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Tesla Model S Plaid: Wenn das Flagschiff brennt

Meldung von doelf, Dienstag der 06.07.2021, 14:26:42 Uhr

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Teslas Model S Plaid beschleunigt in 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht mit seinen 1.020 PS eine Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h. Ob dies bei einem Elektro-Pkw Sinn macht, sei dahin gestellt. Es geht Tesla beim Model S Plaid einzig und alleine darum zu zeigen, was technisch machbar ist. Dumm nur, wenn das technisch Machbare hinter den eigenen Versprechungen und Zeitplänen zurück bleibt und dann eines der ersten ausgelieferten Fahrzeuge in Flammen aufgeht.

Warum ist dieses Thema so heiß?
Fahrzeugbrände sind keine Seltenheit und nicht jeder Fahrzeugbrand schafft es über eine Spalte im lokalen Werbeblättchen hinaus. Wenn ein Sportwagen mit 1.020 PS und einem Verkaufspreis von 126.990 Euro brennt, ist eine überregionale Meldung allerdings wahrscheinlich. Handelt es sich um ein Elektrofahrzeug, ist einem solchen Vorfall die landesweite Aufmerksamkeit garantiert. Brennt eines der ersten ausgelieferten Exemplare von Teslas neuem Flaggschiff, ist weltweit das Interesse geweckt - insbesondere wenn das Model S Plaid bei normaler Fahrt in Brand geriet und das Feuer nicht im Rahmen eines Unfalls ausgelöst wurde. Wie man es auch dreht und wendet: Dieses Thema ist heiß.

Die eigenen Ziele verfehlt
Das liegt auch an der Vorgeschichte des Model S Plaid, denn eigentlich hatte Tesla den Vorbestellern sogar die Variante Model S Plaid+ mit einer Reichweite von über 500 Meilen versprochen. Bei der offiziellen Vorstellung am 11. Juni 2021 war davon dann keine Rede mehr und die Vorbesteller des Model S Plaid+ wurden einfach auf die normale Variante Model S Plaid mit einer geschätzten Reichweite von 390 Meilen (628 km) umgebucht. Besonders frech: Ein Rücktritt vom einseitig geänderten Kaufvertrag war nicht möglich! Hinzu kommt eine mehrmonatige Verspätung bei der Auslieferung des Model S Plaid, welche zusammen mit der gestrichenen Plus-Variante erhebliche Schwierigkeiten bei der Integration eines ausreichend starken Akkus nahelegt.

Der ausgebrannte Tesla Model S Plaid
Doch was ist jetzt mit dem ausgebrannten Fahrzeug? Das Tesla Model S Plaid stand vergangenen Dienstag in Haverford im US-Bundesstaat Pennsylvania am Straßenrand und brannte lichterloh. Die Feuerwehr hatte große Mühe, den Brand unter Kontrolle zu bekommen, doch zumindest gab es keine Verletzten. Der Fahrer hatte sich mit Hilfe des mechanischen Notöffners befreien müssen, da der elektronische Türöffner offenbar ausgefallen war. Nach Angaben seines Anwaltes Mark Geragos hatte sich kein Unfall ereignet. Der Fahrer habe Bandgeruch bemerkt und hätte das Fahrzeug abgestellt, dass dann in Flammen aufging. Es handelte sich um einen der ersten ausgelieferten Tesla Model S Plaid.

Großer Aufschrei, doch Stillschweigen von Tesla
Weder Elon Musk noch Tesla haben sich im Laufe der vergangenen Woche zu dem Vorfall geäußert. Das Unternehmen besitzt keine normale Presseabteilung mehr, sondern kommuniziert lieber über Twitter, was die Sache nicht einfacher macht. Nur wenige Stunden nachdem die Nachricht um die Welt ging, hatte Tesla neue Produktionsrekorde für das zweiten Quartal 2021 gemeldet - 206.421 Fahrzeuge wurden zwischen April und Juni produziert und 201.250 ausgeliefert. Ein Kursfeuerwerk blieb allerdings aus, möglicherweise aufgrund des abgebrannten Model S Plaid. Teslas Aktie ging aber auch nicht in den Keller. Warum das von Bedeutung ist? Weil der Besitzer des abgebrannten Tesla laut New York Post ein gewisser Bart Smith ist.

Warum die Identität des Besitzers Fragen aufwirft
Das Linkedin-Profil von Bart Smith weist diesen als Head of FICC, ETF, Portfolio Sales & Trading der Susquehanna International Group (SIG), einer privat gehaltenen Investmentfirma, aus. Und die SIG hält laut einer Meldung an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission vom 31. März 2021 Tesla-Anteile mit einem Wert von rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Die Börsenaufsicht wird sich somit sehr genau ansehen, ob SIG eventuell versucht hat, Teslas Kurs zu drücken, um durch Leerverkäufe (Short Selling) Gewinne einzufahren. Noch gibt es keine Hinweise in diese Richtung, nur viele offene Fragen. Sowohl an Tesla und Elon Musk als auch an SIG und Bart Smith.

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