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AMD: Ryzen Threadripper 2990WX kommt am 13. August

reported by doelf, Mittwoch der 08.08.2018, 13:35:00 Uhr

In fünf Tagen wird AMD zu einem mächtigen Schlag gegen Intel ausholen, denn nächsten Montag soll der neue Prozessor Ryzen Threadripper 2990WX mit 32 Rechenkernen und 64 Threads beim Händler stehen. Im Vergleich zum bisherigen Flaggschiff Ryzen Threadripper 1950X hat AMD die Zahl der Kerne und Threads verdoppelt, zugleich wurde der maximale Turbotakt um 200 MHz auf 4,2 GHz angehoben.

Ryzen Threadripper 2990WX: Das Doppelte, bitte!
Den Basistakt hat AMD allerdings um 400 MHz auf 3,0 GHz reduziert, wobei der Ryzen Threadripper 2990WX bei Last auf 16 Kernen dennoch höher takten dürfte als sein Vorgänger. Der Speicher-Controller umfasst weiterhin vier Kanäle, doch der maximal garantierte Takt steigt von 2.667 auf 2.933 MHz. Die drei Cache-Ebenen bringen es auf 3, 16 sowie 64 MiB und auch das stellt eine Verdopplung dar. Glücklicherweise hat sich die Verlustleistung der CPU nicht verdoppelt, doch statt 180 muss die Kühlung nun bis zu 250 Watt bewältigen. Der Wechsel von 14 nm (14LPP FinFET) auf 12 nm (12LP FinFET) hat den Threadripper effizienter gemacht und die neuen Kerne der Generation Zen+ punkten mit kürzeren Latenzen bei Cache- und Speicherzugriffen. Was sich ebenfalls verdoppelt hat, ist der Preis: Während der Ryzen Threadripper 1950X inzwischen für unter 800 Euro abverkauft wird, führen erste Händler den Ryzen Threadripper 2990WX für 1.829 Euro.

Plattform und Mainboards bleiben unverändert
Keine Änderung gibt es hinsichtlich der Plattform: AMD bleibt dem Sockel TR4 und dem Chipsatz X399 treu und verspricht, dass sich der Ryzen Threadripper 2990WX und seine Geschwister auch auf den bisherigen TR4-Motherboards nutzen lassen. Lediglich ein UEFI-Update wird benötigt. Und der Hersteller der Hauptplatine muss die 250 Watt sowie den höheren Speichertakt absegnen, was hier und da noch für Probleme sorgen könnte. Wo wird gerade bei den Geschwistern sind - AMD hat drei davon angekündigt und diese werden 12, 16 bzw. 24 Kerne besitzen:

  • AMD Ryzen Threadripper 2990WX (32 Kerne/64 Threads; 3,0-4,2 GHz; 3/16/64 MiB L1/L2/L3-Cache; 250 W TDP): Straßenpreis ab 1.829 Euro (Markteinführung: 13.08.2018)
  • AMD Ryzen Threadripper 2970WX (24 Kerne/48 Threads; 3,0-4,2 GHz; 2,25/12/64 MiB L1/L2/L3-Cache; 250 W TDP): noch kein Preis bekannt (Markteinführung: Oktober 2018)
  • AMD Ryzen Threadripper 2950X (16 Kerne/32 Threads; 3,5-4,4 GHz; 1,5/8/32 MiB L1/L2/L3-Cache; 180 W TDP): noch kein Preis bekannt (Markteinführung: 31.08.2018)
  • AMD Ryzen Threadripper 2920X (12 Kerne/24 Threads; 3,5-4,3 GHz; 1,125/6/32 MiB L1/L2/L3-Cache; 180 W TDP): noch kein Preis bekannt (Markteinführung: Oktober 2018)

Ryzen Threadripper 2950X mit 16 Kernen
Der eigentliche Erbe des Ryzen Threadripper 1950X wird der Ryzen Threadripper 2950X sein, der ebenfalls 16 Kerne und 32 Threads bietet. Seine TDP bleibt mit 180 Watt auf dem Niveau des Vorgängers, doch die Taktraten von CPU (Basistakt: +100 MHz; Turbotakt: +400 MHz) und Arbeitsspeicher (DDR4-2933 statt DDR4-2667) hat AMD etwas angezogen. Gepaart mit den schnelleren Kernen der Generation Zen+ stellt auch der Ryzen Threadripper 2950X einen klaren Schritt nach vorne dar, wobei sich ein Upgrade aber kaum lohnen dürfte. Einzig bei Einsatzgebieten, die deutlich von schnellerem Arbeitsspeicher und geringeren Latenzen beim Zugriff auf Cache und RAM profitieren, wird sich der Ryzen Threadripper 2950X deutlich von der ersten Generation absetzen können. Straßenpreise konnten wir für den Ryzen Threadripper 2950X noch nicht finden, doch diese CPU wird AMD auch erst am 31. August 2018 in den Handel bringen.

Auf die Modelle Ryzen Threadripper 2970WX (24 Kerne/48 Threads) und Ryzen Threadripper 2920X (12 Kerne/24 Threads) müssen wir sogar noch bis Oktober warten. Sie stellen eine abgespeckte Variante des jeweiligen Vollausbaus dar, könnten preislich aber durchaus attraktiv sind. Schließlich sind nicht alle Anwendungen in der Lage, 16 oder 32 Kerne effizient zu nutzen. Insbesondere Spiele profitieren bisher kaum von mehr als acht Rechenkernen, so dass bereits der Ryzen Threadripper 2920X noch ausreichend Reserven für die Zukunft bietet.

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