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HPE und Dell: Wieder kritischer Firmware-Fehler bei Server-SSDs

Meldung von doelf, Montag der 30.03.2020, 16:12:00 Uhr

Bereits im November 2019 hatte Hewlett Packard Enterprise (HPE) seine Kunden vor dem unmittelbar bevorstehenden Ausfall zahlreicher Server-SSDs mit SAS-Schnittstelle gewarnt. Nun wurde ein ähnliches Problem bei anderen SSD-Modellen entdeckt und abermals ist Eile geboten. Neben HPE ist diesmal auch Dell betroffen. Offenbar stammen die betroffenen Laufwerke von der Western-Digital-Tochter SanDisk.

Der alte Fehler
Der im November bekannte gemachte Fehler steckt in der Firmware der Laufwerke und zerstört diese nach exakt 32.768 Betriebsstunden, was 3 Jahren, 270 Tagen und 8 Stunden entspricht und gleichzeitig die Grenze für einen klassischen Integer-Überlauf markiert. Letztendlich läuft in der Firmware ein Zähler, für den nur 16 Bit eingeplant wurden und der daher beim Sprung von 32.767 auf 32.768 hängen bleibt und dabei das Laufwerk unbrauchbar macht. Alle betroffenen Datenträger nutzen die SAS-Schnittstelle und sind für den Server-Einsatz gedacht.

Der neue Fehler
Diesmal kommt es nach 40.000 Betriebsstunden bzw. 4 Jahren, 206 Tagen und 16 Stunden zum Ausfall der SSDs. Wie beim alten Firmware-Fehler lassen sich die SSDs nach Eintritt des Problems nicht mehr ansprechen und die darauf gespeicherten Daten sind verloren. Während sich HPE bedeckt hält und lediglich erwähnt, dass die betroffenen Laufwerke auch in den Systemen anderer Hersteller zu finden sind, benennt Dell die Western-Digital-Tochter SanDisk als Schuldigen. Offenbar prüft die Firmware einen Maximalwert nicht als N, sondern als N-1, so dass auch hier ein Zähler aus dem erlaubten Bereich laufen kann.

Die betroffenen SSD-Modelle
Bei HPE sind folgende SSD-Modelle mit SAS-Anschluss betroffen:

Bei Dell sind folgende SSD-Modelle mit SAS-Anschluss betroffen:

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