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LibreOffice 6.1.0 ist fertig

reported by doelf, Donnerstag der 09.08.2018, 22:22:09 Uhr

Nach drei Veröffentlichungskandidaten, die 199 Änderungen und Korrekturen gebracht hatten, liegt das finale LibreOffice 6.1.0 für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. LibreOffice 6.1.0 bringt allerlei Detailverbesserungen, beispielsweise für den EPUB-Export, Signaturen, Serienbriefe und Ruby Annotationen im Writer. Der Umgang mit Bildern wurde verbessert und es wurde eine einfachere Anpassung von Symbolleisten und Menüs integriert, deren Design unter Windows jetzt mehr an Microsoft Office erinnert.

Writer (Textverarbeitung):
Inline-Tooltips für das Verfolgen von Änderungen sind nun optional und zudem standardmäßig deaktiviert, wenn Änderungen gar nicht überwacht werden. Darüber hinaus wurden die nervigen Tooltips, welche im Writer auf das Anpassen oder Auswählen von Tabellen hinweisen, deaktiviert. Unter "Vorlagen" im Kontextmenü finden sich grundlegende Formatierungen für Listen und die Menüs für Kopf- und Fußzeilen enthalten einen Eintrag zum Einfügen von Seitenzahlen. Kommentare mit einem Textfluss von rechts nach links werden korrekt ins .DOC-Format exportiert und im Dialog zur Kapitelnummerierung lassen sich Nummer und Titel eines Kapitels durch einen Zeilenumbruch von einander trennen. Die Kapitelnummern können nun auch ausgeschrieben als "Eins, Zwei, Drei" oder "Erstes, Zweites, Drittes" angezeigt werden und die Konvertierung zwischen kleinen .ODT- und .XHTML-Dokumenten wurde stark beschleunigt.

Ruby Annotationen, wie sie in der chinesischen und japanische Sprache genutzt werden, werden besser unterstützt und lassen sich als .DOCX exportieren. Signaturzeilen lasen sich über das Menü "Einfügen" - nun ja - einfügen und mit digitalen Zertifikaten signieren. Länderspezifische Änderungen legen die Tabulatoren für chinesischsprachige Nutzer auf 7,4 mm fest und für Ungarn wird "Nummerierung zuerst" für die "Automatische Beschriftung" priorisiert. Der EPUB-Export kommt besser mit Links, Tabellen, Bildern und eingebetteten Schriftarten zurecht und auch Titelbilder, Meta-Daten, Fußnoten und Pop-up-Bilder werden jetzt unterstützt. Über CSS-Vorgaben bieten EPUB-Dateien einen vertikalen Schriftfluss und man kann auch Ruby-Text exportieren. Die Symbolleiste "Serienbrief" wird automatisch angezeigt, wenn das Dokument entsprechende Felder enthält. Fehlen relevante Serienbrief-Daten, werden die entsprechenden Absätze versteckt.

Calc (Tabellenkalkulation):
Bilder, die in Zellen verankert sind, lassen sich ab sofort sortieren. Beim Verankern hat man die Wahl, ob man das Bild an die Zelle oder Seite binden will. Wird die Zelle gewählt, kann man die Bildgröße automatisch an die Größe der Zelle anpassen lassen. Dabei berücksichtigt Calc auch das Seitenverhältnis. Beim Kopieren und Einfügen von Zellen werden die Bilder mitsamt ihrer Verankerungsart kopiert. Die Farbliche Hervorhebung (Text: schwarz; Formeln: grün; Nummern: blau; Geschützt: grauer Hintergrund) lässt sich vom Benutzer anpassen. Befindet sich der Cursor in der letzten ungeschützten Zelle einer Spalte, führt der Druck auf die Eingabetaste zur ersten ungeschützten Zelle der nächsten Spalte. In die entgegengesetzte Richtung funktioniert dies bei gedrückter Shift-Taste.

Das Kontextmenü wurde um Namensverwaltung, Datenprüfung und bedingte Formatierung erweitert, das Eingabefeld in der Formelleiste hat ein eigenes Kontextmenü bekommen und der Dialog zum Zusammenführen von Zellen wurde mit Illustrationen versehen. Als externe Datenquelle können nun auch CSV-Dateien genutzt werden und es wurde zur Leistungsverbesserung eine parallele Formelauswertung auf der CPU integriert. Auch die Funktion VLOOKUP soll nun in bestimmten Fällen deutlich schneller arbeiten. Der Import-Filter für Excel 2003 XML wurde umfassend überarbeitet und der bisherige XSLT-basierte Filter komplett ersetzt.

Impress (Präsentation), Draw (Zeichnen) und Base (Datenbank):
Nach dem Writer fragen nun auch Calc, Draw und Impress, ob EXIF-Informationen über die Rotation einzufügender Bilder berücksichtigt werden sollen. Bei Parenthesen und anderen Inhalten in Klammern brachte Impress bisher deren Reihenfolge durcheinander, wenn der Schriftverlauf eines Absatzes von rechts nach links weist. Dies wurde korrigiert. In Draw wurden die Menüs neu organisiert und ein neues Seite-Menü hinzugefügt. Base wendet Named-Parameter-Substitution nicht mehr auf SQL-Befehle an, die direkt und unverändert ausgeführt werden sollen. Dies war bei Verwendung der ODBC-, JDBC- und Firebird-SDBC-Treiber bisher nicht der Fall.

Allgemeine Änderungen:
Die Möglichkeit zum Einbetten von Bildern über eine URL wurde programmweit entfernt und der bisherige SVGFilter wurde durch SVGIO ersetzt. Es gibt einen neuen Grafikmanager und die Möglichkeit, Bilder auf Anfrage aus OOXML- und MSO-Dateien zu laden. Im Dialog zum Einfügen von Tabellen wurde die Schaltfläche "AutoFormat" durch eine Auswahlliste mit unterschiedlichen Tabellenstilen ersetzt. In Tabellen wurde die obskure Funktion "3 seconds to add/delete col/row" entfernt, damit sich die Tastenkombinationen Alt + Entfernen sowie Alt + Einfügen frei zuweisen lassen. ODF-Dokumente können unter Linux und macOS mit ECDSA-Schlüsseln signiert werden, bisher konnte LibreOffice dort nur Signaturen lesen.

Unter Windows kommt jetzt standardmäßig das Icon-Thema "Colibre" zum Einsatz, welches den Umstieg von Microsoft Office erleichtern soll. Für starke Kontraste wird nun generell das Thema "Sifr" verwendet. Für Gnome-Desktops ist das Icon-Thema "Elementary" die erste Wahl. Als neues Icon-Thema ist "Karasa Jaga" hinzugekommen, während "Industrial" und "Oxygen" aufgrund fehlender SVG-Unterstützung gehen mussten. Die Dialogfenster unter Linux wurden auf GTK3 portiert. Ein neues Zahnradsymbol vereinfacht das Anpassen von Symbolleisten und Hauptmenüs. Beispielsweise kann man diese Objekte umbenennen, umsortieren und den verwendeten Anzeigestil ändern. Auch Top-Level-Menüs und Werkzeugleisten soll man hier deaktivieren können, um die Bedienung von LibreOffice schlanker und einfacher zu gestalten.

Download: LibreOffice 6.1.0

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