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Flash-Speicher: TLC-Chips werden billiger

Meldung von doelf, Montag der 02.12.2019, 21:25:42 Uhr

Beim Blick auf den Flash-Speicher zeigt sich der Spot-Markt in Taiwan unentschlossen: Der zuvor recht konstante Kurs der TLC-Chips ist im Laufe des Novembers unter Druck geraten, während MLC-Chips mit 64Gb Kapazität etwas teurer geworden sind. Deren 32Gb-Variante präsentiert sich derweil preislich unverändert.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man zu Wochenbeginn durchschnittlich 2,351 US-Dollar auf den Tisch legen. Dies bedeutet einen Anstieg um 1,91 Prozent, nachdem dieser Kurs Anfang November noch um 1,37 Prozent gefallen war. Für Oktober hatten wir einen Einbruch um 3,71 Prozent notiert und im Jahresverlauf ist der Preis dieser Chips um 19,04 Prozent gesunken. Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,257 US-Dollar (-0,04%) und ist preislich alles andere als attraktiv. Zuletzt war der Kurs dieser Chips um 3,34 Prozent gestiegen, im Monat zuvor allerdings um 9,71 Prozent gefallen. Zudem liegt der heutige Preis um deutliche 15,59 Prozent über dem des Vorjahresmonats.

Wer statt MLC die Variante TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb schon für 2,740 US-Dollar. Über Monate hatte sich der Kurs dieser Chips sehr konstant entwickelt (Oktober: -1,06%; September: -0,92%; August: -0,30%; Juli: -0,71%; Juni: -0,03%; Mai: +2,06%; April: -0,34%), doch nun zeigt die Tendenz nach unten. Im November ging es bereits um 2,22 Prozent bergab und diesmal um weitere 2,91 Prozent. TLC-Chips sind bei Schreibzugriffen langsamer als MLC (2 Bit pro Zelle) oder SLC (1 Bit pro Zelle), da immer drei Bit gelöscht und dann neu geschrieben werden müssen. Wir beobachten die Preisentwicklung dieser Chips erst seit März 2019.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1025 US-Dollar wert und notierte damit um 1,26 Prozent schwächer als Anfang November. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 2,27 Prozent eingebüßt. Da in den meisten Produkten TLC-Chips zum Einsatz kommen, sind die Preise überaus günstig. Einige Analysten erwarten für 2020 ein Ende des Überangebots, weshalb auf längere Sicht mit festeren Preisen zu rechnen ist. Wer Bedarf hat, sollte sich daher über das Jahresende mit SSDs, Speicherkarten und USB-Sticks eindecken.

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