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Intel: Fortschritte bei den Microcode-Updates

reported by doelf, Donnerstag der 22.02.2018, 13:56:19 Uhr

Intel hat seine Informationen hinsichtlich der Microcode-Updates für Prozessoren, welche von den Meltdown- und Spectre-Angriffen bedroht sind, aktualisiert. Bei den Core-i-Modellen gibt es Fortschritte zu vermelden, zumindest für deren neuere Vertreter. Zudem wurde die Liste diesmal nicht erweitert.

In Planung
Im Rahmen des vorherigen Updates hatte Intel die Core-2-Prozessoren der Baureihen Harpertown, Penryn, Wolfdale und Yorkfield (ab Ende 2007) als betroffen aufgeführt. Dies legte die Vermutung nahe, dass auch deren Vorgänger - also die Baureihen Allendale, Conroe, Merom und Kentsfield (ab 2006) - angreifbar sind, denn bei der zweiten Core-2-Generation handelte es sich in erster Linie um die Umstellung der Fertigungsstrukturen von 65 auf 45 nm. Dennoch taucht die erste Core-2-Generation nach wie vor nicht in Intels Liste auf. Für die zweite gibt die Chipriese an, dass Microcode-Updates geplant seien. Gleiches gilt für die Desktop-CPUs der Nehalem-Generation (Bloomfield, Clarksfield, Lynnfield) sowie die Xeon-Varianten von Lynnfield und Clarkdale (Westmere-Generation). Auch für das Atom-SoC SoFIA 3GR gibt es bisher noch keine Fortschritte zu vermelden.

Im pre-Beta-Test
Als erste Core-2-Vertreter werden die Xeon-Versionen des Bloomfield mit einem pre-Beta-Microcode getestet. Auch für die Desktop-Varianten der Core-i-Familien Arrandale, Clarkdale und Gulftown (Westmere-Generation) sowie die Profimodelle von Nehalem (inklusive Jasper Forest) und Westmere befinden sich erste Microcode-Updates im pre-Beta-Test. Etwas aus der Reihe fällt der Server-Prozessor Ivy Bridge EX, der als einziger Vertreter der dritten Core-i-Generation die Beta-Phase noch nicht erreicht hat.

Im Beta-Test
Die übrigen Prozessoren der zweiten, dritten und vierten Core-i-Generation (Sandy Bridge, Ivy Bridge und Haswell) sind von der pre-Beta-Phase in den Beta-Test aufgestiegen. Dort stoßen sie zum Broadwell (5. Core-i-Generation) sowie den Gladden Xeons (2. Core-i-Generation) und den Skylake Xeons (6. Core-i-Generation) aus der E3-Serie.

Fertige Microcode-Updates
Zuletzt hatten sich die produktionsreifen Updates größtenteils auf die unterschiedlichen Abkömmlinge der Atom-Familie beschränkt, während von den weit verbreiteten Core-i-CPUs nur Skylake-Chips in den Varianten H, S, U, Y und U23e bedient wurden. Inzwischen gibt es auch für die übrigen Skylake-Prozessoren (6. Core-i-Generation) sowie für deren Nachfolger Kaby Lake und Coffee Lake (7. und 8. Core-i-Generation) fertige Microcode-Updates. Abgesehen vom SoFIA 3GR sind alle Atom-SoCs (Anniedale, Apollo Lake, Avoton, Baytrail, Braswell, Broxton, Cherry Trail, Denverton (GLM), Gemini Lake, Granite 4, Rangeley, SoFIA 3G ES2.1, Tangier (SLM), Valleyview) versorgt. Auch für den Co-Prozessor Xeon Phi (Knights Landing, Knights Mill) sowie Spezialchips wie den Cougar Mountain (AMT) im Puma 7 Home Gateway oder den Gold 7272 im XMM 7272 Modem sind Microcode-Updates erhältlich.

Und wo bleiben die Microcode-Updates?
Dass Intel Microcode-Updates fertiggestellt hat, bedeutet indes nicht, dass die Kunden auch etwas davon haben. Zunächst müssen diese Updates ins BIOS oder UEFI integriert werden, was in der Verantwortung der PC- oder Mainboard-Hersteller liegt. Sind entsprechende Firmware-Updates verfügbar, muss der Kunde diese herunterladen und auf eigenes Risiko installieren, was in der Regel nicht passieren wird. Linux-Nutzer könnten darüber müde lächeln, denn ihr Betriebssystem kann Microcode-Updates beim Systemstart nachladen. Doch damit dies funktioniert, müsste Intel die fertigen Updates endlich für Linux bereitstellen, was bisher noch nicht geschehen ist. Stattdessen bietet Intel nach wie vor das Microcode-Paket vom 17. November 2017 zum Download an und darin sind noch keinerlei Maßnahmen gegen die Meltdown- und Spectre-Angriffe enthalten.

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