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Windows 7: Zum Abschied gibt es Warnungen und DirectX 12

Meldung von doelf, Freitag der 22.03.2019, 19:48:40 Uhr

Am 14. Januar 2020 endet der erweiterte Support für Windows 7. Für Microsoft eine gute Gelegenheit, um Unternehmenskunden teure Support-Verträge zu verkaufen und das gemeine Volk mit Warnungen zu drangsalieren. Dass Microsoft weniger als zehn Monate vor dem Support-Ende noch DirectX 12 für Windows 7 ermöglicht, passt da rein gar nicht ins Bild.

Sicherheits-Updates nur noch für zahlende Geschäftskunden
Doch kurz zurück zum Ende der frei zugänglichen Sicherheits-Updates: Am Dienstag hatte Microsoft das Update KB 4493132 für Windows 7 SP1 veröffentlicht, welches gewohnt dezent auf das nahende Auslaufen der Produktpflege hinweist. Die Botschaft ist eindeutig: Lieber ganz schnell auf Windows 10 umsteigen! Wobei natürlich auch Linux eine probate Alternative wäre. Oder ein BSD. Behörden und Unternehmenskunden, das hat die Vergangenheit gezeigt, tun sich mit dem Umstieg auf ein neues Betriebssystem überaus schwer. Daher bietet Microsoft für diese Nutzer kostenpflichtige Sicherheits-Updates bis Januar 2023 an. Dieses ESU-Programm (Extended Security Updates) kann ab dem 1. April 2019 gebucht werden und ist ausschließlich für Windows 7 Professional und Enterprise verfügbar. Die Varianten Starter, Home und Ultimate bleiben außen vor.

DirectX 12 mit fast vier Jahren Verspätung
Also alles wie seinerzeit bei Windows XP und Vista. Doch dann kommen Microsofts Entwickler Mitte März 2019 um die Ecke und geben DirectX 12 für Windows 7 frei. Ja, richtig gelesen: Nach DirectX 11, 11.1 und 11.2 hat Windows 7 nun auch DirectX 12 erhalten und nein, wir haben nicht den 1. April. Da gibt es DirectX 12 seit dem 29. Juli 2015 als Exklusivmerkmal für Windows 10 und fast vier Jahre später ändert Microsoft urplötzlich seine Strategie und gibt eine D3D12-Laufzeitumgebung für das am 22. Oktober 2009 veröffentlichte Windows 7 frei. Okay, auf die Hardware-nahen Zugriffe muss man aufgrund der veralteten Architektur von Windows 7 verzichten, so dass DirectX-12-Spiele dort langsamer laufen werden, doch hinsichtlich der gebotenen Grafikqualität dürfte sich kein Unterschied erkennen lassen. Dazu passt, dass mit World of Warcraft ein nicht sonderlich forderndes Spiel den Anfang macht.

Die Initiative ging von Blizzard aus
Microsofts Ankündigung lässt auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Initiative von Blizzard ausgegangen ist. Mit dem Patch 8.0 für die Erweiterung "Battle for Azeroth" hatte Blizzard seinen Dauerbrenner im vergangenen Jahr um DirectX 12 erweitert und dessen Vorteile, beispielsweise durch Multithread-Operationen im Patch 8.1, immer weiter ausgebaut. Während der Arbeit an "Tides of Vengeance" trat Blizzard dann mit dem Wunsch, auch Kunden mit Windows 7 die Vorteile von DirectX 12 bieten zu können, an Microsoft heran - immerhin hatte Windows 7 im Februar 2019 noch einen Marktanteil von 38,41 Prozent (Quelle: NetMarketShare). Aktuell arbeitet Microsoft mit "einigen anderen Entwicklern" daran, weitere DirectX-12-Titel auf Windows 7 zu bringen. Man darf also gespannt sein.

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