Neu von MSI

Unstimmigkeiten beim Deutschen Computerspielpreis

reported by doelf, Freitag der 28.04.2017, 17:26:22 Uhr

GAME, der Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V., beklagt Unstimmigkeiten beim am Mittwoch verliehenen Deutschen Computerspielpreis. Wie der Branchenverband in einer Stellungnahme erklärt, fehlten bei der Auszählung Stimmen, obwohl keine Enthaltungen oder Abwesenheiten gezählt wurden. Die Mehrzahl der insgesamt 14 Kategorien war hiervon betroffen.

Nach Angaben von GAME fiel die Entscheidung in drei Kategorien so knapp aus, dass die fehlenden Stimmen für den Ausgang entscheidend sein könnten. Die Vertreter von GAME hatten während der Jury-Sitzung auf die Unstimmigkeiten hingewiesen, doch es konnte keine Einigung mit den beiden anderen Ausrichtern, dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), erzielt werden. Da man den Verbleib der fehlenden Stimmen nicht klären konnte, wurden am Ende nur die auffindbaren gewertet. Diesen Differenzen zum Trotz will GAME den Deutschen Computerspielpreis auch in Zukunft unterstützen.

Inzwischen hat sich auch das Studio Mimimi Productions zu Wort gemeldet. Dessen Spiel "Shadow Tactics: Blades of the Shogun" sollte die Auszeichnung für das beste Gamedesign bekommen, hatte die Auszeichnung aber kommentarlos abgelehnt. Bereits in den Tagen vor der Preisverleihung hatte Mimimi Productions "aus zuverlässigen Quellen" erfahren, dass es zu den oben beschriebenen Unstimmigkeiten beim Hauptjury-Wahlverfahren gekommen war. Noch schwerer wiegt allerdings der Vorwurf, dass es zu keiner vernünftigen Auseinandersetzung mit den eingereichten Spielen gekommen sei. Dies lege die Vermutung nahe, dass der Preis "eventuell nicht korrekt und fair vergeben wurde".

Der Deutsche Computerspielpreis wird seit dem Jahr 2009 vergeben, als Veranstaltungsort wechseln sich Berlin und München ab. Um Deutschlands höchstdotierte Auszeichnung für digitale Spiele erhalten zu können, muss ein Spiel zu mindestens 80 Prozent in Deutschland entwickelt wurden sein. In diesem Jahr wurden insgesamt 550.000 Euro ausgeschüttet.

Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]