Auch Flash-Speicher wird etwas teurer
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Auch Flash-Speicher wird etwas teurer

Meldung von doelf, Samstag der 03.08.2019, 20:31:00 Uhr

Während der Handelskonflikt zwischen Japan und Südkorea die Kurse für Arbeitsspeicher im Juli in die Höhe schießen ließ, sieht man bei den Flash-Chips bisher nur einen moderaten Anstieg. Man sollte die Preise allerdings im Auge behalten, denn in Asien deuten derzeit alle Zeichen auf weiteren Ärger.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man gestern durchschnittlich 2,470 US-Dollar auf den Tisch legen. Das sind zwar 5,33 Prozent mehr als Anfang Juli, doch die DRAM-Chips sind im selben Zeitraum um bis zu zwanzig Prozent teurer geworden. In den Vormonaten hatten wir mit Ausnahme des Mai (+8,10%) einen fortschreitenden Preisverfall gesehen. Daher liegt der heutige Durchschnittskurs um 24,88 Prozent unter der Vorgabe von Anfang August 2018.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,409 US-Dollar, was einem Aufschlag von 15,37 Prozent entspricht. Bereits im April und Mai 2019 war dieser Kurs um 1,54 und 28,21 Prozent gestiegen, da diese Chips so langsam aus der Produktion laufen. Der Preis hat inzwischen fast wieder das Niveau von August 2018 (2,428 US-Dollar; -0,78%) erreicht. Somit macht diese Variante nur dann Sinn, wenn ihr Einsatz aus technischen Gründen erforderlich ist.

Wer statt MLC die Variante TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) für seine Produkte einkauft, bekommt 256 Gb schon für 2,944 US-Dollar. Der Kurs der TLC-Chips ist mit einem Minus von gerade einmal 0,30 Prozent sehr konstant und hatte sich auch in den Vormonaten (Juli: -0,71%; Juni: -0,03%; Mai: +2,06%; April: -0,34%) kaum bewegt. TLC-Chips sind bei Schreibzugriffen langsamer als MLC (2 Bit pro Zelle) oder SLC (1 Bit pro Zelle), da immer drei Bit gelöscht und dann neu geschrieben werden müssen. Wir beobachten die Preisentwicklung dieser Chips erst seit März 2019.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1112 US-Dollar wert und notierte damit um 1,48 Prozent schwächer als Anfang Juli. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 4,09 Prozent eingebüßt. Unser Rat lautet daher: Schnell kaufen, bevor der Preisanstieg voll durchschlägt, oder abwarten, denn durch den Konflikt werden die Überbestände nicht weniger.

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