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Arbeitsspeicher: Die DDR4-Kurse am Spot-Markt ziehen weiter an

Meldung von doelf, Mittwoch der 10.01.2024, 22:54:54 Uhr

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Trotz Chipkrise hatte es an DRAM-Chips nie gemangelt, so dass die eingebrochene Nachfrage für neue Elektronik die Kurse am Spot-Markt in Taiwan über viele Monate schrumpfen ließ. Diese Abwärtsbewegung hatte für die DDR4-Chips im Oktober 2023 ein vorläufiges Ende gefunden und auch über den Jahreswechsel sind die Preise nochmals um bis zu 5,5 Prozent gestiegen.

DRAM-Kurse

Der Speichertyp DDR4-3200 16Gb 2Gx8 wurde heute für durchschnittlich 3,435 US-Dollar gehandelt. Dies bedeutet einen weiteren Aufschlag um 4,15 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Bereits von Oktober bis Dezember 2023 hatten wir einen stetigen Anstieg (+4,86%; +2,84%; +4,76%) verzeichnet, nachdem die Preise von April 2022 bis September 2023 Monat für Monat immer weiter gefallen waren (-8,81%; -5,74%; -1,60%; -0,89%; -5,89%; -13,19%; -12,13%; -6,48%; -3,64%; -2,39%; -9,18%; -5,73%, -8,49%, -4,08%, -3,35%, -0,33%, -0,77% und -1,58%). Der aktuelle Kurs liegt noch um 16,81 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zwei gleich schnelle 8Gb-Chips sind mit 3,356 US-Dollar etwas günstiger und die 16Gb-Variante 1Gx16 ist mit 3,605 US-Dollar (+4,61% seit Dezember) deutlich teurer.

Die Variante DDR4-3200 8Gb 1Gx8 notierte zuletzt mit 1,678 US-Dollar, sie ist im Monatsvergleich um 5,53 Prozent teurer geworden. Hier hatten wir erstmals im Juni 2023 einen leichten Anstieg um 0,46 Prozent notiert, zwischen Oktober und Dezember 2023 folgten dann weitere Aufschläge um 5,08, 2,71 und 2,45 Prozent. Zwischen April 2022 und Mai 2023 (-5,45%; -6,90%; -0,15%; -5,00%; -10,49%; -14,33%; -4,97%; -8,53%; -5,86%; -4,26%; -6,61%; -4,93%; -5,59%) sowie zwischen Juli und September 2023 (-2,11%, -2,89% und -0,35%) war auch dieser Kurs beständig gefallen. Der aktuelle Preis liegt um 14,08 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Als Auslaufmodell beobachten wir die 4Gb-Chips nur noch in der Variante DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8 und deren Kurs ist im Monatsvergleich lediglich um 1,81 Prozent auf 1,068 US-Dollar gestiegen. Hier hatten wir im Juni (+1,37%), September (+5,57%) und Oktober 2023 (+3,81%) Preissteigerungen vermerkt. Im November (-0,38%) und Dezember 2023 (-0,94%) hatte sich der Kurs dann wieder leicht nach unten bewegt. Auch für die Zeiträume von April 2022 bis Mai 2023 (-4,83%; -9,66%; -2,93%; -2,85%; -7,14%; -18,62%; -11,01%; -4,69%; -9,49%; -3,47%; -6,41%; -4,09%; -7,84%; -3,40%) und Juli bis August 2023 (-3,38%; -3,10%) hatten wir ausschließlich Abschläge notiert. Ziehen wir den Vorjahreskurs zum Vergleich heran, sehen wir einen Kursrückgang um 16,50 Prozent.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,0929 US-Dollar wert und notierte damit um 0,89 Prozent stärker als im Dezember. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro um 1,81 Prozent zugelegt. Während die Weltwirtschaft weiterhin schwächelt, hatten die DRAM-Hersteller ihre Produktion schon vor Monaten gedrosselt. Seit Oktober 2023 zeigen sich die ersten Effekte und der Trend der steigenden Preise hat sich inzwischen verfestigt.

Die Marktforscher von TrendForce hatten Anfang Januar gemeldet, dass die Vertragspreise für DRAM-Chips im ersten Quartal 2024 um 13 bis 18 Prozent steigen werden. Samsung will angeblich 15 Prozent aufschlagen und Micron denkt über Preiserhöhungen zwischen 15 und 20 Prozent nach. Zudem soll dieser Anstieg bis Ende 2024 anhalten. Man muss davon ausgehen, dass sich im freien Handel am Spotmarkt ein ähnlicher Trend zeigen wird.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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