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Trumps Anwalt philosophiert über Wahrheiten

reported by doelf, Montag der 20.08.2018, 16:56:22 Uhr

Donald Trumps derzeitiger Anwalt Rudy Giuliani hat im Interview mit Chuck Todd bei "Meet the Press" auf NBC für einige Verwirrung gesorgt. Zunächst verteidigte er den Versuch des trumpschen Wahlkampfteams, von einer russischen Anwältin Schmutz über Hillary Clinton zu erhalten. Danach erklärte Giuliani, warum Trumps Wahrheit zu einem Meineid führen könnte.

Laut Giuliani war das erklärte Ziel eines Treffens im Trump Tower, Schmutz über Hillary Clinton zu bekommen. Zu den Teilnehmern der Zusammenkunft, welche am 9. Juni 2016 während des Präsidentschaftswahlkampfes stattgefunden hatte, gehörten Donald Trumps Sohn Donald Trump Jr., Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, Donald Trumps damaliger Wahlkampfleiter Paul Manafort und die russische Anwältin Natalia Veselnitskaya. Doch was wie eine rechtswidrige Absprache mit Vertretern ausländischer Mächte aussieht, war nach Ansicht des Anwalts rechtlich völlig belanglos, da Veselnitskaya als Privatperson teilgenommen habe und man letztendlich über ganz andere Dinge geredet habe. Und überhaupt habe niemand gewusst, dass es sich bei Veselnitskaya um eine russische Staatsangehörige gehandelt habe. Glaubwürdig klingt das nicht, denn würden Trumps engste Vertraute jemanden zu einem Treffen im Zentrum von Trumps Macht einladen, ohne diese Person im Vorfeld gründlich zu überprüfen?

Zu diesem Zeitpunkt wirkt Todd schon ziemlich fassungslos, doch als ihm Giuliani dann nach neun Minuten erklärt, er würde Präsident Trump nicht in das Messer eines Meineids laufen lassen, nur weil "Wahrheit nicht gleich Wahrheit sei" ("Truth isn't truth"), kann sich Todd vor Lachen kaum noch halten. Auf Nachfrage erklärt Giuliani dann, dass bei einer Anhörung die Aussagen des von Trump entlassen FBI-Chefs James Comey gegen die des Präsidenten stehen würden. Es gebe also Comeys Wahrheit und Trumps Wahrheit. Und daraus entstehe ein Glaubwürdigkeitsproblem, schließlich würden die Ermittler eher Comey glauben als dem Präsidenten. Was daran liegen könnte, dass Trump ein notorischer Lügner ist, der sich regelmäßig selbst widerspricht. Giuliani sieht das Problem indes beim zuständigen FBI-Ermittler Robert Mueller, der mit Comey befreundet sei. Comey lässt hierzu wissen, dass die Justiz und damit auch die Gesellschaft ohne Wahrheit nicht überleben können.

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