Samsung Galaxy Fold 5G kommt am 18. September im Handel
MSI RTX SUPER STEAM Bundle

Samsung Galaxy Fold 5G kommt am 18. September im Handel

Meldung von doelf, Freitag der 06.09.2019, 09:30:56 Uhr

Eigentlich wollte Samsung als weltweit erster Hersteller ein Smartphone mit faltbarem Display auf den Markt bringen und steckte zehn Jahre in Forschung und Entwicklung. Doch Royole kam dem Marktführer mit seinem FlexPai im Dezember 2018 zuvor. Als das erste eigene Gerät dann fertig war, scheiterte die Markteinführung im Mai 2019 an massiven Kinderkrankheiten. Zur IFA in Berlin kündigt Samsung nun den zweiten Versuch an: Ab dem 18. September soll man das Galaxy Fold 5G kaufen können.

Royole FlexPai: Offiziell nur für Entwickler
Mit dem FlexPai hatte Royole, eine kleine Firma mit Sitz in Fremont (Kalifornien) und Shenzhen (China), dem Elektronikriesen aus Südkorea die Show gestohlen: Seit Dezember 2018 wird das faltbare Smartphone von Royole in China verkauft und seit Anfang 2019 ist das Gerät weltweit erhältlich. Allerdings spricht Royole offiziell von einem "Konzeptgerät" (Developer Model) und nicht von einem normalen Serienprodukt. Solche Konzeptgerät haben oft eine eingeschränkte Garantie und können funktionale Einschränkungen aufweisen. Royole spricht auf seiner Webseite von einer einjährigen, eingeschränkten Herstellergarantie und berechnet für das FlexPai 128GB einen Preis von 1.388 Euro zuzüglich Steuern und Zoll. Aufgrund der hohen Nachfrage beträgt die Lieferzeit aktuell bis zu 90 Tage.

Huaweis Mate X kommt erst im November
Als die Auslieferung des Samsung Galaxy Fold im Mai gestoppt wurde, drohte auch noch der chinesische Hersteller Huawei mit seinem faltbaren Mate X vorbeizuziehen. Doch Huawei hat derzeit nicht nur mit dem US-Präsidenten zu kämpfen, sondern auch mit den Tücken seines eigenen Faltdesigns. Bereits zweimal wurde die Markteinführung des Mate X verschoben, sie soll nun im November stattfinden. Doch selbst wenn die Chinesen die Konstruktion bis zum Jahresende in den Griff bekommen sollten, bleibt die hohe Hypothek der US-amerikanischen Handelsbeschränkungen. Sollten sich die beiden Länder nicht einigen, wird auch das Mate X ohne Android, ohne Google-Dienste und ohne die Apps von US-Firmen auf den Markt kommen. Und das zu Preisen ab 2.299 Euro (Huawei Mate X 5G mit 8 GiB RAM und 512 GB Flash-Speicher).

Samsung Galaxy Fold: Verbessert und verteuert
Auch wenn es Samsung nicht geschafft hat, das erste faltbare Smartphone auf den Markt zu bringen, wird das Galaxy Fold 5G zumindest das erste echte Endkundenprodukt dieser Geräteklasse sein. Einen massenhaften Absatz sollte man aber nicht erwarten, denn statt der zunächst angekündigten 1.999 Euro wird das überarbeitete Galaxy Fold mit 5G nun 2.099 Euro kosten. Den neuen Mobilfunkstandard hatten die Südkoreaner für das Mai-Modell noch nicht vorgesehen, so dass dieser einen echten Mehrwert darstellt. 12 GiB Arbeitsspeicher und 512 GB Festspeicher waren indes bereits eingeplant, ebenso das außen liegende OLED-Display mit einer Bilddiagonalen von 11,62 cm (4,6 Zoll), HDR10 und einer Auflösung von 1.960 x 840 Bildpunkten sowie der aufklappbare zweite Bildschirm mit 2.152 x 1.536 Pixeln und einer Diagonale von 18,51 cm (7,3 Zoll).

Samsung Galaxy Fold 5G

Das innere Display und sein Klappmechanismus waren die Hauptprobleme des ersten Galaxy Fold gewesen. So hatte Samsung eine wichtige Schutzschicht als Folie auf das Display aufgebracht, ohne dies ausreichend zu dokumentieren. Einige Tester hatten diese vermeintliche Schutzfolie abgezogen und das Gerät damit beschädigt. Auch das aufwändige Scharnier hatte seine Tücken, denn es lag offen, so dass Staub und Schmutz in den Mechanismus sowie unter die Display-Falte geraten konnten. Wie staubdicht die überarbeitete Version sein wird, lässt sich schlecht beurteilen. Konstruktionsbedingt gibt es weiterhin eine Öffnung im Knick, zumindest lassen sich auf den Fotos keine umfassenden Änderungen erkennen. In einer Pressekonferenz erklärte Justin Denson, der Marktstratege von Samsung Telecommunications America, dass der neue Mechanismus mehrere hunderttausend Faltvorgänge überleben wird. Letztendlich werden die Kunden die Alltagstauglichkeit testen müssen.

Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]