Neu von MSI

Windows 10 Insider Preview Build 15007 für PCs und Smartphones

reported by doelf, Donnerstag der 19.01.2017, 14:06:47 Uhr

Windows 10 Mobile ist doch nicht tot: Nachdem sich Microsoft in den vergangenen Wochen ausschließlich auf neue Insider Preview Builds für Computer konzentriert hatte, liegt mit dem Build 15007 jetzt wieder eine Version vor, die sich sowohl an PCs als auch an Smartphones richtet. Wie üblich, wurde der neue Build erst einmal nur für Insider im Fast-Ring veröffentlicht.

Neu für PC und Mobile
Im Vergleich zum vorherigen Build 15002 halten sich die Neuerungen in Grenzen: Microsoft Edge kann jetzt endlich Daten von anderen Browsern importieren, beispielsweise die Lesezeichen, die gespeicherten Passwörter und den Verlauf. Der Browser bietet die Möglichkeit Tabs-Sets, die man zuvor abgespeichert hat, mit anderen Apps zu teilen. Downloads kann man mit "Speichern unter" gezielter ablegen oder gleich ausführen. "Web Notes" wurde vom Verhalten her an andere Ink-fähige Apps wie Photos und Maps angepasst. Auf Mobilgeräten verzichtet Edge auf die Skalierung von Texten und lässt dafür bei jeder Webseite das Heranzoomen bis auf mindestens 500 Prozent zu. Hierdurch will Microsoft verhindern, dass Webseiten aufgrund der vom Benutzer gewählten Textskalierung fehlerhaft dargestellt werden. Scroll-Leisten werden auf PCs und Mobilgeräten automatisch ausgeblendet, um Platz zu sparen und unerwünschte Effekte zu vermeiden. Die Regenbogenflagge hat es als Zeichen für Toleranz und Vielfältigkeit in die Emojis geschafft und die neue Bluetooth-API bringt GATT-Server und erweitert die Anbindung von Bluetooth-LE-Geräten.

PC-Nutzer werden bald neue Themes aus dem Windows Store herunterladen können, aktuell funktioniert die entsprechende Verknüpfung aber noch nicht. Wer mehrere Windows-PCs verwendet, wird von Cortana beim Gerätewechsel unterstützt. Über Links im Action Center verweist die Assistentin auf zuletzt geöffnete Webseiten sowie die kürzlich bearbeiteten Dokumente, sofern diese auf SharePoint oder bei anderen Cloud-Diensten liegen. Auf dem PC können Benachrichtigungen nun auch eine Fortschrittsanzeige umfassen und die Gesichtserkennung Windows Hello hilft bei der Einrichtung. Auf dem PC kann man das Snipping Tool zum Erstellen von Bildschirmfotos komplett per Tastatur steuern: Zunächst wählt man mit Alt + N die Art des Screenshots aus, dann navigiert man mit Hilfe der Pfeiltasten an die Startposition und drückt Enter oder die Leertaste, um mit der Auswahl zu beginnen. Mit den Pfeiltasten zieht man einen Rahmen und schließt die Auswahl mit einem weiteren Druck auf Enter oder die Leertaste ab.

Nur für Mobile
Mit Hilfe von Azure Active Directory (AAD) Identity (Mobile) lassen sich Daten geräteübergreifend abgleichen, beispielsweise Passwörter, WLAN-Profile, App-Daten sowie die Lesezeichen und die Leseliste von Edge. Hierzu müssen auf den Geräten natürlich die selben Konten eingerichtet sein. Auf diese Weise lässt sich übrigens auch Cortana auf Systeme von Schulen, Universitäten oder Arbeitgebern nutzen, die keine Microsoft-Konten erlauben. Die digitale Assistentin kann Musik steuern, auch über Drittanbieter-Apps. Dies funktioniert vorerst aber nur in US-Englisch bei den Apps "iHeartRadio" und "TuneIn Radio". Wie beim PC versteht Cortana Fragen nach den Schemata "Play on ", "Play on " aber auch "Hey Cortana, What song is Playing?". Gibt man keinen App-Namen an, bezieht Cortana den Befehl auf die zuletzt genutzte App. Benutzer aus China können indes Cortanas Musikerkennung nutzen. Weiterhin kann Cortana Erinnerungen nun auch monatlich und jährlich wiederholen.

Das Zurücksetzen von Apps auf den Auslieferungszustand ist jetzt auch auf Smartphones möglich, die PC-Version von Windows 10 beherrscht dies schon seit dem im vergangenen Sommer veröffentlichten Anniversary Update. Das mobile Edge umfasst eine Vorschau der Payment Request API, welche für mobile Zahlungen auf das Microsoft Wallet zugreift. Aktuell können aber noch keine Zahlungen durchgeführt werden. Die Darstellung mit hohem Kontrast wurde für alle XAML-Apps optimiert, um Darstellungsprobleme zu beheben. Die Unterseiten der Einstellungen umfassen neuerdings Verknüpfungen zum Kundendienst, Feedback sowie zu verwandten Themen. In den Einstellungen bilden die Apps ab sofort eine eigene Kategorie, zuvor fanden sich diese unter "System". In der Kategorie "Geräte" wurden "Angeschlossene Geräte" und "Bluetooth Geräte" zusammengefasst. Das Verbinden und Trennen von Bluetooth-Geräten wurde dabei direkt in die Seite integriert.

Das Aufspielen neuer Updates lässt sich neuerdings um 35 Tage verzögern, sofern das Telefon von einem Unternehmen verwaltet (Enterprise Managed Device) wird. Administratoren können auch die SD-Karten in Mitarbeiter-Telefonen verschlüsseln und dies über die Bereitstellungsrichtlinien vorschreiben. Da sich Daten auf verschlüsselten Speicherkarten kaum wiederherstellen lassen, rät Microsoft eindringlich, zeitgleich ein Cloud-Backup einzurichten. Der "Glance Screen", also die Bereitstellung von Informationen auf einem weitgehend inaktiven Display, wurde mal wieder überarbeitet. Nachdem der "Glance Screen" beim Laden zunächst immer an war, musste er später manuell aktiviert werden. Nun kann man den "Glance Screen" beim Laden zurückholen, die entsprechende Einstellung findet sich unter Personalisieren.

Bekannte Probleme
Die Installation endet auf einigen Computern mit einem "Green Screen Of Death" (GSOD), also einem Absturz. Microsoft arbeitet an einer Lösung. Sollte das Aufspielen bei 99 Prozent stockt, hilft nur Geduld. Bei PCs verursacht der Dienst Spectrum.exe nach dem Update dauerhaft Probleme wie Audio-Aussetzer, ständige Zugriffe auf die Datenträger und Abstürze von Edge beim Öffnen der Konfiguration. Um den Fehler zu beheben, muss man das Verzeichnis C:ProgramDataMicrosoftSpectrumPersistedSpatialAnchors löschen. Verknüpfungen, die ein Prozentzeichen enthalten, bringen den Explorer zum Absturz. Bei Smartphones fehlt die Begrüßung durch die Gesichtserkennung "Windows Hello" und es gibt noch einige Probleme rund um den Datenabgleich über Azure Active Directory (AAD). Auf einigen Smartphones neigt dieser Build zu sporadischen Abstürzen.

  Quelle: blogs.windows.com
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