MSI Assassins Bundle

Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1

reported by doelf, Mittwoch der 13.12.2017, 18:09:38 Uhr

AMD hat eine neuen WHQL-zertifizierten Grafiktreiber veröffentlicht, der den Namen "Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1" trägt. Dieser Treiber wird für Windows 10 und 7 angeboten, er unterstützt diskrete GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil) sowie eine Vielzahl von APUs mit den Grafikkernen R2 bis R7 und HD 8180 bis HD 8400.

Die Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1 behebt etliche Fehler und bringt auch eine Menge Neuerungen. Zahlreiche Möglichkeiten werden nun breiter unterstützt, beispielsweise funktionieren Radeon ReLive und Enhanced Sync ab sofort auch mit der Grafikschnittstelle Vulkan und Eyefinity-Setups, also bei Verwendung mehrerer Bildschirme. Damit finden etliche Ausnahmen, welche die Nutzer bisher verwirrt haben, ein Ende.

Die wichtigsten Neuerungen:

  • In den Radeon Einstellungen finden sich sechs neue Tabs: "Connect" für neue soziale Verbindungen, "Gallery" zur Verwaltung der mit Radeon ReLive erstellten Videos, "Accounts" zum Teilen dieser Videos über soziale Plattformen, "Resource Center" für Anleitungen und Tipps rund um die Radeon Software, "Performance Monitoring" zur Leistungsüberwachung und "AMD Link" zur Verknüpfung mit der Mobil-App AMD Link. Darüber hinaus hat AMD drei neue Themen zur optischen Aufbereitung der Radeon Einstellungen integriert.
  • Mit der Tastenkombination Alt+R erreicht man das neue Radeon Overlay, über das man Funktionen wie Radeon ReLive, Radeon FreeSync, Radeon Chill, Frame Rate Target Control, Display Color und Performance Monitoring konfigurieren kann. Dies funktioniert sowohl während des Spielens als auch vom Desktop aus. Das Performance Monitoring zeigt Leistungsdaten für DirectX- (Version 9, 11 und 12) und Vulkan-Applikationen an und kann diese auf Wunsch auch in eine Datei schreiben.
  • Das Capture- und Streaming-Tool Radeon ReLive funktioniert nun auch mit dem OpenGL-Nachfolger Vulkan sowie in Verbindung mit mehreren Bildschirmen (Eyefinity). In rahmenlosen Fenstern kann man bestimmte Bereiche aufzeichnen und beim Ton trennt ReLive den des Spiels vom Mikrofoneingang, so dass man diese Quellen separat nutzen kann. Während der Aufnahme soll ReLive weniger Grafikleistung kosten und Maustasten können als Hotkeys definiert werden. Bei Verwendung einer Webcam lässt sich der Hintergrund über Chroma Keying transparent stellen (also wie beim Blue- oder Greenscreen) und beim Live-Streaming zeigt ein neues Overlay den Chat und einen Zuschauerzähler an. Auch das Angebot an sozialen Plattformen wurde ausgeweitet.
  • Weiterhin wurde Radeon Chill auf "die meisten Spiele" ausgeweitet. Chill ist eine Zusatzfunktion des Radeon WattMan, welche die Framerate reduziert, wenn sich der Spieler nicht oder kaum bewegt. Dies spart Energie und lässt die Grafikkarte kühler und leiser arbeiten. Dem Radeon WattMan selbst hat AMD eine Profil-Funktion spendiert, der Benutzer kann also eigene Profile lokal speichern und laden.
  • Enhanced Sync steht nun für alle Radeon-Produkte auf Basis der GCN-Architektur zur Verfügung. Neu hinzugekommen ist zudem die Unterstützung für Vulkan, für Multi-GPU- (CrossFire) und Multi-Monitor-Konfigurationen (Eyefinity). Auch die Frame Rate Target Control lässt sich nun mit Vulkan nutzen. Die Verwendung von Radeon FreeSync lässt sich auf einzelne Applikationen bzw. Spiele beschränken, weiterhin werden auf FreeSync2-Displays nun auch HDR10-Titel unterstützt.

Behobene Fehler:
Bei "OverWatch" konnte AMD sporadische Abstürze beseitigen, "Halo Wars 2" lässt sich starten und "Tom Clancy's Rainbow Six Siege" bleibt nicht mehr hängen, wenn man Mauern in die Luft jagt. Die Höhlen in "Assassin's Creed: Origins" sind nicht mehr überbelichtet, bei "Mass Effect Andromeda" lässt sich HDR10 zuverlässiger aktivieren und bei "Forza Horizon 3" werden Steine und Blattwerk nun korrekt gezeichnet. Ein Stottern bei der Wiedergabe von Netflix-Videos wurde ebenso behoben wie ein Fehler, der nach Aufzeichnungen mit ReLive das Absenken des GPU-Taktes verhindert. AMDs High-Bandwidth Cache Controller (HBCC) lässt das Fenster der Radeon Einstellungen bei Größenänderungen nicht mehr einfrieren und in Systemen mit mehreren GPUs bleibt die zweite Grafikkarte bei der Aktivierung von HBCC sichtbar.

Offene Fehler:Stecken mehrere Radeon RX Vega in einem System mit Intels X99-Chipsatz, kann es nach dem Einspielen des Treiber-Updates zu Instabilitäten kommen. Wer mehr als drei Grafikchips im Rechner hat, wird beim Aktivieren von CrossFire vermutlich mit einem Systemhänger konfrontiert. 3x1-Display-Konfigurationen können bei der Eyefinity-Erstellung sowie während des Spielens zu Abstürzen führen. Ist CrossFire aktiviert, kann sich das System beim Umschalten zur Compute-Optimierung aufhängen. Werden zwölf GPUs über längere Zeit mit Compute-Aufgaben belastet (also beim Mining), kann es zu Systemhängern kommen. Bei "Rise of the Tomb Raider" kommt es zuweilen zum Aufhängen des Spiels und das Leistungsdaten-Overlay bleibt hängen, wenn das Display aus und wieder eingeschaltet wird. Sind im Namen eines Videos Zeichen enthalten, die nicht aus dem englischen Zeichensatz stammen, kann das Erstellen der Vorschaubilder beim Zuschneiden von Videos scheitern. Das Zurücksetzen der Radeon Einstellungen funktioniert für die Rubriken Display, ReLive und Video nicht in allen Sprachversionen. Zudem scheitert das Laden der neuen Radeon-WattMan-Profile hin und wieder für die Radeon RX Vega.

Download: AMD Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1

Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]