Flash-Speicher: 3D-TLC-Chips verharren auf Tiefstand

Meldung von doelf, Mittwoch der 09.11.2022, 17:45:10 Uhr

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Während die Kurse der DRAM-Chips am Spot-Markt in Taiwan weiter kräftig fallen, zeigt sich der Markt für Flash-Speicher deutlich stabiler. Seit Oktober hat sich kaum etwas getan, doch zumindest verharrt der Kurs der 3D-TLC-Chips weiterhin auf seinem historischen Tiefstand und kann damit den Jahresverlust des Euro mehr als ausgleichen.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man gestern durchschnittlich 3,932 US-Dollar auf den Tisch legen, was im Monatsvergleich einem geringfügigen Abschlag von 0,41 Prozent entspricht. Zwischen Dezember 2021 und Juni 2022 war der Kurs teils kräftig gestiegen (+4,00%; +16,98%; +13,03%; +18,28%; +0,61%; +0,58%; +1,15%), seither ist er geringfügig gefallen (-0,20%; +/-0,00%; -1,91%; -0,03%). Blicken wir ein Jahr zurück, sind die 64Gb-MLC-Chips um happige 62,28 Prozent teurer geworden.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,144 US-Dollar und ist damit 0,19 Prozent günstiger als im Oktober. Bei diesen Chips tut sich seit Januar 2022 wenig (+1,12%; +0,68%; +2,50%; +/-0,00%; +0,89%; +0,19%; +/-0,00%; +0,09%; -0,60%; +/-0,00%) und auch im Jahr 2021 hatte es kaum Veränderungen gegeben (-0,05%; +1,08%; +2,24%; +1,84%; +0,68%; +0,24%; -0,10%; +0,44%; -0,63%; -0,24%; -1,85%; +1,64%). Der Preisanstieg binnen zwölf Monaten beläuft sich auf 6,45 Prozent.

Wer statt MLC die Variante 3D-TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb für 2,425 US-Dollar und dies entspricht exakt dem Kurs von September und Oktober. Nach zwei moderaten Aufschlägen im Februar (+3,23%) und März (+5,37%), war dieser Kurs von April bis September gefallen (-1,60%; -7,10%; -4,50%; -2,36%; -3,75%; -3,46%) und verharrt seither auf seinem Tiefstand. Im Laufe der vergangenen zwölf Monate sind diese Chips um 14,88 Prozent billiger geworden, was zumindest den schwachen Euro abfedert.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,0019 US-Dollar wert und notierte damit um 1,37 Prozent stärker als im Oktober. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro allerdings heftige 13,54 Prozent eingebüßt. Nach wie vor setzten der Krieg in der Ukraine, die hohen Energiekosten und die Zinserhöhungen in den USA die europäische Gemeinschaftswährung unter Druck. Die unsichere Lage, das schlechte Konsumklima und die vollen Lager dürften die Flash-Kurse bis zum Jahresende zumindest konstant halten.

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