von AMD verwenden, können nach wie vor Probleme bereiten, weshalb für diese Systeme weiterhin eine Update-Sperre besteht. Gleiches gilt für bestimmte Sicherheitslösungen von Trend Micro und den VPN-Client von F5 Networks. Hier nun eine Übersicht der abgeschlossenen und offenen Baustellen:

Gelöst: Probleme mit dem Morphisec Software Development Kit
Aufgrund einer Inkompatibilität mit Software auf Grundlage des "Morphisec Software Development Kits" konnte Microsoft Office keine Dokumente speichern. Zu den betroffenen Programmen gehörten "Cisco AMP for Endpoints" (älter als Version 2.4.8) und "Morphisec Protector" (älter als Version 6.2.3.10814), von denen inzwischen fehlerbereinigte Fassungen vorliegen. Für Systeme mit älteren Programmversionen verhindert Microsoft weiterhin die Installation von Windows 10 Version 1809.

Gelöst: Netzlaufwerke verbinden sich nicht
Nach der Anmeldung bei Windows 10 Version 1809 wird einigen Nutzern das rote X neben den Netzlaufwerken aufgefallen sein. Die Netzlaufwerke verbinden sich nämlich nicht mehr und werden als nicht verfügbar gemeldet, wenn man sie in der Konsole über "net use" verbinden möchte. Als Zwischenlösung hatte Microsoft PowerShell-Skripte bereitgestellt, nun konnte der Fehler vollständig beseitigt werden.

Gelöst: Stress mit der iCloud
Apples iCloud für Windows ist in der Version 7.7.0.27 nicht kompatibel mit Windows 10 Version 1809. Wer diese Version verwendet und dann das Update auf Windows 10 Version 1809 durchführt, bekommt Probleme beim Aktualisieren und Synchronisieren geteilter Alben. Der Versuch, iCloud 7.7.0.27 auf Windows 10 Version 1809 zu installieren, scheitert mit dem Hinweis auf ein nicht unterstütztes Betriebssystem. Inzwischen gibt es iCloud jedoch in der neuen Version 7.8.1, welche sauber funktioniert.

Offen: Intel schießt mal wieder die Audioausgabe
Zur ersten Veröffentlichung von Windows 10 Version 1809 hatte Intel den falschen Audio-Treiber (Version 09.21.00.3755) für die "Intel Smart Sound Technology" geliefert und damit die Audioausgabe zerschossen. Doch es gibt auch zwei fehlerhafte Grafiktreiber (Versionen 24.20.100.6344 und 24.20.100.6345), die Intel im September 2018 veröffentlicht und auch an die Hersteller von Mainboards und PCs verteilt hatte. Wird Windows 10 Version 1809 auf einem System mit fehlerhaftem Treiber installiert, fällt abermals der Ton aus, diesmal ist allerdings die Audiowiedergabe über HDMI, DisplayPort und USB-C betroffen. Solange Intel keinen aktualisierten Treiber liefern kann, unterbindet Microsoft die Installation von Windows 10 Version 1809.

Offen: Probleme mit AMD Radeon HD 2000 und HD 4000
AMDs Grafiklösungen der Baureihen Radeon HD 2000 und HD 4000 kamen vor gut zehn Jahren auf den Markt und werden schon lange nicht mehr mit Treibern versorgt. Unter Windows 10 hat man daher die Wahl, einen funktional stark reduzierten Standardtreiber oder eine alte Treiberversion für Windows 7 manuell zu installieren. Nach dem Update auf Windows 10 Version 1809 lahmt mit diesen alten Grafikchips der Sperrbildschirm und in Edge bleiben Tabs mit der Fehlermeldung "INVALID_POINTER_READ_c0000005_atidxx64.dll" stehen. Micrsoft untersucht diese Probleme, kann aber noch keine Lösung anbieten.

Offen: Probleme neben dem VPN-Tunnel
Wird ein VPN-Client von F5 Networks eingesetzt, funktioniert nur noch der Netzwerkverkehr durch den Tunnel. Alle Anfragen, die außerhalb des Tunnels erfolgen, schlagen fehl. Laut F5 handelt es sich um eine Regression, die Microsoft verschuldet hat. Die Redmonder arbeiten daran, doch bis es eine Lösung gibt, sollten betroffene Kunden jegliche Daten durch den VPN-Tunnel schicken.

Offen: Trend Micros Sicherheitssoftware streikt
Die Programme "OfficeScan" und "Worry-Free Business Security" von Trend Micro sind nicht kompatibel und verursachen beim Update auf Windows 10 Version 1809 erhebliche Probleme. Trend Micro spricht von kritischen Updates, die man erst noch bereitstellen muss. Bis dahin wird die Installation von Windows 10 Version 1809 auf allen PCs, welche die problematischen Programme verwenden, seitens Microsoft unterbunden.

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