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Apple stellt EKG-Watch und neue iPhones vor

reported by doelf, Donnerstag der 13.09.2018, 14:32:45 Uhr

Die Apple Watch Series 4 ist jetzt ein EKG-Gerät, ruft bei Stürzen um Hilfe und führt das Display näher an den Rand. Die Bildschirmdiagonale des iPhone wurde weiter aufgeblasen und misst nun 5,8 Zoll (14,7 cm), 6,1 Zoll (15,5 cm) oder 6,5 Zoll (16,5 cm). Darüber hinaus bieten die neuen iPhones die besten Kameras für Fotos und Videos und arbeiten nebenbei als Basketball-Trainer. Die Preise: Zwischen 849 und 1.649 Euro.

Pressekonferenzen von Apple sind nur schwer zu ertragen. Einerseits setzt das Unternehmen seine grüne Maske auf und erklärt, man wolle unbedingt, dass seine Produkte möglichst lange genutzt und am Ende umfassend recycelt werden. Andererseits sind die fantastischen neuen Geräte (laut Apple) derart innovativ und um Lichtjahre besser, dass man die Modelle aus dem Vorjahr am liebsten gleich in die Tonne kloppen würde. Doch das wäre eine Umweltsünde, da Apple seine Telefone und Uhren sorgfältig verklebt und Reparaturen sowie eine Wiederverwertung schon fast unmöglich macht. Selbst den einfachen Austausch der Batterie, deren Leben nun einmal endlich ist, hat Apple nicht vorgesehen. Dafür besteht das winzige Lautsprechergehäuse nun zu 35 Prozent aus wiederverwendetem Kunststoff. Reicht das, um die Welt zu retten? Wohl kaum. Für diese Neuigkeit gab es nicht einmal den ansonsten üblichen Beifallssturm, sondern nur einen müden Klatscher. Wesentlich nachhaltiger erscheint da "Apple GiveBack", ein neues Rücknahmeprogramm für gebrauchte Apple-Geräte. Lassen sich diese weiterverkaufen, wird der Besitzer am Erlös beteiligt. Ist das Gerät schon durch, kümmert sich Apple kostenlos um die Entsorgung und die Wiederverwendung einiger Rohstoffe.

Apple Watch Series 4: Ein Gesundheitsprodukt
Bei der Apple Watch geht es weder um Kommunikation, noch um die Uhrzeit. Apples Uhr war von Anfang an auf die Erfassung von Körperdaten und die Selbstoptimierung ausgelegt, was die vierte Generation nun auf eine neue Spitze treibt. Die Apple Watch Series 4 überwacht die Herzfrequenz und meldet Abweichungen nach oben oder unten. Sie erkennt Stürze und ruft im Ernstfall automatisch um Hilfe. Sie ist ein Trainer, kümmert sich um personalisiertes Coaching und treibt die Selbstoptimierung mit immer neuen Herausforderungen und sozialem Druck voran. Wer mal einen Tag durchhängt, bekommt beim Anblick offener Aktivitätsringe ein schlechtes Gewissen. Wer hingegen brav trainiert und die monatlichen Herausforderungen erfüllt, wird mit Medaillen belohnt. Ganz neu ist der elektronische Herzsensor, welcher die Apple Watch Series 4 zu einem ultrakompakten EKG-Gerät macht. Hiermit könnte der Nutzer beispielsweise ein Belastungs-EKG anfertigen oder Herzrhythmusstörungen untersuchen, wenn es denn eine Zulassung für Europa gäbe. Die gibt es bisher aber nur für die USA und so bleibt der Einsatz der EKG-Funktion vorerst auf die Vereinigten Staaten beschränkt.

Apple Watch Series 4

Und sonst? Die Gehäuse sind um 2 mm auf 44 bzw. 40 mm gewachsen, während der Anzeigebereich auf 977 bzw. 759 qmm (bisher 740 bzw. 563 qmm) vergrößert wurde. Hierfür hat Apple das Display dichter an den Rand gezogen und mit abgerundeten Ecken versehen. Die Uhren sind nun 10,7 statt 11,4 mm dünn und beherbergen einen 64-Bit-Prozessor, dessen beide Kerne die Leistung bestenfalls verdoppeln sollen. Die digitale Krone liefert nun ein haptisches Feedback und Bluetooth wurde auf die Version 5.0 (bisher 4.2) aktualisiert. Die gute Nachricht hinsichtlich des Akkus lautet: Die Laufzeit ist nicht noch kürzer geworden! Nein, im Ernst: Apple lobte sich dafür, dass die nun viel bessere Uhr weiterhin nach maximal 18 Stunden aufgeladen werden muss. Da hatten wir mehr erwartet. Die Preise beginnen bei 429 Euro für die 40-mm-Uhr mit Aluminiumgehäuse und Kunststoffarmband und spannen bis 1.549 Euro für die 44-mm-Variante mit Edelstahlgehäuse und Lederarmband. Offenbar ist die Apple Watch ein echtes Schnäppchen, denn laut Tim Cook handelt es sich um die meistverkaufte Uhr weltweit. Im kommenden Jahr dürfte sie auch das meistverkaufte EKG-Gerät sein. Morgen läuft die Vorbestellung an, ausgeliefert wird die neue Apple Watch ab dem 21. September 2018.

Apple iPhone XS, XS Max und XR
Beim iPhone fährt Apple auf den ersten Blick mit den neuen Modellen iPhone XS, XS Max und XR dreigleisig, doch tatsächlich ist die Palette noch wesentlich breiter aufgestellt, denn die iPhones 8 Plus (5,5 Zoll/13,94 cm; ab 789 Euro), 8 (4,7 Zoll/11,94 cm; ab 679 Euro), 7 Plus (5,5 Zoll/13,94 cm; ab 649 Euro) und 7 (4,7 Zoll/11,94 cm; ab 519 Euro) bleiben zu reduzierten Preisen ebenfalls im Programm. Das Einstiegsmodell in die neue Generation ist das iPhone XR mit 6,1 Zoll (15,5 cm) großem IPS-Display und 1.792 x 828 Bildpunkte bei 326 ppi, Apple spricht hierbei von einem "Liquid Retina HD Display". Zur Auswahl stehen 64, 128 oder 256 GB Speicherplatz sowie die Farben Rot, Gelb, Weiß, Koralle, Schwarz und Blau. Damit zielt Apple zweifelsohne auf eine jüngere Käuferschaft, denn die gediegeneren Farbtöne Gold, Space Grau und Silber bleiben den XS-Varianten vorbehalten. Das iPhone XR ist wasser- und staubdicht nach IEC 60529/IP67, es darf für maximal 30 Minuten bis zu einer Tiefe von einem Meter eingetaucht werden.

iPhone XR

Mit 5,8 Zoll (14,7 cm) ist das iPhone XS ein wenig kleiner, doch sein OLED-Display bietet 2.436 x 1.125 Pixel bei 458 ppi sowie HDR-Unterstützung inklusive weit höheren Kontrasten (1.000.000:1 statt 1.400:1). Gleiches gilt auch für das iPhone XS Max, welches auf 6,5 Zoll (16,5 cm) sogar 2.688 x 1.242 Pixel bei 458 ppi unterbringt. Doch die teure OLED-Technik hat ihren Preis: Für das iPhone XS muss man mindestens 1.149 Euro auf den Tisch legen und das iPhone XS Max beginnt sogar erst bei 1.249 Euro. Dafür gibt es allerdings nur magere 64 GB Speicherplatz. Für 256 GB werden 1.319 Euro fällig und für 512 GB sind es 1.549 Euro. Für die Max-Variante werden dann nochmals 100 Euro Aufschlag berechnet. Der Schutz vor Wasser und Staub fällt bei den XS-Modellen besser aus. Sie erfüllen IEC 60529/IP68 und können für maximal 30 Minuten bis zu einer Tiefe von zwei Metern eingetaucht werden. Eine weitere Besonderheit der XS-Varianten: Sie verfügen über ein zusätzliches Teleobjektiv mit ƒ/2.4 Blende, während das XR nur ein Weitwinkelobjektiv mit ƒ/1.8 Blende besitzt.

Apple A12 CPU

Überhaupt ging es in Apples Präsentation fast nur um Fotos und Videos: Die 12-Megapixel-Kamera scheint selbst Profikameras in den Schatten zu stellen und bietet im Porträtmodus eine nachträgliche Tiefen-Kontrolle. Minutenlang wurde auch die aufgewertete Qualität des Unschärfebereichs (Bokeh) zelebriert, welche vom Objektiv erzeugt wird. Wie bei manchen Profi-Objektiven hat Apple das Bokeh zur Kunstform erkoren. Die 4K-Videoaufnahmen scheinen Kinoproduktionen zu genügen oder man nutzt die tolle Kamera in Kombination mit dem fantastischen "A12 Bionic Chip", um die Realität zu erweitern oder sein Basketballspiel zu verbessern. Natürlich sind die neuen iPhones dank des neuen Prozessors auch die perfekten Spielkonsolen. Apple verspricht bis zu 15 Prozent mehr Rechenleistung sowie bis zu 50 Prozent mehr Grafikleistung. Der Energieverbrauch ist nicht gestiegen, da der A12 erstmals mit Strukturgrößen von nur 7 nm gefertigt wird. Damit steigt die Sprechdauer auf 20 bis 25 Stunden, Videos kann man zwischen 14 und 16 Stunden ansehen.

iPhone XS und XS Max

Da Apple den Home-Button bei den neuen iPhones weggelassen hat, sind diese vergleichsweise handlich geraten. Mit 157,5 x 77,4 x 7,7 mm ist das iPhone XS Max (6,5 Zoll) kompakter als das iPhone 8 Plus, welches 158,4 x 78,1 x 7,5 mm misst. Das Gewicht ist um lediglich 6 g auf 208 g gestiegen. Zur Anmeldung und als Passwort dient "Face ID", was Apple unglaublich sicher findet. Das sehen wir ganz anders: Wer sich unseres iPhones bemächtigt, muss das Gerät nur noch vor unser Gesicht halten, um Zugang zu bekommen. Im Gegensatz zu einem Passwort ist ein Gesicht immer offensichtlich und kann nicht versteckt werden. Ein Gesicht als Passwort zu verwenden, ist somit sehr bequem, aber auch ziemlich dumm. Die Vorbestellung für das iPhone XS startet am 14. September 2018, eine Woche später beginnt die Auslieferung. Jeweils fünf Tage später folgt das iPhone XR. Bereits am 17. September 2018 wird iOS 12 für alle Geräte, auf denen iOS 11 läuft, an den Start gehen.

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