Flash-Speicher: Kaum Bewegung in den Chip-Preisen

Meldung von doelf, Montag der 09.11.2020, 16:19:07 Uhr

Während die DDR4-Chips am Spot-Markt in Taiwan wieder billiger werden, gibt es beim Flash-Speicher kaum Bewegung: Die Preise der MLC-Chips wiesen im Laufe des Oktobers ein minimales Plus auf, während es bei den 3D-TLC-Chips einen geringfügigen Abschlag gab.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man heute durchschnittlich 2,461 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Aufschlag von 0,37 Prozent entspricht. Zwischen Januar und März 2020 hatte es zunächst steigende Preise gegeben (+2,17%; +4,20%; +5,71%), dann begann im April eine Achterbahnfahrt (-2,42%; +6,31%; -14,43%; +13,11%) und ab August fiel der Kurs (-3,69%, -3,40%, -0,81%). Blicken wir ein Jahr zurück, haben sich die 64Gb-MLC-Chips um 6,68 Prozent verteuert.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 1,990 US-Dollar. Auf eine recht bewegungsarme Entwicklung zwischen Februar und Mai 2020 (+2,74%; -0,39%; +0,39%; +2,59%), folgte von Juni bis August ein Preisverfall (-7,16%; -4,08%; -3,50%). Seit September geht es nun auf und ab (+3,58%; -6,48%; +0,66%). Der Rückblick auf November 2019 zeigt uns allerdings eine Verbilligung um 11,87 Prozent.

Wer statt MLC die Variante 3D-TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb für 2,931 US-Dollar. Nach happigen Aufschlägen von 11,39, 6,85 und 5,21 Prozent zum Jahresanfang war der Kurs dieser Chips ab April 2020 (-0,38%; -2,72%; -1,14%; -4,38%, -4,33%, -3,23%) kontinuierlich gefallen. Nur im Oktober gab es einen geringfügigen Anstieg um 1,27 Prozent, auf den jetzt ein Rückgang um 0,54 Prozent folgt. Binnen Jahresfrist haben sich die 3D-TLC-Chips um 3,86 Prozent verteuert.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1888 US-Dollar wert und notierte damit um 1,53 Prozent stärker als Anfang Oktober 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar um 7,89 Prozent zugelegt. Während wir beim Arbeitsspeicher von leicht fallenden Kursen ausgehen, erwarten wir für die Flash-Chips eine Seitwärtsbewegung bis zum Jahresende. Analysten hatten zwar hohe Abschläge prophezeit, doch diese sind noch nicht in Sicht.

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