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Online-Händler Lesara ist insolvent

reported by doelf, Montag der 12.11.2018, 10:37:49 Uhr

Mit "erschwinglichen Mode- und Lifestyle-Produkten" aus größtenteils chinesischer Produktion wollte sich der 2013 gegründete Online-Händler Lesara einen Namen machen. 2017 gewann das Unternehmen den Technology Fast 50 Award vom Beratungs- und Prüfungsunternehmen Deloitte und im August 2018 eröffnete Lesara ein 40 Millionen Euro teures Distributionszentrum in Erfurt. Der neueste Meilenstein der Firmengeschichte heißt Insolvenzantrag in Eigenverwaltung.

Lesara AG und Lesara Logistics SE sind betroffen
Beim zuständigen Amtsgericht in Berlin Charlottenburg wurde am 9. November 2018 die Eröffnung von Insolvenzverfahren über das Vermögen der Lesara AG (Aktenzeichen: 36l IN 5629/18) und der Lesara Logistics SE (Aktenzeichen: 36l IN 5633/18) beantragt. Ziel ist in beiden Fällen eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Amtsgericht Charlottenburg hat den Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Bisher - Stand 12. November 2018, 10:20 Uhr - berichtet Lesara weder auf seiner Webseite noch in seinen Pressemitteilungen über den Insolvenzantrag.

Fördergelder in Höhe von 9,6 Millionen Euro bewilligt
Zur Eröffnung des 40 Millionen Euro teuren Distributionszentrums in Erfurt am 17. August 2018 war auch Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) gekommen. Der ehemalige Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hatte Lesara im Rahmen des Förderprogramms Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) einen Zuschuss in Höhe von 9.636.230 Euro zugesagt. Im Jahr 2017, als diese Fördersumme erteilt wurde, hatte Lesara davon noch keinen Cent abgerufen. Die Zahlen für das Jahr 2018 liegen noch nicht vor. Thüringen und Erfurt hatten sich von der Ansiedlung 200 neue Arbeitsplätze versprochen.

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