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Arbeitsspeicher: Die Preise für DDR4-Chips fallen wieder

Meldung von doelf, Montag der 09.11.2020, 15:00:29 Uhr

Die Talsohle ist beim DDR4-Speicher noch nicht erreicht: Obwohl die PC-Industrie zwischen Schulbeginn und Weihnachten traditionell ihre stärksten Umsätze macht, sind die 8Gb-Chips im Laufe des Oktobers knapp vier Prozent billiger geworden. In den beiden Vormonaten hatten wir noch Aufschläge notiert. Bei den 4Gb-Chips hält der Preisrutsch indes schon seit April an.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 2,846 US-Dollar auf den Tisch legen, das sind 3,62 Prozent weniger als Anfang Oktober. Im Oktober und September war der Kurs dieser Chips um 0,27 bzw. 12,88 Prozent gestiegen. Von Januar bis April 2020 hatte es bei diesen Chips einen sich abschwächenden Preisanstieg gegeben (+12,56%, +11,03%, +3,79%, +2,08%), ab Mai folgten dann Abschläge in einem ähnlichen Rahmen (-8,72%, -8,04%, -12,09%, -2,79%). Blicken wir ein Jahr zurück, so ist der Preis um 1,18 Prozent gefallen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,678 US-Dollar und liegt damit um 1,81 Prozent unter dem Kurs von Oktober 2020. Bei diesen Chips hatte der Preisverfall schon im April (-4,51%) eingesetzt und hält seither an (-6,47%, -4,44%, -5,34%, -1,68%, -0,80%, -2,18%). Diese Abschläge reichen allerdings noch nicht aus, um den bisherigen Tiefstand von Dezember 2019 (1,645 US-Dollar) zu unterbieten - aktuell liegt der Kurs um 2,01 Prozent darüber. Der Blick auf den Vorjahreswert offenbart derweil einen Rückgang um 3,01 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,477 US-Dollar gezahlt, was einem Preisanstieg von 2,43 Prozent entspricht. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (+6,39%, +9,39%, +11,61%), war es Anfang April zu einem Einbruch um 9,28 Prozent gekommen. Von Mai bis August (-5,93%, -5,71%, -5,10%, -3,96%) hatte sich dieser Trend abgeschwächt fortgesetzt, im September folgte ein Anstieg um 2,66 Prozent und im Oktober ging es wieder um 1,84 Prozent runter. Binnen zwölf Monaten ist dieser Kurs um 1,66 Prozent gefallen.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1888 US-Dollar wert und notierte damit um 1,53 Prozent stärker als Anfang Oktober 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar um 7,89 Prozent zugelegt. Aufgrund der in vielen Teilen der Welt ungebremsten Corana-Pandemie bleibt die Entwicklung ungewiss. Homeoffice und Heimunterricht haben zwar die Nachfrage für Notebooks ansteigen lassen, andererseits wurden geplante Anschaffungen von Firmen und Endkunden nach hinten geschoben. Wir erwarten eher fallende Speicherpreise.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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