Neu von MSI

"No Man's Sky" ist mit "Atlas Rises" fast fertig

reported by doelf, Sonntag der 13.08.2017, 18:28:26 Uhr

Das britische Entwicklerstudio Hello Games und sein Chef Sean Murray hatten in Hinblick auf das Weltraumabenteuer "No Man's Sky" den Mund sehr voll genommen und vor einem Jahr das Gerippe eines Spiels abgeliefert. Seitdem arbeitet Hello Games an der nachträglichen Fertigstellung und diese wurde mit der Version 1.3 ("Atlas Rises", den Patch 1.31 gibt es auch schon) fast erreicht.

Eines muss man Hello Games lassen: Das kleine Studio hat nicht nur ein unfertiges Spiel auf den Markt geworfen, sondern arbeitet auch konsequent an der Beseitigung der Mängel. Mit "Foundation" und "Pathfinder" hatten die Entwickler in den vergangenen Monaten bereits zwei umfangreiche Updates veröffentlicht und nun liegt zum Einjährigen das bisher größte Update namens "Atlas Rises" zum Download bereit. Und diese Investition in die Kundenzufriedenheit zahlt sich langsam aus: Bei Steam ist die Mehrzahl der 76.644 Rezensionen zwar weiterhin negativ, doch bei den 1.707 kürzlich abgegebenen Bewertungen zeigt der Daumen inzwischen nach oben.

"Atlas Rises" erweitert die Hauptgeschichte um 30 Stunden und bringt darüber hinaus neue Zusammenhänge und Nebenaufgaben. Eine mysteriöse neue Rasse, welche zwischen den Dimensionen reisen kann, ist aufgetaucht und uralte Portale, die ein schnelles Reisen ermöglichen, haben sich geöffnet. Die erzählerischen Hintergründe ("Lore") und möglichen Interaktionen im bisherigen Spiel wurden verdoppelt. Und natürlich gibt es auch ganz neue Planeten und Geheimnisse zu erkunden, beispielsweise eine "Welt aus Glas". Die biologische Vielfalt der Planeten wurde erweitert und deren Darstellung aufgewertet. Doch die schrägsten Welten bleiben auch weiterhin sehr selten.

"No Man's Sky" ist eben ein Spiel für Entdecker bei dem der Weg das Ziel ist. Insofern war es längst überfällig, dass man den bisherigen Verlauf seiner Reise im Navigationssystem abrufen kann. Auch alle offenen Missionen kann man sich jetzt anzeigen lassen. Die galaktische Karte bietet eine verbesserte Navigation sowie Zugriff auf wichtige Schlüsseldaten. Und mit der entsprechenden Ausrüstung kann man in der Karte anhand von Wohlstand, Wirtschaftssystem und Lebensformen filtern. Die Aufwertung der Ökonomie wirkt sich natürlich auch auf den interstellaren Handel aus: Es gibt neue Waren, man kann Gase sammeln und muss mehr Aufwand in die Wartung der Ausrüstung stecken.

In den Raumstationen kann man einen Missions-Agenten kontaktieren, um lohnenswerte und einzigartige Aufgaben zu bekommen. Diese werden von Gilden vergeben, in deren Wertschätzung man aufstiegen muss, um die wirklich lukrativen Jobs abzustauben. In den neuen Meilensteinen kann man seine Fortschritte einsehen. In "Atlas Rises" wurden zusätzliche Gilden implementiert, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen. Egal ob man entdeckt, forscht, handelt oder kämpft, es gibt stets neue Missionen. Man kann auch abgestürzte Frachtschiffe auf eigene Faust ausschlachten oder mit dem Terrain-Manipulator nach vergrabenen Schätzen suchen. Der Visor zeigt mehr Daten an und das Scannen von Flora und Fauna wird stärker belohnt.

Für die optische Aufbereitung lässt sich nun Schärfentiefe aktivieren und zahlreiche Objekte wurden auf hochauflösende Texturen umgestellt. Mit dem neuen Multifunktionswerkzeug Terrain-Manipulator kann man seine Umgebung verändern und neue Strukturen aus unterschiedlichen Materialien erschaffen. Weitere Verbesserungen betreffen den Weltraumkampf: Die Schiffe lassen sich besser steuern, es gibt Raketen und ein neues HUD sowie klügere Computergegner. Auch der atmosphärische Tiefflug wurde aufgewertet und man sollte tunlichst Kollisionen mit der Planetenoberfläche vermeiden. Die S-Klasse hat es jetzt auch in den Weltraum verschlagen, wobei sich teure Schiffe in reichen Systemen herumtreiben.

Mit "Atlas Rises" haben die Entwickler ein Jahr nach der Veröffentlichung von "No Man's Sky" einen Großteil der im Vorfeld gemachten Versprechungen eingelöst. Sagen wir mal "Besser spät als nie". Wer erst jetzt einsteigt, dürfte kaum noch enttäuscht werden.

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